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Lifestyle | 31.01.2020

Ökologisches Bauen

Bauherren und Bauherrinnen aufgepasst! Diese fünf nachhaltigen Hausbau-Trends geben die Richtung für eine bessere Zukunft vor.

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© Shutterstock

Wer ein Haus kauft und saniert oder einen Neubau plant, steht häufig vor der Qual der Wahl: Fertighaus oder Massivhaus? Wie „intelligent“ soll mein Haus sein? Welche Materialien kann ich sonst noch verwenden, und vor allem – heuer ein großes Thema – wie energieeffizient lässt sich mein Traumhaus planen? Immer häufiger wird beim neuen Eigenheim auf eine zukunftsorientierte und natürliche Bauweise gesetzt, mit komfortabler intelligenter Gebäudetechnik kann zudem langfristig jede Menge Zeit und Geld eingespart werden. Egal, wofür man sich entscheidet, mit einem Fachmann an der Seite ist man immer am besten beraten. Das sind die Hausbau-Trends des Jahres! 

 

Nachhaltige Baustoffe

Sie planen, Ihr Haus ökologisch zu bauen oder zu sanieren? Dann ist die Wahl der Baustoffe entscheidend: Regional, nachwachsend, natürlich und chemiefrei – und zwar vom Mauerwerk über den Bodenbelag bis hin zum Dach – sind die Schlüsselwörter. 

 

Holz ist der wohl älteste Baustoff überhaupt. Es ist als einziger Wandbaustoff CO2-neutral und damit ausgesprochen klimafreundlich, hat eine gute Wärmedämm- wie auch Wärmespeicherkapazität, kann nach einer Demontage wiederverwendet werden und gibt bei Behandlung mit ökologischen Materialien in der Regel keine Schadstoffe ab, somit ist ein Holzhaus für Allergiker bestens geeignet. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der Rohstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt, vorzugsweise aus den heimischen Wäldern. 

Ziegel bestehen aus Ton, Lehm oder tonhaltigen Massen, erfordern bei der Herstellung zwar viel Energie, punkten dafür aber mit ihrer Langlebigkeit und einem ausgesprochen guten Wärmeschutz. Dämmmaterial kann raumsparend in die Hohlräume der Ziegel integriert werden, dadurch werden besonders gute Dämmwerte erreicht. 

Lehm ist aufgrund unserer Wettergegebenheiten nur für den Innenausbau geeignet, zeichnet sich hier, als Lehmputz an der Wand aufgetragen, aber durch eine sehr gute feuchtigkeitsregulierende und wärmespeichernde Wirkungsweise aus. 

Flachs, Hanf, Kokosfasern, Schafwolle, Schilf und Stroh werden immer häufiger als Dämmstoff beim Hausbau benutzt. Allerdings sind sie oft keine sinnvolle Alternative, wenn die Wolle aus Irland und die Kokosfasern aus Asien kommen. 

Bio-Holz und -Kork sind gern gesehene Materialien für den Fußbodenbereich, sie sorgen für Wohngesundheit auf höchstem Niveau und ein angenehmes Laufgefühl. Voraussetzung sind eine natürliche Oberflächenbehandlung und das ausschließliche Verwenden ökologischer Klebemittel. Auch keramische Fliesen überzeugen als Bodenbelag: Ob warme Naturtöne oder edles Anthrazit, sie passen zu jedem Einrichtungsstil und sind wunderbar langlebig.

 

 

 

Voll vernetzt mit intelligenterGebäudetechnik

Smartes Wohnen ist weiter auf dem Vormarsch, dabei stehen die persönlichen Wünsche der Bewohner im Vordergrund: Sei es die Regelung von Licht, die Steuerung von Jalousien, die Frischluft- und Wärmezufuhr per Knopfdruck – dank Taster, Smartphone oder Touchpanel ist vieles möglich. So können in Zukunft Heizung, Lüftung und Kühlung automatisch an Klima- und Wettervorhersagen angepasst werden, was bis zu 75 Prozent Energieeinsparungen bedeutet. 

 

 

 

Mit regenerativen Energiequellen umweltbewusst bauen 

Erneuerbare Energien liefern Ihnen klimafreundlichen Strom und kostengünstige Heizwärme – kein Wunder also, dass der Staat Bauherren und -herrinnen attraktive Förderungen in Aussicht stellt. Ob eine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach (mit Stromspeicher für die „Dunkelflaute“), eine Mikro-Windkraftanlage auf dem Hausdach (wenn sich Ihre geografische Lage dafür eignet), eine Pelletheizung, die Biomasse in Energie umwandelt oder die bei jedem Wind und Wetter zuverlässig gewonnene Erdwärme sind zwar erstmal hoch in der Anschaffung, rentieren sich aber schnell. Wenn Sie in Ihrem Eigenheim nicht auf Selbstversorgung mit regenerativer Energie setzen wollen, können Sie Ökostrom aus dem öffentlichen Netz beziehen, die Umwelt wird es Ihnen danken! 

 

Gerahmte Nachhaltigkeit 

Ein prägnantes Detail, das beim Hausbau gerne übersehen wird: Auch Fenstern und Türen mögen‘s nachhaltig! Seit Jahrhunderten wird Holz zur Herstellung von Fensterrahmen verwendet und bis heute nicht von den neuen Werkstoffen Alu und Kunststoff verdrängt. Doch ein langes Holzleben braucht Pflege: Farblose Lackierungen und Lasierungen helfen, das Bauelement in Schuss zu halten. Moderne Wärmeschutzfenster erreichen sehr gute Dämmwerte und schützen im Sommer vor Überhitzung. Bestehende Fenster können mit dem Einbau einer neuen Dichtung „aufgepeppt“ werden – so wird der Wärmeverlust zumindest ein bisschen verringert.

Zukunftsorientiert bauen mit einem Bungalow

Bungalows gewinnen seit ein paar Jahren immer mehr Aufmerksamkeit. Kein Wunder: Die eingeschoßigen Gebäude sind durch ihren ebenerdigen Zugang besonders gut geeignet für Familien mit kleinen Kindern, aber auch für ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen. Ein Pluspunkt: Eingesparte Treppen und Innenwände reduzieren den Gesamtpreis, allerdings ist ein weitläufigerer Grund von Vorteil. Gut geplant ist schon gewonnen – immerhin profitieren mehrere Generationen von einem nachhaltigen Hausbau!