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Lifestyle | 16.10.2018

Take a seat, please!

Das Sofa ist unsere Insel im Alltag und Design-Statement in den vier Wänden. Doch was muss ein Sofa können – und welches Sofa passt zu mir? Wir zeigen die ziemlich gemütlichen Trends.

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Das Sofa „Gentry“ von Moroso in trendigem Blau und mit spannendem Muster. Gesehen bei Bruckmüller Wohnen in Wels (© Hersteller)

Weich sitzen ist Trumpf. Wenn das Sofa dann auch noch allen Design­ansprüchen gerecht wird, steht einer viele Jahre andauernden, fast schon freundschaftlichen Verbindung zwischen Mensch und Sitzmöbel nichts mehr im Weg. An kühlen Herbsttagen mit Buch und Tee in die Polster kuscheln, Zweisamkeit genießen, die ganze Familie darauf versammeln, schöne und emotionale Stunden auf dem Möbel verbringen … – das Sofa ist da, wenn man es braucht. Und deswegen sollten wir ein ganz besonderes Augenmerk darauf legen. Wir hoffen, Sie sitzen gut – denn hier kommen die neuen Sofa-, Sessel- und Sitzgruppentrends!

The bigger – the better? Neben dem Bett ist das Sofa unbestritten der gemütlichste Ort im Zuhause. Als Mittelpunkt des Wohnzimmers bietet es Freunden und Familie viel Platz für gemütliche Abende und gemeinsam verbrachte Zeit. Deshalb sollte es groß genug sein, damit alle Platz finden, aber auch so dimensioniert, dass es zu den Größenverhältnissen des Raums passt. Die meisten Sofas stehen immer gleich im Raum: Mit dem Rücken zur Wand. Doch gerade große Exemplare und so genannte „Big-Sofas“ können gut frei stehen, und auch Ecksofas müssen nicht in der Ecke stehen, sondern können in den Raum hineinragen und als Raumteiler fungieren. Im Möbelhaus und beim Einrichter sehen die Möbel immer viel kleiner aus als in den eigenen vier Wänden, oberste Devise vor dem Neukauf also: Maß nehmen! Nur so kann man bösen Überraschungen entgehen. Große, ausladende Räume eignen sich ideal für so ziemlich jeden Stil und jede Sofa-Größe, bei kleinen Räumen ist „mehr“ oft wirklich mehr. Denn kleine Räume und filigrane Möbel können schnell Puppenhauscharakter bekommen.  Ein großzügiges Modell mit Füßen wirkt leichter, dazu ein Fußhocker zum Beiseiteschieben oder Beistelltische, die sich ineinanderschieben lassen – schon wird Platz gespart, ohne dass man an Gemütlichkeit einbüßen muss. 

Individuelle Bedürfnisse decken. Basierend auf Ihren räumlichen Begebenheiten, Ihrem Geschmack und Ihren persönlichen Bedürfnissen kommen unterschiedliche Sofa-Modelle für Sie in Betracht. Die erste wichtige Entscheidung ist immer der generelle Sofa-Typ: Darf es das klassische und kompakte Zwei- oder Dreisitzer-Sofa sein, das sich zwar in den meisten Fällen nicht zum bequemen Liegen, dafür zum stilvollen Sitzen eignet? Oder das Ecksofa, das eine hervorragende platzsparende Option ist, die den vorhandenen Wohnraum optimal ausnutzt und ungenutzte Nischen in Sitzecken mit gemütlichem Flair verwandelt? Das „Big-Sofa“ oder auch „Mega-Sofa“ zeichnet sich durch eine besonders große Sitzfläche aus, die zum gemütlichen Liegen und Relaxen einlädt und Platz für die ganze Familie bietet, jedoch nicht für Menschen mit Rückenproblemen geeignet ist. Multifunktionssofas sind die Verwandlungskünstler schlechthin: Tagsüber bieten sie gemütliche Sitzmöglichkeiten, nachts werden sie zur praktischen Schlafgelegenheit, somit sind sie perfekt für kleine Wohnungen und Gästezimmer geeignet. Wer eine große Familie hat oder oft größeren Besuch unterhält, ist mit Wohnlandschaften in U-Form gut beraten. Und wer seiner Kreativität freien Lauf lassen mag und gerne alle paar Monate seine Inneneinrichtung auf den Kopf stellt, für den könnte ein Modulsofa passen. Dieses ist aus einzelnen Elementen zusammengestellt, die beliebig kombiniert, getauscht und ergänzt werden können. So kann man das Sofa im Handumdrehen an neue Gegebenheiten anpassen und ganz einfach frischen Wind in den Raum bringen. Historisch wird es mit Ottomane, Chaiselongue und Récamière: Diese kunstvollen Möbelstücke eignen sich weniger als Sitzmöbel, finden heute aber zunehmend Verwendung als modularer Bestandteil einer Wohnlandschaft oder als erweiterter Liegeplatz. 

 

 

Wohntrends
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Die außergewöhnlichen Stoffe der Kollektion „Enjoy the Silence“ von Chivasso setzen wunderbar die Farbtrends der Saison um: Senfgelb, Anthrazit und würziges Braun. (© Hersteller)
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Ästhetische Akzente und ein echter Sofa-Charakter: die Essgruppe „vivo“ von ANREI lädt zum Genießen in großer Runde ein. (© Hersteller)
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Das „Ploum“-Sofa von Ligne Roset lädt zum Einkuscheln ein. (© Hersteller)
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Das Sofa „Paul“ von Molteni & C ist individuell zusammenstellbar und bietet höchsten Sitzkomfort. Gesehen bei Bruckmüller Wohnen in Wels. (© Hersteller)
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Die Wohnlandschaft „Bellini“ in Olivgrün von Sedda bietet genügend Platz für Familie und Freunde. (© Hersteller)
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ie Sitzgruppe „Bay“ aus der Rosenthal Interieur Kollektion von Designer Sebastian Herkner ist an Opulenz kaum zu überbieten. (© Hersteller)

Wie auf Wolken. Klar, ein Sofa muss bequem sein. Dazu gehört aber viel mehr als ein paar Polster und Decken. Boxspringsofas sind der neue Trend im Bereich der Polstermöbel: Diese Sitzmöbel übertragen die Technik, den Komfort und die Gemütlichkeit von Boxspringbetten auf das Sofa und machen es zu einem Möbelstück, das nicht nur schick aussieht, sondern Ihren Rücken aufgrund von idealer Druckverteilung optimal stützt und entlastet. Auf dem hochwertigen Bonellfederkern, der im Allgemeinen die Standardpolsterung eines Sofas darstellt, werden noch zwei weitere Komponenten gelegt: der Taschenfederkern und eine Kaltschaumpolsterung. Ob klare Linien und reduziert oder opulent mit vielen Details – Boxspringsofas gibt es in sämtlichen Designs und Stilen und sind in allen erdenklichen Modellen und Ausführungen erhältlich. 

Mix, Match & Stilbruch. Spannend wird ein Stil, wenn er gebrochen wird. Neueste Sofa-Designkreationen, Vintage-­Stücke wie der Ohrensessel von Opa, Antiquitäten, verschiedene Farben und unterschiedliche Formen können nach dem Mix-and-Match-Prinzip zu einem harmonischen Miteinander gefügt werden. Wer dem Boho-Trend nicht allzu viel abgewinnen kann, startet erst einmal klein mit bunten Polstern auf der grauen Wohnlandschaft, farbenfrohen Teppichen, Vasen und Blumentöpfen aus Farbglas auf dem schlichten Couchtisch und steigert sich langsam bis zur Stilbruch-Explosion. Ebenfalls beliebt im Wohnzimmer sind elegante Zurückhaltung und ein gesundes Mittelmaß. Diesen Gedanken verkörpert nichts so treffend wie der skandinavische Einrichtungsstil, insbesondere das schwedische „Lagom“, das für „gerade richtig“ steht. Farbtechnisch ist beim Sofa alles erlaubt, was Freude macht: Zitronengelb, Grün, zartes Pastell, klassisches Anthrazit. Faszinierend und würzig zeigen sich Nuancen in Piniengrün, Senfgelb, Königsblau und Bordeauxrot, die mit dem Interieur-Stil der Wiener Salons zur Wende des 20. Jahrhunderts verbunden sind. Samt beim Sofa, glänzendes Metall (hallo, satiniertes Gold und gebürstetes Messing!) bei Accessoires und dunkles Holz beim Sofatisch runden den gemütlichsten Ort unseres Zuhauses ab und laden uns ein, Platz zu nehmen. Wer sich nicht gerne an eine Farbe oder Oberfläche binden möchte, für den gibt es Abhilfe: Immer mehr Unternehmen bieten eine riesige Auswahl an den unterschiedlichsten Bezügen zu vielen gängigen Sofa-Modellen an, so kann man dem eigenen Sitzmöbel binnen kürzester Zeit wortwörtlich „eine überziehen“. 

Stilvoll genießen. Essen ist eine sehr emotionale Sache, die (bis auf das Päckchen Chips vor dem TV) nicht auf der Couch, sondern rund um den Esstisch passiert. Denn nicht nur was, sondern auch wo eine Mahlzeit serviert wird, ist ein essenzieller Faktor für das individuelle Wohlbefinden. Viele Firmen haben sich auf gepolsterte Sitzgarnituren spezialisiert, die Sofa-Charakter in Esszimmer und Wohnküche bringen und sich dort ziemlich gut machen. Die neuen Essgruppen sind elegant, trumpfen mit Leder, heimischen Hölzern und natürlichen Stoffen auf, stützen ideal den Rücken und lassen uns auch noch bis zur Nachspeise gemütlich verweilen.