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Lifestyle | 12.11.2019

The (Fire-)Place to be

Feuer hat seit jeher eine enorme Anziehungskraft auf uns. Kein Wunder: Die vielen Vorteile ließen den Menschen innovativer werden als je zuvor. Auch heute stehen das Flammenspiel und die prasselnden Töne für Behaglichkeit – und neue Trends setzen Kaminen und Öfen noch die Krone auf.

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Dekorativ wird unter dieser Ofenbank das Brennholz gestapelt – eine schöne Lösung! (© Shutterstock)

Es prasselt und lodert, glüht, flackert und wärmt – wer sich einen Kamin nach Hause holt, bekommt das Maximum an Gemütlichkeit. Doch nicht nur das: Kamin und Kaminofen können auch sparsame Wärmespender sein, die schnell, effektiv und nachhaltig arbeiten. Was heute eindrucksvoll unser Zuhause schmückt, war früher ein echter Meilenstein in der Geschichte des Menschen. Von der offenen Feuerstelle bis zum ummauerten Herd war es ein langer Weg. In der Jungsteinzeit das Feuermachen gelernt, mühten sich die Menschen um eine langsame Verbesserung von Handhabung und Energienutzung. Offenes Feuer war nämlich nicht nur gut: Rauch und Ruß machten die Luft in den Häusern damals kaum atembar. Sicherheitsvorkehrungen und Brandschutz? Fehlanzeige! Heute hat sich das Blatt gewendet, die modernen Kamine, Kaminöfen sowie Kachel- und Speicheröfen überzeugen auf ganzer Linie.

Kamine: so vielseitig wie ihre Besitzer. Aus der offenen Feuerstelle heraus haben sich in den vergangenen Jahrhunderten unterschiedliche Kaminarten entwickelt, unsere Kamine jedoch haben eine eher junge Geschichte: Als die ersten gemauerten Schornsteine gebaut wurden und die Feuerung dank der industriellen Fertigung auch in gusseisernen Öfen möglich war, ließen diese Entwicklungen eine höhere Abgastemperatur und somit professionellere Kamine aus Stahl zu. Mittlerweile gibt es für jede Anforderung, für jeden individuellen Gebrauch und für jedes Ambiente den passenden Kamin oder Ofen, Hafnermeister und Kaminbauer finden viele Wege, ihre Kunden rundum glücklich zu machen.

Moderne Feuerstelle: der Heizkamin. Ursprünglich und traditionell, das ist der offene Kamin. Gewährt er einerseits unerreichten Genuss des Flammenspiels, so geht andererseits auch jede Menge Wärme ungenutzt durch den Schornstein verloren, weshalb dieser Kamin nicht für den reinen Heizzweck geeignet ist. Abhilfe schaffen kann man in diesem Fall mit einem Kamin- oder Heizeinsatz, der den Brennraum offener Kaminsysteme schließt. Meist wird das Feuer mit Glas „ummantelt“, durch den Baustoff wird Wärme in den Raum abgegeben. Kaminsysteme, die sich von Haus aus für Heizzwecke eignen, bezeichnet man als Heizkamine. Diese eignen sich für den Dauerbetrieb, bieten effiziente, schnelle Heizleistung und hervorragenden Bedienkomfort.

Natürlich warm: der Kachelofen. Der Kachelofen ist ein Speicherofen und eine ganz besondere natürliche Wärmequelle. Seit vielen Generationen steht er für Gemütlichkeit und Wohlfühlatmosphäre. Was sich aber geändert hat, ist seine Optik: Früher war er als Grund- oder Speicherofen in alten Bauernhäusern anzutreffen, aufgebaut aus keramischen Speichermaterialien und oft durch die Wand gebaut, womit er mehrere Räume auf einmal beheizen konnte. Heute gibt es den Kachelofen in vielen Varianten, doch was ihm Charakter verleiht, ist weiterhin die Keramik in Form von Ofenkacheln. Letztere sind mittlerweile großformatig und modern, meist in Grautönen oder in edlem Schwarz und Weiß gehalten. Eine zusätzliche Ofenbank bringt Behaglichkeit auf ein neues Maß.

 

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Farbenfroh: Es muss nicht immer klassisch sein, mit buntem Anstrich bringt man noch mehr Individualität in die vier Wände! (© Shutterstock)

Platzsparende Wärme: der Kaminofen. Wer moderne Lagerfeuerromantik im Eigenheim will, aber nur wenig Platz zur Verfügung hat, der sollte dem Kaminofen seine volle Aufmerksam schenken. Er sorgt für schnelle Wärme, schafft eine besondere Atmosphäre mit Sicht aufs Flammenspiel und lässt sich flexibel in kleinere Wohnungen installieren und beim Umzug sogar mitnehmen. Ein Kamin­ofen erzeugt überwiegend Konvektionswärme und schafft mit der modernen Feuerungstechnik eine optimale Heizleistung und schadstoffarmen Abbrand. Besonders effizient: Kaminöfen mit Wassertechnik lassen sich problemlos in einen vorhandenen Kreislauf für Heizung und Brauchwasser integrieren. Der Pellet-Kaminofen ist eine spezielle Form des Kaminofens: In ihm werden Holzpellets verbrannt, die automatisch vom integrierten Lagerbehälter in den Brennteller befördert und dort elektrisch entzündet werden.

Allroundtalent: Heizen mit Erdgas. Flammen-Romantik, Wärme und Behaglichkeit auf Knopfdruck? Kein Problem mit Gas-Kachelöfen, -Heizkaminen und -Kaminen. Gerade moderne Stadtmenschen und alle, die keine Zeit und Lust haben, um mit Holz zu heizen, verfallen nach und nach diesen Life-Style-Geräten, die Kaminfeueratmosphäre und höchsten Bedienkomfort gleichermaßen bieten. Smart Home ist hier kein Fremdwort mehr: Das Feuerspiel kann per Zeitschaltuhr und von der Couch aus ferngesteuert werden, Wärmeleistung und gewünschte Flammenoptik lassen sich stufenlos regulieren und dank moderner Steuer- und Regeltechnik hält der Gas-Heizeinsatz die gewünschte Raumtemperatur vollautomatisch.

 

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Schönes Feuerspiel beim Bioethanolkamin Ebios von thalerkamin. (© Thalerkamin)

Einfach mal abhängen. Der Hängekamin stammt ursprünglich aus Skandinavien, setzt sich aber auch hierzulande immer mehr durch. Vorteile hat er viele: Er lässt sich oben im Raum platzieren, dadurch entsteht nicht nur mehr Platz am Boden, sondern auch die Verbrennungsgefahr für Kinder und Haustiere sinkt. Wie schon in vielen Wellnessressorts Mittelpunkt in heimeligen Rückzugsräumen, wird auch der Hängekamin gerne zentral aufgehängt, um dank großer Sichtfenster ein 360°-Rundumerlebnis zu schaffen.

Einheizen – aber richtig! Auch wenn der Kamin und Ofen beliebter denn je sind, er birgt auch große Gefahrenquellen, denn die neue Behaglichkeit kann auch krank machen. Ein Kamin verursacht häufig große Mengen an gesundheitsschädlichem Feinstaub, wie viel dabei ausgestoßen wird, hängt von vielen Faktoren ab. Die Qualität der Feuerstelle und des Holzes und der korrekte Betrieb eines Kamins sind entscheidend, um eine gute Holzverbrennung zu gewährleisten. Ein mit Ruß besetzter Feuerraum oder ein verrußtes Sichtfenster sind Indizien für schlechte Verbrennung. Bereits beim Anzünden der Feuerstelle lässt sich etwas für die Umwelt tun: Spezielle Anzünder oder dünne Nadelhölzer sind ideal, zum Feuerfangen eignen sich Birken- oder Buchenholzscheite. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, sich den Traum vom eigenen Feuer vom Profi planen zu lassen. Individueller, sicherer und schöner geht es nämlich garantiert nicht!

 

Designschmankerl in Sachen Öfen und Kamine
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Die Architektin Patricia Urquiola erfindet den Ofen neu, indem sie ihn zu einem architektonischen Element macht. Im Bild: Pelletofen „Wall“. (© MCZ)

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Monika Herrnbauer-Thaler, GF thalerkamin: „Wir bei thalerkamin wollen sicherstellen, für jeden Kunden das perfekte Produkt zu finden und setzen als regionaler Komplettanbieter rund um das Thema Öfen und Kamine auf höchste Qualitätsstandards, z. B. beim neuesten Trend Bioethanol- und Gaskamine – Feuer in seiner modernsten Form für Indoor und Outdoor.“

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Holzige Ansichten: Die Drahtkörbe „Wire“ von Ferm Living zeigen ihr kostbares Innerstes. (© Ferm Living)

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Der Kachelofen besticht mit seiner lang anhaltenden Wärme und der behaglichen Atmosphäre. (© Sommerhuber)

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Der Hängekamin DOMOFOCUS von Focus ist ein echter Hingucker. Gesehen bei Feuerkristall Kamine. (© atelier dominique imbert)

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Reflex, der neue Pelletofen, den Michael Geldmacher für MCZ entworfen hat, macht die Wärme der Flamme erlebbar. (© MCZ)