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Lifestyle | 12.03.2018

New Kitchen

Vitrinen, Rost und der Wald in der Küche – so vielseitig sind die Küchentrends 2018!

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Küche von Modulnova, gesehen bei Bruckmüller Wohnen in Wels (© MODULNOVA)

Trends kommen und gehen. Dass dies nicht nur in der Mode so ist, sondern auch in der großen Welt des Wohnens, zeigen uns jährlich etliche Interieur-Messen auf. Gerade der Küche wird dabei besonderes Augenmerk geschenkt, immerhin ist dieser Raum Treffpunkt für die ganze Familie und ein Ort, an dem die schönsten Erinnerungen entstehen. Im Jahr 2018 hat sich wieder viel getan: Neben neuen Farben und Materialien erwarten uns eine neuartige Formensprache und kreative Planungsideen. Lassen Sie sich von den Top-Küchentrends inspirieren!

Das Comeback der Vitrine. Die Vitrine feiert als modernes Regalsystem ihr strahlendes Comeback. Ob mit oder ohne Glasfronten und integrierter Beleuchtung, in Edelstahl, schwarz und puristisch oder aus Holz mit Landhauscharakter – an den hübschen Kästchen, die schon im Wohnzimmer der 90er-Jahre eine gute Figur machten, kommt man in Zukunft nicht mehr vorbei. Dadurch, dass die Küche immer mehr zur Wohnküche wird, müssen auch wohnliche Elemente in diese einziehen. Schönes Geschirr lässt sich perfekt in Szene setzen, gleichzeitig sind häufig benutzte Utensilien, Geräte oder Zutaten leicht zugänglich – und mit wenigen Handgriffen auch wieder schnell verstaut. Die neuen Vitrinen schaffen wichtigen Stauraum und dienen als Element zur Verschmelzung von Küche und dem übrigen Wohnbereich.

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Mit dem Modell „Forto“ der INTUO-Linie inszeniert ewe einen echten Hingucker. Der Clou: der moderne Rost-Charakter. (© INTUO)

Beleuchtung als Design-Element. Auch Licht ist schon lange nicht mehr Mittel zum Zweck. Die Küchenhersteller haben sich 2018 die Ausleuchtung der Küche zur Aufgabe gemacht, da sie nicht mehr als abgetrennter Bereich, sondern als vollständiger Raum geplant wird. Meist wird auf weißes oder bläuliches Licht verzichtet und warmes indirektes Licht an Kochinseln, Küchensockeln, Schränken, Griffleisten oder Schubkästen angebracht, die sich sogar durch eine spezielle App steuern lassen. So kann das Licht gedämmt oder die Farbe gewechselt werden. Mit einer anderen Form von Licht arbeiten Küchengerätehersteller: Armaturen kön­nen angeben, ob sie kochend heißes (rot) oder kühles (blau) Wasser fließen lassen, Kühlschränke können über Licht bald das Verfallsdatum von Lebensmitteln signalisieren.

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Raumwunder. Vitrinen und Ablagen, wie hier in der Kücheninsel, lassen die Küche zum Wohnraum werden. Küche von Tischlerei Katzmaier (© Tischlerei Katzmaier)

Dunkle Küchen auf dem Vormarsch. Schon vor wenigen Jahren mischten schwarze Küchen die Wohnwelt ordentlich auf, jetzt kommen sie wieder – und zwar mit vollem Tempo! Der Unterschied zu den älteren Modellen: Damals glänzten die Oberflächen, das neue Schwarz ist jedoch matt – und spiegelt somit den eher nüchternen Geist der Gegenwart. Weiße oder auch knallbunte Elemente und helle Holztöne bieten „coole“ Kombinationsmöglichkeiten und wirken einem allzu kühlen Gesamteindruck entgegen. Wer sich noch nicht ganz an die schwarze Küche heranwagt, fängt klein an. Treffen schwarze oder graue Griffe auf weiße Küchenfronten, ergibt sich ein wirkungsvoller Kon­trast zwischen den Farben. Noch stimmiger wirkt der Trend, wenn die Farbe der Griffe in weiteren Accessoires wie offenen Regalen, Stuhlgestellen, Vasen oder Küchengeräten aufgegriffen wird.

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Cooles ANTHRAZIT. Die linee Küche „Black Line“ von TEAM7 überzeugt durch ihre reduzierte Formensprache und moderne Wohnlichkeit. (© TEAM7)

Rost als Hingucker. Der Indus­trial-Style aus dem Vorjahr setzt sich auch heuer durch. Der Materialmix aus Holz und Stahl wird allerdings um ein rostiges Detail ergänzt: Rost ist jetzt nämlich salonfähig und darf in unsere Küche einziehen. Dabei können kleine Details wie Armaturen oder Griffe in Rost-Optik eingesetzt werden, aber auch ganze Fronten im schicken Rotbraun leuchten. Doch auch das kühle Grau von Beton, Schiefer und Zement ist weiterhin beliebt und verleiht dem Raum einen edlen und zeitlosen Charakter. Besonders schön wirken die Küchen, wenn die großflächigen grauen Oberflächen bei grifflosen Küchen eingesetzt werden. Beton in der Küche heißt übrigens nicht unbedingt, dass der Raum im tristen Raum erscheinen muss. Die Farbpalette reicht von hell und warm bis hin zu dunkel und
kühl – und harmoniert besonders schön mit Accessoires aus Kupfer und Gold.

Der Wald in der Küche. Cognac, Espresso, Smoke, Nougat und Tobacco – was klingt wie ein gelungener Abend unter Freunden, sind die Farben der neuen Küchenfronten. Die dunklen Holztöne liegen voll im Trend und bilden den Gegenpol zum skandinavischen Einrichtungstrend, der in erster Linie für seine hellen bis weißlichen Hölzer bekannt ist. Charakteristisch für die angesagten Holzdekor-Oberflächen sind starke Maserungsbilder. So wird die Küche nicht nur zum optischen, sondern auch zum haptischen Erlebnis. Wem der All-over-Holzlook zu viel ist, kann die Küche mit weißen oder schwarzen Elementen aufpeppen oder sogar das neue Trendthema Edelstahl mit einbauen, das nach Gold und Kupfer neuen metallischen Schwung in die Küche bringt.