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Lifestyle | 19.02.2019

Vino, Pasta e Amore

Durch schmale Gassen schlendern. In der Hand hält man drei Kugeln Eis. Der Bauch voller Pizza. Und ein Lächeln auf dem Gesicht: Das ist Rom.

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Der Spaziergang auf den Giancolo Hügel belohnt mit einer fantastischen Aussicht. (© Daniel Christl)

Kennen Sie die Geschichte von Valentin von Rom, dem Schutzpatron der Liebenden? Er soll in Rom als Priester Liebespaare getraut und ihnen als Zeichen der Liebe Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. Es wurde überliefert, dass die von ihm geschlossenen Ehen unter einem besonderen Schutz standen. Gerade in der kalten Jahreszeit ist die Stadt auch heute noch romantischer denn je und bietet für Verliebte, oder jene die sich noch verlieben wollen, einen ganz besonderen Valentinstag. Unsere Redakteurin Rebecca Mayr war auf den Spuren des heiligen Valentin für Sie in der Hauptstadt Italiens unterwegs und gibt Tipps für ein perfektes Wochenende in Rom.

Sonnenschein, das ganze Jahr! Rom hat in den Wintermonaten einen ganz besonderen Charme. Brütende Hitze, Warteschlangen und Touristenmenüs sucht man vergebens. Denn obwohl die Hauptstadt des Genusses einen auch im Winter mit Sonnenschein begrüßt, zieht es die meisten Besucher zur warmen Jahreszeit in diese schöne Stadt. So teilt man sich die hübschen Gassen „nur“ mit den 2,9 Millionen römischen Einwohnern, die genauso sind, wie man sie sich vorstellt: laut, mit der Nase in den Wolken und unglaublich elegant. Das macht Rom gerade jetzt zu einem echten Geheimtipp.

La dolce vita. Nicht umsonst trägt das Kapitel über die Stadt Rom in dem Bestseller „Eat Pray Love“ den Namen Essen. An jeder Ecke duftet es nach Tiramisu, Kaffee und Pizza. Die feinsten Käse- und Wurst­sorten kann man in winzigen L­äden in schmalen Gassen kosten und sich immer der Nase nach durch die Straßen ziehen lassen. Besonders zu empfehlen sind dabei die kleinen Antipasti-Lokale, die jedem Feinspitz das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Beispielsweise verkaufen drei junge Männer im kleinen „I Pizzicaroli“ einzigartige Wurst- und Käseplatten mit Trüffelbrot und selbst gemachten Käsemarmeladen. Wer das traditionelle Rom erleben will, der darf die selbstgemachte Pasta bei Da Gino al Parlamento nicht verpassen. In dieser einfachen, kleinen Trattoria spricht man nur Italienisch und Touristen verirren sich selten hierher. Das Essen ist allemal göttlich und der Hauswein kalt und fließend. Also, wenn das nicht der Himmel ist!

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© Daniel Christl

Historisches erleben. In Rom reiht sich ein historisches Gebäude an das nächste. Kunst und Kultur scheinen in der Stadt zu Hause zu sein und lassen einen in die Welt der alten Römer eintauchen. Das Kolosseum ist das größte je gebaute Amphitheater der Welt und tatsächlich so imposant, wie man es erwartet. Man kann die Stimmung bei den damaligen Gladiatorenkämpfen richtig nachfühlen und die Baukunst der Römer in der Antike von jedem Blickwinkel bestaunen. Der Eintritt für das Kolosseum inkludiert auch den Zugang zum Forum Romanum, von dem aus man einen fantastischen Blick auf das Amphitheater und die Stadt genießen kann. Das sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen!

Auch der Vatikan hat so viele Darbietungen parat, dass die Vielfalt schon überfordernd ist. Der eigentliche Stadtstaat ist der kleinste allgemein anerkannte Staat der Welt und auch der einzige mit Latein als Amtssprache. Die Museen und der Petersdom haben viel zu bieten: Am besten ist es, sich für eine oder zwei Ausstellungen zu entscheiden und den Dom über die Treppen hinaufzusteigen – so bleibt einem auch Zeit für einen gemütlichen Cappuccino in den vatikanischen Gärten.

 

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Das Pantheon ist eines der spirituellsten antiken Bauwerke Roms. (© Daniel Christl)

Über den Dächern Roms. Rom besticht aber nicht nur durch Restaurants und Museen, denn erst der Ausblick über ihre Dächer macht die Hauptstadt zu einem echten Urlaubs­ziel für Verliebte. Ein unglaublicher Anblick ist beispielsweise der Sonnenuntergang, den man auf der Spanischen Treppe zu Gesicht bekommt. Hunderte Touristen und Einheimische bewundern im Winter schon um fünf Uhr abends gemeinsam dieses einzigartige Spektakel. Wer den Blick über die Stadt lieber in kuscheliger Zweisamkeit erleben möchte, der kann vom Künstlerviertel Trastavere auf den Gian­colo Hügel spazieren. An dieser Aussicht kann man sich einfach nicht satt sehen. Vor allem dann nicht, wenn der Verkäufer auf der Aussichtsplattform starken, italienischen Aperol und leckere „Arancini Siciliani“ serviert. Hier spürt man es so richtig: das italienische Lebensgefühl, das man am liebsten nie mehr loslassen möchte.