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Lifestyle | 06.10.2022

Sind Cannabis-Samen in Österreich legal?

Die Frage der Legalität wollen wir direkt vorab beantworten: Ja, in Österreich ist es legal, Cannabis-Samen zu kaufen und zu besitzen. Auch das Heranzüchten einer Hanfpflanze ist nicht strafbar. Damit es bei einer Straffreiheit bleibt, müssen jedoch einige Dinge beachtet werden.

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© Pixabay.com/Nicky

Unter welchen Umständen sind Cannabis-Samen in Österreich legal?

Grundsätzlich ist der Besitz von Cannabis-Samen sowie Hanfpflanzen in Österreich legal. Voraussetzung ist, dass diese lediglich für gesundheitsfördernde oder dekorative Zwecke und nicht zur Suchtmittelgewinnung verwendet werden. In diesem Zusammenhang kommt es auch nicht auf die Höhe des CBD-Gehalts an, da lediglich der Wirkstoff THC bewusstseinserweiternd wirkt und damit als Suchtmittel gilt. Eine voll ausgewachsene Hanfpflanze darf zudem nicht blühen, andernfalls macht man sich doch strafbar.

Auch der Onlinehandel mit Cannabis-Samen ist in Österreich nicht strafbar. Das bedeutet, man kann jederzeit Hanfsamen online bestellen, etwa bei Zamnesia.com/de/.

Mit rechtlichen Konsequenzen muss man also nur rechnen, wenn die Hanfsamen zur Herstellung und zum Vertrieb von Rauschmitteln verwendet werden oder die Pflanze bereits Blüten trägt.

Warum darf die Hanfpflanze keine Blüten tragen?

Grund für das „Blühverbot” ist der THC-Gehalt und weitere Wirkstoffe in den Blüten. Zwar kann auch in den Hanfblättern eine geringe Menge Tetrahydrocannabinol enthalten sein, die Konzentration ist hier aber deutlich geringer und fällt damit nicht unter das Suchtmittelgesetz.

Die österreichische Regierung verbietet also nicht den kompletten Anbau von Cannabis-Pflanzen, gibt jedoch die Vorgabe, dass ein Blühen verhindert werden muss.

Wie kann man das Blühen der Cannabis-Pflanze verhindern?

Möchte man den gesetzlichen Vorgaben entsprechend eine Hanfpflanze heranzüchten, kann man einige Maßnahmen ergreifen, die das Blühen verhindern.

  1. Möglichkeit: Hanfpflanze regelmäßig stutzen

Die offensichtlichste Lösung ist wohl das regelmäßige Stutzen der Pflanze. Somit kann die weitere Entwicklung der Cannabis-Pflanze unterbunden beziehungsweise immer wieder unterbrochen werden. Das Herunterschneiden der Blätter kann sich jedoch negativ auf die Ästhetik auswirken. Das sollte man vor allem dann bedenken, wenn das Gewächs als Deko dienen soll.

  1. Möglichkeit: Einsetzen von Pflanzenlampen

Wie bei jedem Naturgewächs sind die Umwelteinflüsse maßgeblich für die Entwicklung und das Wachstum einer Pflanze. Auch die Cannabis-Pflanze passt ihre Entwicklung an den natürlichen Verlauf der Lichtverhältnisse an. In der Regel beginnt die Blütephase bei Cannabis Mitte Sommer, wenn die Tage kürzer als zwölf Stunden sind.

Um dies zu verhindern, kann man mit einer entsprechend langen Belichtungszeit den Biorhythmus der Pflanze durcheinanderbringen. Von Beginn an sollte man die Hanfpflanze mindestens 18 Stunden lang mit der Pflanzenlampe bestrahlen. Diese Methode ist grundsätzlich effektiv, um ein Blühen zu verhindern. Allerdings ist sie in Anbetracht des hohen Stromverbrauchs auch sehr kostspielig.

  1. Möglichkeit: Auf autoflowering” Hanfsamen verzichten

Sowohl im Internet als auch beim lokalen Händler muss man beim Kauf von Hanfsamen zwei verschiedene Arten unterscheiden: Haben sie den Zusatzautoflowering, bedeutet das, dass die Pflanze automatisch zu blühen beginnt, wenn ihre Zeit gekommen ist. Bei Pflanzen aus anderen Samen muss die Blütephase jedoch manuell eingeleitet werden.

Verzichtet man also auf den Kauf von automatisch blühenden Cannabis-Samen, blühen diese unabhängig von den Lichtverhältnissen nie. Diese Variante ist wohl die unkomplizierteste von allen dreien.

Welchen Nutzen hat eine Hanfpflanze?

Für einige mag sich der Nutzen einer Cannabis-Pflanze ohne Blüten nicht erschließen. Dabei soll die Hanfpflanze ein echtes Allroundtalent sein.

Der legale Wirkstoff CBD (Cannabidiol) soll ein natürliches Schmerzmittel sein sowie Entzündungen hemmen und beruhigend wirken. Die Blätter der Hanfpflanze sind reich an Eisen, Kalzium und Magnesium und enthalten darüber hinaus nützliche Antioxidantien sowie Vitamin E. Auch die Mineralien Zink, Natrium und Kalium sollen der Pflanze ihre heilende und gesunde Wirkung verleihen.

Wer experimentierfreudig ist, kann die Blätter beispielsweise in einen Salat geben. Besonders beliebt unter CBD-Liebhabern ist außerdem Hanftee. Dafür müssen lediglich die Blätter getrocknet und anschließend nach Belieben aufgebrüht werden.

Jedoch muss die Pflanze nicht unbedingt einen bestimmten Zweck erfüllen – sie kann auch lediglich als Dekoration dienen.

Fazit

Hält man sich an die gesetzlichen Vorschriften des österreichischen Suchtmittelgesetzes, kann man problemlos und legal eine Hanfpflanze bei sich zu Hause heranzüchten und pflegen. Die Verwendungsmöglichkeiten sind durchaus vielfältig. Noch dazu ist die Pflanze schön anzusehen und kann bei guter Pflege ein echter Hingucker sein.