Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 24.10.2022

Sex in der Krise

Wir leben in herausfordernden Zeiten. Die Pandemie mit all ihren Auswirkungen auf Berufs- und Privatleben. Der Krieg in der Ukraine, dessen wirtschaftliche Folgen uns alle treffen. Viele Menschen haben Angst, sind beunruhigt, machen sich Sorgen um die Zukunft. Das wird zunehmend auch zur Belastungsprobe für Paare.

Bild 2210_O_Sex_Image.jpg
Besonders in Krisenzeiten ist es für Paare wichtig, sich gut umeinander zu kümmern, einander zuzuhören und auch mal Spaß miteinander zu haben. © Shutterstock

In Ausnahmesituationen fällt es besonders schwer, der Beziehung Aufmerksamkeit zu schenken. Die Herausforderungen zehren an den Nerven, der Frust wird oft am Partner ausgelassen. Bei vielen Paaren sind Streitereien an der Tagesordnung, während Sexualität kaum mehr gelebt wird. Dabei ist es gerade in Krisenzeiten wichtig, sich gut umeinander zu kümmern, einander zuzuhören und auch mal Spaß miteinander zu haben!

Sorgen und Stress als Sex-Killer. Natürlich darf es Zeiten geben, in denen Sex keine große Rolle spielt, weil andere Dinge Ihre ganze Energie erfordern. Vergessen Sie trotzdem nicht auf Körperkontakt! Umarmungen, Küsse, Massagen und Kuscheln sind auch im Beisein der Kinder möglich. Lassen Sie diese Phase allerdings nicht zu lange dauern! Sexualität erfüllt viele zwischenmenschliche Grundbedürfnisse wie Nähe, Zärtlichkeit, Lust, Zweisamkeit und Geborgenheit. Darüber hinaus werden beim Sex Glückshormone ausgeschüttet und Stresshormone abgebaut.

Fehlende emotionale Nähe im Alltag. Der häufigste Grund für wenig Sex ist fehlende emotionale Nähe im Alltag. Jeder ist mit sich selbst und seinen Aufgaben beschäftigt, die gemeinsame Zeit kommt viel zu kurz, Gespräche drehen sich meist um den Alltag, die Kinder, die nächste schlechte Nachricht. Vereinbaren Sie ein Rendezvous mit Ihrem Liebsten, am besten als Ritual an einem fixen Tag. Tragen Sie diesen Termin im Kalender ein und lassen Sie nichts dazwischenkommen! Machen Sie etwas Schönes miteinander und konzentrieren Sie sich dabei nur auf sich. Keine Gespräche über Alltagsangelegenheiten und keine Medien! Gönnen Sie sich ein feines Essen in Ihrem Lieblingsrestaurant, machen Sie einen Spaziergang, massieren Sie sich gegenseitig, genießen Sie gemeinsam ein Glas Sekt in der Badewanne – oder was immer für Sie beide passt. Konzentrieren Sie sich auf die positiven Seiten Ihres Partners. Was schätzen und lieben Sie an ihm? Sagen und zeigen Sie ihm das auch! In einer Atmosphäre der Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Zuneigung entwickelt sich eher Lust aufeinander. Sie können diese auch bewusst befeuern, indem Sie einander zum Beispiel aus einem erotischen Roman vorlesen, sich gemeinsam ein neues Sex-Toy kaufen oder miteinander ein erotisches Hörbuch anhören. 

Die Krise gemeinsam meistern.Wenn eine anhaltende psychische Belastung dauerhaft ignoriert wird, kann das schwerwiegende Konsequenzen für jeden Einzelnen ebenso wie für die Partnerschaft haben. Andererseits kann es Paare auch zusammenschweißen, gemeinsam eine Krise zu meistern. Eine schwere Zeit, die man Seite an Seite überstanden hat, verbindet. Wenn Sie das Gefühl haben, es nicht alleine zu schaffen, nehmen Sie lieber früher als später professionelle Hilfe in Anspruch! Ich bin gerne für Sie da. 

 

www.doriskaiser.com

So können Sie eine Beziehungskrise vermeiden:

Wer sich in einer Situation dauerhafter psychischer Belastung befindet, ist geistig und körperlich ständig angespannt. Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder autogenes Training können helfen, gelassener zu sein.

Äußere Umstände können wir nicht verändern. Was wir sehr wohl beeinflussen können, ist unsere innere Einstellung. Versuchen Sie, sich auf das Positive zu fokussieren und manchen Situationen mit einem Augenzwinkern zu begegnen. Humor ist in schwierigen Zeiten eine wich- tige Ressource! Über sich selbst und die kleinen Macken des Liebsten lachen zu können, macht das (Beziehungs-)Leben leichter und sorgt für eine positivere Stimmung. 

Achten Sie auf Ihren Medienkonsum! Seriöse Fakten geben Sicherheit, während ständiger Nachrichten- konsum und zu viel Zeit auf Social Media Ängste verstärken können.  

Sprechen Sie miteinander über Ihre Sorgen! Hören Sie einander zu, zeigen Sie Verständnis für die Probleme Ihres Gegenübers und unterstützen Sie sich gegenseitig. 

Vergessen Sie Ihre Probleme von Zeit zu Zeit. Schauen Sie sich gemeinsam einen lustigen Film an, hören Sie Gute-Laune-Musik oder blättern Sie in einem Fotoalbum mit schönen Erinnerungen.

Die eine oder andere Meinungsverschiedenheit lässt sich nicht vermeiden. Streiten an sich ist nichts Schlimmes, es kommt allerdings auf das Wie an. Achten Sie auf Ihre Streitkultur und tragen Sie Ihre Konflikte nicht vor den Kindern aus.   

Gehen Sie verschwenderisch mit liebevollen Gesten um! Komplimente, Umarmungen oder kleine Aufmerksamkeiten vermitteln Ihrem Partner Wertschätzung und nähren die Beziehung.