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Lifestyle | 17.12.2014

Prickelnder Luxus im Glas

Weihnachten, Silvester, Geburtstag: Sekt trinken viele Menschen nur zu besonderen Anlässen. Dabei passt das feine Getränk weitaus öfter, als man denkt, und ist ein ausgezeichneter Speisenbegleiter.

Als Aperitif oder um auf einen besonderen Anlass anzustoßen – so kennt man Sekt. Frauen trinken gern auch mal ein Glas Prosecco mit der besten Freundin. Und wenn es etwas ganz Wichtiges gibt, darf es eine Flasche Champagner sein. Doch wer prickelnden Luxus im Glas möchte, muss dafür gar nicht in die Ferne nach Italien oder Frankreich schweifen. Österreichische Winzer produzieren seit Jahren Sekt in Spitzenqualität.

 

Guter Wein wird bester Sekt

„Zuerst machen wir guten Wein und dieser wiederum bildet die Grundlage für unseren qualitativ hochwertigen Sekt“, erklärt Karl Steininger vom gleichnamigen Weingut in Langenlois. „Dieser Vorgang ist mit viel Arbeit und Aufwand verbunden. Darum kostet Sekt auch immer mehr als Wein. Es bedeutet aber auch, dass ich den Wein immer besser mache, wenn ich ihn versekte.“

Champagner, Sekt, Prosecco, Frizzante, Spumante – dass viele Kunden ob des großen Angebots überfordert sind, versteht der Experte. Es sei wie beim Wein, dort gebe es auch alles – von der güns-tigen Basis bis zum teuren Smaragd. „Der Kunde muss sich selbst orientieren und entscheiden, wo er sich bewegen will“, sagt Steininger. 

 

Abendfüllender Begleiter

Österreichischer Sekt werde oft unterschätzt oder eben nur zu Anlässen getrunken. Dabei ist er das ganze Jahr über ein ausgezeichneter Begleiter. Und abendfüllend, wie der Winzer betont. „Leider wird bei uns der Sekt meist als Aperitif oder zur Vorspeise getrunken“, sagt er. Dabei passe er weitaus häufiger zu verschiedenen Speisen als etwa kräftiger Wein. 

„Und Sekt hat noch einen entscheidenden Vorteil“, fügt Steininger lachend hinzu. „Während nach einem Wein-Menü alle müde sind, fängt nach einem Sekt-Menü der Abend erst so richtig an!“

Bei der Qualität gibt es große Unterschiede. Entscheidend dafür sind die Grundlage, also der Wein, und der Verarbeitungsprozess. Karl Steininger etwa produziert seinen Sekt nach der traditionellen Flaschengärmethode. Das heißt, dass der Wein behutsam einer zweiten Gärung in der Flasche unterzogen wird. Vollkommen anders als beim Frizzante etwa, der lediglich beim Abfüllen mit Kohlensäure versetzt wird, um den Perl-Effekt zu erzeugen. Der Nachteil: Man schmeckt beim Trinken nur die Kohlensäure und bekommt im schlimmsten Fall schon nach dem zweiten Glas Magenweh. 

„Das Wichtigste beim Sekt ist, die Feinheit der Kohlensäure zu integrieren“, weiß der Experte. „Dadurch werden das Aroma und die Bukettstoffe gehoben. Natürlich hat diese Qualität ihren Preis, aber dafür darf man sich auch einen ausgesprochen feinen Sekt erwarten.“

 

Nicole Madlmayr

Was Sie über Sekt wissen müssen

Sekt sollte grundsätzlich dunkel und kühl gelagert und erst kurz vor dem Servieren eingeschenkt werden. Längere „Stehzeiten“ im Glas mag das edle Getränk ebenso wenig wie das Tiefkühlfach. Darunter leidet die Qualität.

 

Ein Sektglas sollte farblos sein und am besten eine hohe, schmale Flötenform haben, damit der Sekt sein Aroma entfalten kann. Es gibt sogar Gläser mit so genanntem Moussierpunkt. Das ist eine kleine aufgeraute Stelle am Glasboden, die das Aufsteigen der Kohlensäurebläschen fördert.

Das Glas wird übrigens nicht voll, sondern nur etwa bis zu zwei Dritteln gefüllt. So kann sich die Geruchsvielfalt voll entfalten.

 

Vorsichtig sollte man beim Spülen der Sektgläser sein. Spülmittel kann nämlich dafür sorgen, dass der Sekt nicht mehr perlt. Besser ist es, die Gläser mit klarem, heißem Wasser abzuspülen.

 

Welcher Sekt zu welchen Speisen getrunken wird, ist Geschmackssache. Grundsätzlich gilt: Weißer und Rosé-Sekt passen hervorragend zu Vorspeisen, hellem Fleisch, Fisch und Süßem. Roter Sekt hingegen harmoniert mit dunklem Fleisch.