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Lifestyle | 06.08.2018

Sommer, Sonne, Schmökerzeit

Unsere Buchtipps der Redaktion für warme Stunden

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Buchtipps der Redaktion
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Palace of Glass – Die Wächterin. Stellen Sie sich vor: Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung, insbesondere das englische Königshaus, fürchten die sogenannten Magdalenen – Menschen, die Gedanken anderer durch Berührung lesen und manipulieren können. Die junge Straßenkämpferin Rea ist eine Magdalena und versucht alles, um dies geheim zu halten. Als sie eines Tages erfährt, dass sie den Kronprinzen beschützen muss, ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist ... Der furiose Auftakt der Trilogie ist wahrhaft gelungen und hat mein Pschothriller-geplagtes Herz einen Gang runterschalten lassen. Spannend, ein bisschen schnulzig und eine schöne Sprache – das Buch ist perfekt für den Strand! „Palace of Glass“: C. E. Bernard; Penhaligon Verlag, ISBN: 978-3-7645-3195-9, € 14,40
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Der Sinn des Lebens. Wer am Strand über den Sinn des Lebens nachdenken möchte, dem lege ich das Buch „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky ans Herz. Erzählt wird die Geschichte von John, einem gestressten Werbemanager, der nach einem Megastau in einem kleinen Café mitten im Nirgendwo landet. Auf der Speisekarte findet er neben dem Menü des Tages drei Fragen: „Warum bist du hier? Hast du Angst vor dem Tod? Führst du ein erfülltes Leben?“ Mithilfe des Kochs, der Bedienung und eines Gastes versucht er dieses Geheimnis zu ergründen. Die Fragen nach dem Sinn des Lebens führen ihn gedanklich weit weg von seiner Vorstands­etage und regen ihn zum Nachdenken an. „Das Café am Rande der Welt“: John Strelecky; dtv Verlag, ISBN 978-3-423-0969-4, € 9,20
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Kinderhände weg von Neuen Medien! „Halten Sie Ihren Sohn so lange wie möglich fern von den Neuen Medien!“, war der Rat einer Cranio Sacral-Therapeutin an mich, als sie meinen Sohn, vor gut sechs Jahren noch ein Baby, beim für sein damaliges Alter auffällig fokussierten Erfassen der Welt mit allen Sinnen und geschickten Spielen und Bewegen im Raum beobachtete. Was mir schon damals ohnehin klar war (und mir mein Sohn heute bestätigt): Alles, was ein junger Mensch braucht, um sich in der digitalen Welt selbstbewusst und sicher zu bewegen, lernt er in der analogen Welt: die Fähigkeit zur Abstraktion, zur Selbstreflexion, zu Empathie und zum logischen und kritischen Denken. Eine gesunde kognitiv-intellektuelle und sozial-emotionale Entwicklung bedarf keiner elektronischen Medien. Genau dieser Überzeugung sind auch Gerald Lembke und Ingo Leipner in der dritten Auflage von „Die Lüge der digitalen Bildung“. Liebe Mamas und Papas, Omas und Opas, ich lege Ihnen dieses Plädoyer für eine Kindheit ohne Computer dringend ans Herz! „Die Lüge der digitalen Bildung. Warum unsere Kinder das Lernen verlernen“: Gerald Lembke, Ingo Leipner; Verlag Redline, ISBN 978-3-86881-697-6, € 20,60
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Final Girls. Als bekennender Psychothriller-Fan muss es für mich auch im Urlaub etwas Blutiges sein, also habe ich zu „Final Girls“, dem Debüt-Roman von Riley Sager, gegriffen – und es bis zur letzten Seite nicht bereut. Erzählt wird die Geschichte von Quincy, die als Studentin als einzige ein Massaker auf einer Party in Pine Cottage überlebt hat. Allerdings hat sie jede Erinnerung an damals aus ihrem Gedächtnis gelöscht und sich mühsam ein „normales“ Leben aufgebaut. Lisa und Samantha haben ähnlich Grauenvolles durchgemacht – bekannt werden die drei Frauen in den Medien als die „Final Girls“. Doch offenbar gibt es eine weitere Verbindung zwischen den Frauen, denn das Morden geht Jahre später weiter. Der Schlüssel scheint in dem Massaker von Pine Cottage zu liegen, und darum versucht Quincy dann doch verzweifelt, sich daran zu erinnern ... superspannend! Überraschendes Ende inklusive! „Final Girls“: Riley Sager; dtv Verlag, ISBN 978-3-423-21730-9, € 10,30
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Reberg – Ein moderner Schulroman. Schreibt voneinander ab. Aber so, dass es nicht auffällt … Professor Stefan Rehberg unterbreitet einer Schulklasse ein unmoralisches Angebot und tritt damit eine tödliche Lawine von Ereignissen los. Autorin Liane Locker, geboren 1960 in Linz, unterrichtet selbst an einem Gymnasium Deutsch und Geschichte; formt eine fiktive, aber realitätsnahe Handlung, gespickt mit dem Wissen einer Insiderin. Nischenlektüre aus Oberösterreich, nicht nur für Lehrer. Entdeckt bei einem kleinen Verlag in Wien, der von sich sagt: Heftige Bücher für heftige Menschen. Schon war mein Interesse geweckt. Mit dieser Geschichte kommt im Liegestuhl garantiert keine Langeweile auf. Packend, reflektierend, tragisch – mein Geheimtipp für den Sommer abseits des Mainstreams„Reberg“: Liane Locker; Milena Verlag, ISBN 978-3-903184-04-6, € 23