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Lifestyle | 07.03.2017

Unsere SEXpertinnen beantworten deine Fragen!

Dr. Sommer war einmal – jetzt kommen Susa Haberfellner und Doris Kaiser. Wir präsentieren dir hier unsere Expertinnen in Sachen Sex, die sich ab der nächsten Print-Ausgabe der OBERÖSTERREICHERIN um deine konkreten Anliegen kümmern werden. Ab sofort kannst du dich bei Fragen rund um das Thema Sex nämlich an die beiden Sexualberaterinnen wenden: einfach eine E-Mail mit deinem Vornamen und Alter an die Adresse [email protected] schicken! Selbstverständlich werden alle Fragen anonym und diskret behandelt.

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Unsere SEXpertinnen Doris Kaiser und Susa Haberfellner. (© Celine Daliot)

Susa Haberfellner und Doris Kaiser sind diplomierte Sexualberaterinnen. Mit ihrer langjährigen Erfahrung und Expertise auf einem Gebiet, das jedermann und -frau betrifft, nehmen sie sich in ihren Beratungen täglich der Probleme ihrer KlientInnen an und schaffen es, auf deren häufig mit Schamgefühlen und Unsicherheiten belasteten Anliegen einfühlsam, vertraulich und individuell einzugehen. Nun wollen sie auch euch, unseren Leserinnen und Lesern, mit Rat zur Seite stehen: Jeden Monat werden sie künftig in der OBERÖSTERREICHERIN abwechselnd eure Fragen zum Thema Sexualität beantworten, selbstverständlich diskret und anonym! Doch davor wollen wir euch die beiden persönlich vorstellen: Susa Haberfellner und Doris Kaiser im Talk über ihren spannenden Beruf.

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Susa Haberfellner ist Dipl. Sexual- und Lebensberaterin und Klin. Sexologin in Wels.

Susa Haberfellner

 

Was hat Sie dazu bewogen, den Beruf der Sexual- und Körpertherapeutin zu wählen? Was ist reizvoll daran?

Vor 30 Jahren besuchte ich erstmals Körperselbsterfahrungsgruppen zum Thema Sexualität. Ich wurde neugierig auf die Arbeit am und mit dem Körper und bekam großen Respekt vor dem Körper und seiner Wandelbarkeit. Mir wurde klar, dass wir Menschen von Geburt an sexuelle Wesen sind, dass viele Faktoren die Sexualität beeinflussen können und das wir unsere Sexualität ein Leben lang gestalten können. Ich wollte dieses Wissen weitergeben.

Spannend bei meiner Arbeit ist immer wieder, wenn meine KlientInnen ihre Ressourcen (wieder-)entdecken und sie für sich nutzbar machen können. Ziel ist, den Körper bewusst wahrzunehmen und zu erleben.

 

In welchem Alter sind die Menschen, die Ihre Beratung in Anspruch nehmen? Sind es vordergründig Frauen?

Zu mir kommen Menschen ab Anfang zwanzig. Nach oben hin gibt es keine Altersbegrenzung – meine ältesten Klienten bis jetzt waren 85 Jahre alt.

Im Frauengesundheitszentrum Wels rufen nur Frauen an, in meine privaten Praxis kommen Frauen und Männer gleich häufig. Nicht immer ist der Partner für die Beratung erforderlich, denn nicht jedes Problem ist ein Beziehungsproblem.

 

Wie sieht eine Beratung bei Ihnen aus?

Zuerst erarbeite ich im Gespräch mit meinen KlientInnen ihre konkreten Anliegen. Zuallererst ist eine genaue Sexualanamnese erforderlich, um zu evaluieren, ob es für das konkrete Problem medizinische, körperliche oder psychosoziale Ursachen gibt. Sexualität ist die intimste Kommunikation zwischen Menschen und ein sensibles Gefüge, das durch viele Faktoren wie Stress, Krankheit, körperliche Veränderungen, Kinder u.v.m. aus dem Gleichgewicht kommen kann. Jedes sexuelle Anliegen ist individuell, die Arbeit als Sexualtherapeutin ist sehr sensibel und fordert Feingefühl, Empathie und Respekt den KlientInnen gegenüber. Anonymität und Verschwiegenheit sind essentielle Voraussetzungen, damit sich Menschen auf Sexualberatung einlassen können.

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Doris Kaiser ist Sexualberaterin für Frauen in Linz.

Doris Kaiser

 

Was ist für Sie das Reizvolle am Beruf der Sexualberaterin?

Sex ist ein sehr spannendes und auch wichtiges Thema, das jeden betrifft. Bei Schwierigkeiten in diesem Bereich ist die Verunsicherung groß. Bin ich normal? Geht es anderen auch so? Und an wen kann ich mich wenden? Ich möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, dass jeder zweite irgendwann sexuelle Probleme hat und das nichts ist, wofür man sich schämen muss. Es gibt kompetente, bestens ausgebildete ExpertInnen für dieses Thema – und es ist genauso legitim, eine Sexualberatung in Anspruch zu nehmen wie eine Ernährungsberatung!

 

Sie haben sich in Ihrer Sexualberatung auf Frauen spezialisiert. Warum? Reden sich Frauen leichter über Sexualität?

Ich hatte von Anfang an mehr weibliche Klienten, darum habe ich mich intensiver mit der weiblichen Sexualität beschäftigt. Gerade Frauen sind immer noch stark in Klischees, Erwartungen und Rollenbildern gefangen. Meine Berufung ist es, Frauen dabei zu helfen, ihre individuelle Sexualität zu leben. Das betrifft natürlich auch die Partnerschaft, daher berate ich selbstverständlich auch Paare!

Ob es jemandem leicht oder schwer fällt, über Sexualität zu sprechen, hat nichts mit dem Geschlecht zu tun. Das ist individuell sehr verschieden.

 

Gibt es Themen, wo sogar Sie rot werden?

Die gibt es vermutlich, aber das ist mir schon lange nicht mehr passiert. Die meisten Themen, mit denen ich konfrontiert bin, sind nicht so spektakulär, wie Sie sich das vielleicht vorstellen.

 

Wie sieht eine Beratung bei Ihnen aus?

Ich biete einen sicheren Rahmen, in dem über alles gesprochen werden kann – wertfrei, respektvoll und wertschätzend. Mir ist wichtig, dass meine Klientinnen die Verantwortung für ihre Sexualität übernehmen und bereit sind, etwas zu tun, um ihr Problem zu lösen oder ihr Ziel zu erreichen. Daher gibt es zwischen den Terminen unterstützende „Hausübungen“.

 

Deine Frage an die Expertinnen:

Hast du eine Frage rund ums Thema Sex, die du von den Sexualberaterinnen Susa Haberfellner oder Doris Kaiser beantwortet haben willst, maile uns an diese Adresse: [email protected]!