Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 26.04.2017

RESSOURCEN SCHÜTZEN – AUCH BEI DEINEM EINKAUF

Beim Wocheneinkauf im Supermarkt sowie beim City-Shopping: Mit ein paar Tricks lässt sich die Umwelt schützen. Das funktioniert einerseits durch eine bewusste Kaufentscheidung, andererseits durch das Mitnehmen einer eigenen Einkaufstasche.

Bild Bild 1.jpg
Ressourcen lassen sich auch auf dem nahegelegenen Wochenmarkt optimal schützen - meist ganz ohne Verpackungen. (© william87, fotolia.com)

Plastikmüll vermeiden: Auf die Verpackung achten

Die nachhaltigen Kauftipps zielen darauf ab, das Umweltbewusstsein der Menschen zu stärken. Dabei ist unter anderem das Verpackungsmaterial ein wichtiger Punkt. Die Verbraucher erhalten immer mehr Hinweise, wie sie selbst die Abfallmenge beeinflussen können. Und auch die Warenhäuser und Supermärkte tun inzwischen etwas gegen den übermäßigen Einsatz von Plastiktüten. Auf diese Weise hilft jeder, die Natur zu schonen, denn der Müll reduziert sich dadurch deutlich. Als Beitrag für den Umweltschutz setzt die Lebensmittelindustrie mittlerweile häufiger auf nachhaltige Verpackungen, die trotzdem die gewünschte Schutzfunktion bieten.
Wenn sich die umweltbewussten Verbraucher häufiger für Produkte entscheiden, deren Verpackungen biologisch abbaubar sind oder dem Recycling zugeführt werden, dann zeigt das eine sichtbare Auswirkung: Immer mehr Händler tendieren dazu, die Lebensmittel sowie andere Verkaufsartikel anders zu verpacken und den Einsatz von Plastik zu minimieren. Trotzdem geht es in vielen Fällen gar nicht ohne Karton oder Kunststoff, denn gerade die Nahrungsmittel benötigen einen gewissen Schutz. Nur durch eine sichere Verpackung kann sichergestellt werden, dass die Lebensmittel nicht verderben.


Ressourcenschutz und Umweltbewusstsein in Österreich

Weltweit ist jedes Land für seinen eigenen Beitrag zum Ressourcenschutz verantwortlich. In der EU gibt es grenzübergreifende Richtlinien, die dazu dienen, die Nachhaltigkeit voranzutreiben. Das Land Österreich gehört zu den engagierten Vertretern, wenn es um den Umweltschutz geht. Beim Blick auf bisher realisierte Projekte, die den Österreichern besonders am Herzen liegen, ist das nicht zu übersehen. Hinzu kommen internationale Initiativen, die auch hier engagiert durchgesetzt werden. Wer sich bewusst macht, wie viele Plastiktüten allein in der EU verbraucht werden, der wird gerne mit daran arbeiten, die Menge zu reduzieren. Den jährlichen Verbrauch von Plastiktüten schätzt man weltweit auf rund eine Billion. Rund 90 % davon finden sich nach einmaliger Benutzung auf den wachsenden Müllhalden wieder oder sogar im Meer. Wenn man sich bewusstmacht, dass der Zerfall einer Plastiktüte mindestens 100 Jahre dauert, dann ist das eine große Bedrohung für die Natur.


Wie lassen sich Verpackungen auf nachhaltige Weise verbessern?

Eine Verpackung soll dafür sorgen, dass die Ware nicht verdirbt und nicht schmutzig wird. Gerade bei flüssigen oder zerbrechlichen Lebensmitteln (Milch, Eier) ist das selbstverständlich. Allerdings ist es nicht erforderlich, Gemüse und Obst wie Gurken, Möhren, Äpfel und Trauben in Plastikfolie einzupacken. In vielen europäischen Ländern fällt durch die unnötigen Verpackungen sehr viel Müll an, der sich vermeiden ließe.
Die Lebensmittelindustrie muss hier umdenken und den Einsatz von Plastik vermeiden. Verbraucher, die häufig für den Einkauf verantwortlich sind – in vielen Haushalten sind es immer noch die Frauen – können durch ihre Kaufentscheidungen das Verhalten der Industrie beeinflussen. Wer zu den Produkten ohne Verpackung oder in Papiertüten greift, der fördert damit diejenigen Firmen, die sich bereits dem Umweltschutz verschrieben haben. Auch auf den regionalen Einzelhandel kann sich diese logische Vorgehensweise positiv auswirken.
Die Textilhersteller verwenden ebenfalls oft zu viel Kunststoff, sei es bei den Verpackungen oder beim Ausgeben von Plastiktüten beim Kleiderkauf. Doch mittlerweile müssen die Kunden diese Tüten immer öfter bezahlen. Die Folge ist schon jetzt zu sehen: Auch die Fashionistas, die gerne Shopping gehen, lassen sich nicht in jedem Laden eine weitere Plastiktüte geben. Stattdessen nehmen sie eine größere Tasche mit, in der genügend Platz für die neuen Errungenschaften ist.
Für viele Kunden scheinen die kostenpflichtigen Plastiktüten ein überzeugendes Argument zu sein, denn seitdem sind die Verbrauchszahlen deutlich zurückgegangen. Auch wenn es nur ein paar Cent sind, verzichtet man lieber auf die Tüte und steckt sich lieber eine faltbare Tasche für den Einkauf ein. Ebenfalls interessant sind die Erfahrungen der verpackungsfreien Geschäfte, in denen die Kunden gleich ihre eigenen Behälter auffüllen.

Bild Bild 2.jpg
Durch das neuerdings erhobene Entgeld für Plastiktüten trägt der Einzelhandel einen großen Teil zum Umweltschutz bei. (© arborpulchra, fotolia.com)

Funktion und Design bei Lebensmittelverpackungen

Meistens sind es die eingeschliffenen Gewohnheiten, die das Aussehen und die Schutzfunktion der Verpackungen bestimmen. Zudem lassen sich Recycling-Materialien für die Verpackung nur mit den entsprechenden Randbedingungen herstellen. Für die Produktion von Biokunststoff sind landwirtschaftliche Flächen nötig, die womöglich nicht zur Verfügung stehen. In einem solchen Fall stellt sich die Frage, ob die Herstellung von solchen Materialien sinnvoll ist.
Ein weiterer Punkt bezieht sich auf die veränderten Essgewohnheiten. Die Verbraucher wünschen sich einfach zu handhabende Verpackungen, aus denen sie die sogenannten „Convenience“-Lebensmittel bequem genießen können. Ein Verschluss, der sich wieder verschließen lässt und vielleicht sogar ein integriertes Plastikbesteck machen eine solche Verpackung besonders praktisch. Gleichzeitig wünschen sich die älteren Verbraucher eine gut lesbare Beschriftung und ein unkompliziertes Deckelsystem. Schwer zu öffnende Getränkebehälter oder Joghurtdeckel, die einreißen - solche Mängel schrecken die Kunden ab.
Es gibt also noch viel Verbesserungspotenzial, das auf die Lebensmittelindustrie wartet.

Wichtige Umweltschutzprojekte in der EU und in Österreich

Die verschiedenen Umweltschutzaktionen sollen das Interesse der Verbraucher wecken und einen guten Weg in die Zukunft weisen. Das wird vor allem bei der Initiative klima:aktiv deutlich, die seit 2004 realisiert wird. Das Umweltministerium für aktiven Klimaschutz möchte damit die nachhaltige Strategie in Österreich vorantreiben. Hier geht es um ressourcenschonende Produkte und Dienstleistungen, die von der Politik, den Verbrauchern und den Wirtschaftsunternehmen wahrgenommen werden sollen. In diesem Sinne werden auch spezielle Maßnahmen koordiniert, die sich beispielsweise mit der verstärkten Nutzung von regenerativen Energien befassen. Bau- und Sanierungsmaßnahmen gehören ebenso dazu wie Mobilität.
Im Umweltschutz geht es außerdem um die folgenden Aktionen:

  • Stärkere Sensibilisierung der Industrie sowie der Verbraucher,
    • verbesserte Informationspolitik mit mehr Transparenz,
    • offensive Beratung,
    • Aktualisierung der Qualitätssicherungsstandards,
    • gezielte Vernetzung der Kooperationspartner,
    • Initiierung von sinnvollen Projekten.

Mithilfe dieser Schritte soll die Präsenz des österreichischen Umwelt- und Klimaschutzes weiterhin verbessert werden.


Was ist mit Elektrogeräten?

In der heutigen Zeit wird beim Kauf von Haushalts- und anderen Elektrogeräten immer das Energieetikett geprüft. Niemand möchte zu viel Strom verbrauchen, sei es beim Wäschewaschen oder beim Fernsehen. Vor der Kaufentscheidung wird die Effizienzklasse geprüft, doch das reicht manchmal nicht aus. Wer wissen möchte, wie hoch der Stromverbrauch tatsächlich ist, sollte beim Fachhändler nachfragen.
Im Allgemeinen muss man bei den älteren Geräten damit rechnen, dass die Energieeffizienz weniger gut ist als bei den modernen Artikeln. Ein alter Kühlschrank kann zum echten Stromfresser werden, während die innovativen Kühlgeräte mit der Kennzeichnung A+++ deutlich sparsamer sind. Wer seinen Haushalt mit neuen Geräten ausstattet, kann im Jahr seine Stromkosten deutlich senken. Bei den modernen Wasch- und Spülmaschinen ist zudem oft eine Reinigungsautomatik integriert. Diese passt die Wassermenge an den Verschmutzungsgrad und die Menge des Inhalts an, sodass der Verbrauch der Ressourcen reduziert wird. Bei einem gleichbleibenden Reinigungsergebnis schont man also nicht nur seinen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Der Rohstoffverbrauch

Die Verpackungs- und Umweltexperten haben festgestellt, dass der Verbrauch von Rohstoffen stärker überwacht werden muss. Hier sollte man etwas verbessern, denn die Ressourcen stehen nicht in unendlicher Menge zur Verfügung. Genau darum ist es so wichtig, das Verpackungssystem zu überdenken und eine umweltfreundlichere Lösung zu finden. Diese ist auch gleichzeitig wirtschaftlicher, denn durch weniger Verpackungsmaterial reduzieren sich das Gewicht und die Transportkosten.
Die Wiederverwertbarkeit ist ein unübersehbares Argument für Mehrfach-Verpackungen. In Österreich setzen bereits immer mehr Firmen auf Recycling, allerdings bedeutet das auch, dass man beispielsweise Altpapier besser trennen muss. Gerade hier handelt es sich um einen wichtigen Sekundär-Rohstoff. Durch die Trennung von bedrucktem und einfachem Altpapier wäre es möglich, das Recycling-Papier noch hochwertiger zu machen.

Bild Bild 3.jpg
In den Kühlregalen der Supermärkte tummeln sich tonnenweise Verpackungsmaterialien, die es dringend zu überdenken gilt. (© Sergey Ryzhov, fotolia.com)

Hinweise von Greenpeace Austria

Um im eigenen Haushalt den Plastikmüll zu reduzieren, hält Greenpeace Austria ein paar Tipps bereit. Diese zeigen, wie leicht es sein kann, seine Gewohnheiten umzustellen und zumindest in kleinen Schritten die Umwelt zu schonen.

  • Anstelle von Plastiktaschen die eigenen Taschen mitnehmen,
    • Plastiktüten mehrmals verwenden,
    • Mehrwegflaschen anstelle von Einwegflaschen benutzen,
    • anstelle von Plastikfolie dicht verschließbare Behälter zum Frischhalten verwenden,
    • auf Wegwerfgeschirr verzichten,
    • Verpackungsmaterial gleich im Geschäft oder Supermarkt entsorgen (um Zeichen zu setzen),
    • als Vorbereitung zum Recycling den Müll richtig trennen,
    • Kosmetika ohne Mikroplastik kaufen,
    • vorbildlich handeln und keinen Müll liegen lassen.

Natürlich bittet Greenpeace Austria auch um eine Unterschrift, mit der sich die Verbraucher gegen die Benutzung von Wegwerf-Plastik aussprechen. In der EU hat man sich zu einem Kompromiss entschieden, der sich auf die Reduzierung von Plastikmüll bezieht. Hier heißt es beispielsweise, dass noch immer die dünnwandigen Tüten für Obst eingesetzt werden dürfen. Es gibt also in der EU und damit auch in Österreich noch viel Verbesserungspotenzial im Rahmen des Umweltschutzes.
Verpackungsmüll und den Gebrauch von Plastiktaschen reduzieren, hier sollte man an die Zukunft denken und konsequent bleiben. So schwierig ist es schließlich nicht, im Voraus zu planen. Das gilt für die clevere Hausfrau ebenso wie für die modebegeisterte Frau. Umweltschutz ist überall und beginnt im Kleinen. Ressourcen kann man schon durch kleine Umstellungen schonen, vor allem, wenn man das auch nach außen hin transportiert. Je mehr Menschen man mit der umweltbewussten Einstellung ansteckt, umso besser.