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Lifestyle | 17.10.2018

San Francisco – Goldene Stadt

Für einen Trip in die schönste Stadt an der Westküste, wenn nicht der ganzen USA, solltest du genug Zeit einplanen. Eine kleine Auswahl an unbedingten Must-sees und Must-dos in der „Golden City“ findest du auf den nächsten Seiten.

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(© Shutterstock, Patrickcam, mliu92, Opulent Chef, 2018)

Everybody’s Favorite City“ – ihren Beinamen trägt San Francisco wohlverdient: eine einzigartige Architektur, imposante Ausblicke, kulturelle Attraktionen, vielfältige Communities und eine erstklassige Gastronomie- und Lokalszene zeichnen die Küstenstadt im Bundesstaat Kalifornien aus. Neben beeindruckenden Sehenswürdigkeiten, wie die Golden Gate Bridge, die Gefängnisinsel Alca­traz, die Cable Cars, die „Painted Ladies“ oder die größte amerikanische Chinatown, bietet sie einen weiteren Vorteil: Mit „nur“ rund 870.000 Einwohnern und einer beschaulichen Größe von 120 Quadratkilometern lässt sich die kalifornische Metropole und europäischste aller amerikanischen Städte sogar ideal zu Fuß erkunden.  

Die berühmteste Brücke der Welt. San Francisco lockt mit einer großartigen Aussicht über den Pazifischen Ozean und die oft nebelverhangene San Francisco Bay. Die Meerenge zwischen der Bucht und dem Marin County nördlich der Halbinsel, auf der San Francisco liegt, überspannt die gewaltige orange leuchtende Golden Gate Bridge. Die 2,7 Kilometer lange, 27,5 Meter breite und sechs Fahrbahnen umfassende Brücke ist ein wahres Meisterwerk der Ingenieurskunst. Sie ist, was der Eiffelturm für Paris oder die Tower Bridge für London ist, und als das berühmteste Wahrzeichen der Stadt unbedingt einen Besuch wert – ob mit dem Auto (die Maut an der Brücke ist elektronisch zu bezahlen, bis zu 30 Tage vor oder bis zu 48 Stunden nach der Überquerung), mit dem Fahrrad oder zu Fuß.

Besuch auf Alcatraz. Eine tolle Aussicht auf die atemberaubende Skyline von San Francisco – wie auch auf die Golden Gate Bridge – hat man auch auf der Überfahrt mit dem Boot zur legendären Gefängnisinsel Alcatraz, Schauplatz spannender Hollywoodfilme und heute ein Museum und eine bekannte Touristenattraktion. Von einer Audiotour mit spannenden Erzählungen von Gefängnisausbrüchen begleitet, kann man durch die Zellen des ehemaligen Hochsicherheitsgefängnisses streifen, in denen einst u.a. Obergangster Al Capone einsaß. Ein Besuch von Alcatraz ist ein absolutes Muss für alle Besucher der Stadt, aber Achtung: unbedingt vorher reservieren! Wer die Tickets nicht am besten schon vor dem Urlaub bestellt, hat keine Chance mehr, welche zu bekommen. 
Alcatraz hat übrigens auch eine sanfte Seite: Die Insel beherbergt neben Hochsicherheitstrakt und Leuchtturm auch bunt blühende Gärten mit Rosen, Sukkulenten, Feigenbäumen und Lilien – ein krasser Gegensatz zum düsteren Gefängnistrakt.

 

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Beeindruckend: die Gefängnisinsel Alcatraz (© Shutterstock, Patrickcam, mliu92, Opulent Chef, 2018)

Culinary Wonderland. Auch in kulinarischer Hinsicht gibt San Francisco viel her. Wer genug hat von Burgern und Co., findet im Ferry Building Marketplace am Embarcadero ein kulinarisches Wonderland mit einem großen Angebot an Bio-Ware aus heimischer Produktion sowie tollen Feinschmeckerrestaurants. Aber auch außergewöhnliche Geschmackserlebnisse kann man in der „Golden City“ erleben. Im „Opulent Chef“ beispielsweise bietet Chefkoch Michael Magallanes „High-Lights“ im wahrsten Sinne des Wortes an: Als einer der zehn besten Cannabis-Köche Amerikas verwendet er für seine „crazy creations“ Haschisch, das durch Kaltwasser-Filterung gewonnen und mithilfe von Molekulartechnologie in Kokosöl eingearbeitet wird. Mit diesem Cannabis-Kokosöl bereit der Chefkoch feinste Speisen zu – ein Genusstrip der „berauschenden“ Art. 

Ein Zimmer für jeden Geschmack. Nach dem Abendessen geht‘s erst einmal zurück ins Hotel. Wie San Francisco selbst, erfindet sich auch die Hotelszene in der „City by the Bay“ ständig neu. So dürfen sich Urlauber 2018 auf einige neue und neu-renovierte Hotels freuen. So bunt wie die Stadt selbst zeigt sich etwa das San Francisco Proper Hotel in unmittelbarer Nähe zum Union Square – dem zentralen Einkaufs-, Hotel- und Thea­terviertel der Stadt – mit seinem exzentrischen, an die Fifties angelehnten Design mit einem wilden Mix an Farben, Formen und Prints. Wer es lieber clean und minimalistisch mag, dürfte sich im VIA San Francisco mit der 180 Quadratmeter großen Dach­terrasse wohlfühlen. Brandneu ist auch das AC Hotel San Francisco in der Nähe des Flughafens, das sich besonders für Geschäftsreisende anbietet. Weitere Hotels, die 2018 eröffnet haben, sind das Virgin Hotel San Francisco, das YOTEL San Francisco sowie die Lodge at the Presido, ein kleines Boutiquehotel mit direktem Blick auf die Golden Gate Bridge.

Bar Hopping in San Francisco. Wieder ausgeruht, steht dem Erkunden des Nachtlebens in San Francisco nichts mehr im Weg. Die Barszene der Stadt ist so individuell wie die Stadt selbst. Offizielle Partymeile des Mission District ist die Valencia Street. Live-Auftritte gibt es regelmäßig im „The Chapel“ oder im „The Elbo Room“, das im Erdgeschoß mit einer Bar und entspannten Getränken wartet. San Franciscos Alternativszene ist in der Haight Street zu Hause – 08/15-Einrichtungen sind hier jedenfalls nicht zu finden. Auf Nachtschwärmer warten zum Beispiel das „Nickies“ und die Peacock Lounge, in denen kräftig abgetanzt werden kann.

 

Must-sees und Must-dos
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Lombard Street: Die kurvenreichste Straße sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. (© Shutterstock, Patrickcam, mliu92, Opulent Chef, 2018)
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Die viktorianischen „Painted Ladies“. (© Shutterstock, Patrickcam, mliu92, Opulent Chef, 2018)
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Echt steil: Filbert Street und 22nd Street. (© Shutterstock, Patrickcam, mliu92, Opulent Chef, 2018)
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Graffiti-Street-Art und bemalte Mauern in den Straßen des Mission District. (© Shutterstock, Patrickcam, mliu92, Opulent Chef, 2018)
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Chefkoch Magallanes bei der Zubereitung seiner kulinarischen „High-Lights“. (© Shutterstock, Patrickcam, mliu92, Opulent Chef, 2018)
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Children‘s Creativity Museum. (© Shutterstock, Patrickcam, mliu92, Opulent Chef, 2018)
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Die Gärten von Alcatraz. (© Shutterstock, Patrickcam, mliu92, Opulent Chef, 2018)
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San Franciscos Chinatown: eines der größten chinesischen Viertel außerhalb Asiens. (© Shutterstock, Patrickcam, mliu92, Opulent Chef, 2018)

Chillen am Alamo Square. Nach so viel Sightseeing – und der nächtlichen Lokaltour – gönnt man sich gerne eine Verschnaufpause: Entweder man verbringt diese in einem der vielen Parks der Stadt, oder man genießt sie bei grandioser Aussicht auf die berühmten „Painted Ladies“, einen steilen Straßenzug mit farbenprächtig angestrichenen viktorianischen Holzhäusern aus dem 19. Jahrhundert. Früher Spielhöllen und Bordelle („Painted Ladies“ ist ein Slang-Begriff aus dem 19. Jahrhundert für Prostituierte), sind die einzigartigen Holzhäuser heute Wohnhäuser. Sie gehören zu den meistfotografierten Motiven San Franciscos.

Cable Cars. Ein perfektes Fotomotiv geben auch die historischen Cable Cars ab. Seit 1873 rattert die Straßenbahn mit 15 Stundenkilometern bereits durch die Innenstadt und kutschiert Fahrgäste die Hügel der Stadt hinauf und hinunter. Ob sich die fünf Dollars pro Strecke und eine Wartezeit von 30 Minuten, um einen Platz in der beliebtesten Linie 60 zu ergattern, lohnen, sei jedem selbst überlassen. Fest steht, die historischen Waggons, die seit 1964 ein Nationaldenkmal der USA sind und denen sogar ein eigenes Museum gewidmet ist, sind
auch – und ganz besonders – von außen schön anzusehen.

Familienzeit ist Kunstzeit. Und für alle, die mit Kind(ern) unterwegs sind, lohnt es sich, die zahlreichen Museen und Galerien zu besuchen, die schon für die Kleinsten Fantastisches zu bieten haben: Das Children’s Creativity Museum bietet viel Stoff für Kreativität und innovatives Denken. Kinder im Alter von zwei bis zwölf Jahren können im Musikstudio beispielsweise ihr eigenes Musikvideo aufnehmen oder mit kinetischem Sand Skulpturen schaffen. Weiters gibt es das De Young Museum mit seinen international bedeutenden Ausstellungen oder das San Francisco Museum of Modern Art, dessen Exponate und Angebote Erwachsenen- wie Kinderaugen staunen lassen.

Und last but not least zum einzigen Nachteil der Stadt, den der britische Literatur-Nobelpreisträger Rudyard Kipling so treffend auf den Punkt gebracht hat: „San Francisco has only one drawback – ‘tis hard to leave.“