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Lifestyle | 28.09.2021

Segeln im Auto

Seit 2017 ist der KIA Stonic am Markt, mittlerweile ist er nach dem Ceed das beliebteste Modell der Koreaner in Österreich. Und das zurecht, wie unser zweiwöchiger Alltagstest der neuesten Generation gezeigt hat.

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Die Zweifarbenlackierung in Anthrazit und Gelb steht unserem Testwagen ganz hervorragend und hebt ihn wohltuend vom oftmals automobilen Einheitsbrei auf unseren Straßen ab. © Oberösterreicherin/DK

Ein Dreizylinder ist ein Dreizylinder und bleibt ein Dreizylinder. Damit muss ich mich auch beim KIA Stonic erst einmal anfreunden. Ist eine persönliche Macke, doch der lässige Crossover, wie die Koreaner den Stonic bezeichnen, macht es mir dennoch leicht. Ihn nicht zu mögen, ist nahezu unmöglich. Schon allein wegen seiner erfrischenden Optik! Die Zweifarbenlackierung in Anthrazit und Gelb steht unserem Testwagen ganz hervorragend und hebt ihn wohltuend vom oftmals automobilen Einheitsbrei auf unseren Straßen ab. Die optischen Individualisierungsmöglichkeiten sind so vielfältig, dass jeder seinen höchstpersönlichen Stonic bestellen kann. „Kunden legen heute viel Wert auf Individualisierung“, bestätigt auch KIA-Produktmanager Ivan Batard.

Und was den Klang des Motors betrifft, muss ich nach kurzer Eingewöhnungszeit zugeben, dass er mich weitaus weniger stört als befürchtet. Das hat möglicherweise auch damit zu tun, dass er an ein intelligentes Schaltgetriebe (iMT – intelligent Manual Transmission) gekoppelt ist. In Kombination mit der elektronisch gesteuerten Kupplung kann der Motor bei Bedarf vom Getriebe entkoppelt werden. In der Praxis bedeutet das: Braucht man den Motor nicht und nimmt man den Fuß vom Gaspedal, wird er abgestellt und der Wagen geht in den Segel-Modus. Das macht beim entspannten Gleiten über die Schnellstraße ebenso Sinn wie in der City, wenn man auf eine Kreuzung zurollt – und es hilft beim Spritsparen und schont das Familienbudget. Genauso wie das Mild-Hybrid-System, mit dem unser Stonic ausgestattet ist. Was wirklich gewöhnungsbedürftig ist: Der Wagen startet nur ohne eingelegten Gang.  

Der Innenraum entspricht vollkommen den Erwartungen in dieser Klasse. Das Armaturenbrett ist tadellos verarbeitet und übersichtlich gestaltet. Der Touchscreen ist auf acht Zoll angewachsen und lässt sich einfach bedienen. Ein großer Pluspunkt: Jene Funktionen, die am häufigsten gebraucht werden, wie Klimaanlage und Lautstärke, lassen sich über Drehregler und Tasten einstellen. Da freut man sich über ein bisschen oldschool!

Technisch und optisch aufgefrischt macht der Stonic, der 2017 auf den Markt gekommen ist, in seiner neuesten Version großen Spaß (sogar als Dreizylinder) und besticht durch gute Alltagstauglichkeit, umfangreiche Serienausstattung und unzählige Individualisierungsmöglichkeiten. Nicht umsonst ist dieses Modell nach dem Ceed in Österreich bereits die Nummer zwei!

Daten & Fakten:

Kia Stonic Gold 1.0 T-GDI 48V-Mildhybrid (iMT), 120 PS/88 kW, Herstellerverbrauch: 5,1 – 5,6 l/100 km, Testverbrauch: 5,5 - 6,2 l/100 km; Preis Testmodell: 25.590 Euro. Zu haben ist der Stonic ab 18.590 Euro.