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Lifestyle | 18.11.2020

Schluss mit der Sex-Flaute

Natürlich darf es Phasen geben, in denen Sex keine große Rolle spielt. Aber es sind gerade die intimen Stunden, die zusammenschweißen. Körperliche Liebe stillt nämlich viele Bedürfnisse wie Nähe, Lust, Begehren und Geborgenheit.

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© Thom Trauner

Wenn man frisch verliebt ist, fällt man bei jeder Gelegenheit übereinander her. Doch dann kommt der Alltag und mit den verschiedenen Lebensphasen verändern sich sowohl die Bedürfnisse als auch das sexuelle Verlangen. Statt Leidenschaft gibt es oft Langeweile im Schlafzimmer. Die gute Nachricht ist: Es ist gar nicht so schwierig, wieder Schwung in das Sexualleben zu bringen. 

Zuallererst dürfen Sie sich von der Ausrede „Wir haben keine Zeit“ verabschieden. Meistens hat alles andere Vorrang – die Kinder, der Job, der Haushalt. Doch wenn Ihnen Ihre Beziehung wichtig ist, sollten Sie Ihrem Partner sowie den Themen Lust, Leidenschaft und Sex mehr Priorität einräumen. 

Intime Stunden schweißen zusammen.

Natürlich darf es Phasen geben, in denen Sex keine große Rolle spielt. Das Leben ist lebendig und von Zeit zu Zeit fordern andere Aufgaben unsere ganze Aufmerksamkeit. Erinnern Sie sich aber auch wieder daran, dass es gerade die intimen Stunden sind, die zusammenschweißen. Körperliche Liebe stillt nämlich viele Bedürfnisse: Nähe, Intimität, Zärtlichkeit, Lust, Begehren, Geborgenheit.

Fehlende Nähe im Alltag.

Der häufigste Grund für wenig Sex ist fehlende Nähe im Alltag. Vereinbaren Sie deshalb ein Rendezvous mit Ihrem Liebsten, am besten als Ritual an einem fixen Tag. Tragen Sie diesen Termin im Kalender ein und halten sie ihn auch unbedingt ein! Schenken Sie sich ungeteilte Aufmerksamkeit – ohne Handy, ohne Fernseher, ohne Kinder. Machen Sie etwas Schönes miteinander. Ein Restaurant-Besuch, ein Spaziergang, ein Glas Prosecco in der Badewanne – es gibt so viele Möglichkeiten, als Paar eine gute Zeit miteinander zu verbringen. Daraus darf sich dann natürlich auch Sex entwickeln, muss aber nicht. 

Gerade Menschen, die viel Stress und wenig Zeit füreinander haben, sollten sich hin und wieder eine Auszeit nehmen. Wellnessen, Wandern, Schifahren oder was auch immer Sie gerne tun – gemeinsame Erlebnisse verbinden. Außerdem ergeben sich während eines Tapetenwechsels oft andere Gesprächsthemen als zu Hause.

Liebesleben täglich bereichern.

Auch und gerade im Alltag können Sie viel dafür tun, um Ihr Liebesleben zu bereichern – am besten täglich! Das muss weder viel Aufwand bedeuten noch Geld kosten. Es gibt dutzende Kleinigkeiten, die kaum Zeit beanspruchen und Sie einander näherbringen. Das sind zum Beispiel Begrüßungs- und Abschiedsküsse, eine bewusste Umarmung zwischendurch, eine nette Nachricht auf einem Zettel oder ein ehrlich gemeintes Kompliment.

Lust auf mehr machen.

Eine Atmosphäre der Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Zuneigung macht Lust auf mehr. Lust auf Nähe, Lust auf Zärtlichkeit, Lust auf Sex. Nehmen Sie sich Zeit dafür! Sie wissen nicht recht, wie Sie einen erotischen Abend gestalten können? 

Hier ein paar Anregungen: Massieren Sie sich gegenseitig mit duftendem Öl und lauschen Sie dabei vielleicht gemeinsam ein erotisches Hörbuch. Bemalen Sie sich gegenseitig mit essbarer Körperfarbe oder spielen Sie ein anregendes Brettspiel für Erwachsene. Überraschen Sie Ihren Liebsten mit aufregenden Dessous oder teilen Sie eine erotische Fantasie. Wenn Sie schon länger keinen Sex mehr haben und das Gefühl vorherrscht, sich immer mehr auseinanderzuleben, nehmen Sie lieber früher als später professionelle Hilfe in Anspruch! Ich bin gerne für Sie da.

Doris Kaiser - Die Sexualberaterin für Frauen