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Lifestyle | 01.03.2022

MIT MASS ZUM ERFOLG

Vom Tischlerlehrling zum erfolgreichen Unternehmer: Robert Steinhäusler macht es vor. Als Franchisenehmer und Geschäftsführer der vier oberösterreichischen Standorte von P.MAX® Maßmöbel lebt der Scharnsteiner seine Begeisterung für Architektur aus – plant und realisiert dabei individuell maßgeschneiderte Wohnwelten.

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AUFSTREBEND: P.MAX®-Franchisenehmer Robert Steinhäusler (53) ist selbst das beste Beispiel, wie man es vom Tischler zum erfolgreichen Unternehmer schafft. © Staudinger+Franke

Mit dem Glauben an Maßmöbel, Fleiß und Talent hat sich Robert Steinhäusler in der oberösterreichischen Einrichtungsbranche fix etabliert. Sein Werdegang begann mit einer Tischlerlehre in Grünau. Mit 21 Jahren startete er seine Karriere bei „PETER MAX“, damals bekannt für Selbstbaumöbel nach Maß. Bereits acht Jahre später übernahm Steinhäusler als Franchisenehmer und Geschäftsführer für Oberösterreich das Unternehmen und stellte die Weichen einmal mehr auf Wachstum. Mit der Power von mittlerweile 43 MitarbeiterInnen, davon 20 Montagetischlern, ist P.MAX® heute eines der größten Wohnstudios im Bundesland mit Filialen in Wels, Linz, Leonding und Vöcklabruck. Von der 3-D-Planung mit einer 360° Virtual Reality Visualisierung, der hauseigenen Fertigung in Stockerau bis zur professionellen Tischlermontage – alles aus einer Hand „Made in Austria“. Lesen Sie im nachfolgenden Interview über den Erfolg, aber auch, was dem Unternehmer und Menschen dahinter schlaflose Nächte bereitet.

 

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Robert Steinhäusler im Interview mit dem "OBERÖSTERREICHER" © Staudinger+Franke

Herr Steinhäusler, Sie sind selbst das beste Beispiel, dass Karriere auch mit einer Lehre gelingen kann. Was ist Ihr Wunsch für die Zukunft?

Wie viele andere Branchen spüren auch wir den Fachkräftemangel immer stärker. Ich wünsche mir ein Umdenken in der Ausbildung und einen höheren Stellenwert von Fachkräften in der Gesellschaft. Selbst ein sehr hochwertig gefertigtes Produkt benötigt die Hand des Professionisten – in unserem Fall die des Tischlers bei der Möbelmontage.

Was half Ihnen, in Ihre Führungsrolle hineinzuwachsen?

Wenn man so wie ich das Handwerk von der Pike auf erlernt hat, kennt man sein Produkt bis ins Detail. Man weiß genau, worauf zu achten ist und hat daher einen enormen Vorteil bei der Konstruktion jeder Einrichtungslösung. Von diesem Know-how profitieren meine Kunden. Zudem interessierte ich mich schon lange für moderne Architektur in Verbindung mit einer ebenso zeitgemäßen Inneneinrichtung. Bei der Gestaltung dieser legen mein Planungsteam und ich allergrößten Wert auf eine stimmige Fortführung in der Formensprache. Dabei entstehen höchst persönliche Wohnlösungen für unsere Kunden – modern, zeitgemäß und völlig individuell maßgeschneidert. Der Erfolg spricht für sich: Es gab seit meinem Start in die Selbstständigkeit kein Jahr ohne ein Umsatzwachstum. Ich liebe meine Arbeit und machte mein Hobby zum Beruf. Das Thema Wohnen erlebt gerade einen besonderen Hype. Gepusht durch Pandemie und ein vermehrtes Homeoffice verbringen wir so viel Zeit in den eigenen vier Wänden wie kaum zuvor.

Wie wirkten sich die vergangenen zwei Jahre auf Ihr Business aus?

Durch einen spürbaren Aufschwung. Wir konnten den Umsatz im satten zweistelligen Bereich erhöhen und haben fünf MitarbeiterInnen eingestellt. Auch während der einzelnen Lockdowns waren wir durchgängig für unsere Kunden da und haben unseren Fokus auf das Ausarbeiten der zahlreich eintreffenden Einrichtungsanfragen gerichtet.

Was hat sich seitens der Nachfrage verändert?

Statt Einzellösungen sind mehrheitlich komplette Hauseinrichtungen oder Gesamtkonzepte gefragt. Wir spüren auch eine Zunahme jüngerer KonsumentInnen.

Was macht den Erfolg von P.MAX® Maßmöbel aus?

Wir bieten unseren Kunden den einzigartigen Komfort einer wirklichen Gesamtlösung. Maßgefertigte Einrichtungslösungen für alle Wohnbereiche und jeden Wohnstil bis hin zu außergewöhnlichen Sonderlösungen – gefertigt in bester österreichischer Tischlerqualität. Ein hochmoderner Maschinenpark und knapp 60 Jahre Erfahrung in der Einzelanfertigung individueller M.belwünsche schaffen Vertrauen bei unseren Kunden. Wir sind ein verlässlicher Partner beim Realisieren ganz persönlicher Raumkonzepte.

Wie weit reicht das Einzugsgebiet?

Unsere Tischler sind mittlerweile europaweit unterwegs. Unser Fokus liegt klar am österreichischen Markt, doch wir richten für unsere Kunden zum Beispiel auch Ferienhäuser in Italien oder Kroatien ein.

In Oberösterreich tragen Sie Verantwortung für vier Standorte. Kommt es dabei auch zu manch schlaflosen Nächten?

Oft sogar. Schlaflose Nächte bereiten mir vor allem die Bewältigung der täglichen Routinearbeit, die Verantwortung für meine Mitarbeiter und der Fachkräftemangel.

Die Erfolgsgeschichte von Peter Max, 1963 in Wien gegründet, war geprägt durch innovative Ideen, die Investition in moderne Produktionsanlagen und Weitblick. Hat dieses Erfolgsrezept auch in Zukunft Bestand?

Ja. Ich denke, wir zeigen dies auch in Oberösterreich sehr gut, wie ein Erfolgsweg mit innovativen Planungsideen und einer österreichischen Möbelproduktion mit Weitblick gelingen kann. Meiner Meinung nach wird eine persönliche Beratungsdienstleistung auch in Zukunft eine tragende Rolle im Handel und speziell für unser Produkt spielen.

Wird „Made in Austria“ weiterhin ein Kriterium bei Ihren Kunden bleiben?

Ja, das hat die Pandemie deutlich vor Augen geführt. Während andernorts auf Container gewartet wurde, haben wir dank der Verarbeitung österreichischer Vormaterialien durchgehend produzieren können. Generell legt das Unternehmen P.MAX® großen Wert auf die Zusammenarbeit regional ansässiger Lieferanten.

Worauf legt „Mann“ beim Wohnen Wert?

Man kann durchwegs erkennen, dass „Mann“ eine gewisse Affinität für technische Komfortlösungen hat. Als Beispiel möchte ich hier in der Wand versenkbare Fernseher und Smart Home anführen. Meiner Beobachtung nach legen Frauen hingegen einen höheren Wert auf die ästhetische Schönheit und Attraktivität ihrer Einrichtung. Das Thema Farben und ein stimmiges Wohlfühlambiente sehen wir durchaus in weiblicher Hand. Dank unserer 360° Virtual Reality Visualisierung ernten wir viel Lob von der weiblichen Kundschaft, da wir per Mausklick unsere Wohnwelten in realer Größe erlebbar machen.

Einrichtungstechnisch: Was kommt, was bleibt?

Kurz gesagt: Holz bleibt – wenn auch in einem reduzierten, aber gut in Szene gesetzten Einsatz. Komplementiert durch zarte Taupe- und Grautöne. Ein Versenken und In-Nischen-Verstecken ist beim Wohnen weiterhin ein großes Thema – ebenso was offenes Wohnen betrifft.

Was stimmt Sie für 2022 optimistisch?

Das Thema Einrichten wird nach wie vor eine starke Nachfrage erleben.

WORDRAP

Was ist Ihr Lebensmotto?

Immer nach vorne schauen!

Was haben Sie in Ihrem Zuhause zuletzt umgestaltet?

Das gesamte Haus (lacht), gemeinsam mit meiner Frau.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Reisen, das erweitert den Horizont und schafft Weitblick – auf den Galapagosinseln habe ich das vor Kurzem wieder besonders gespürt. Gerne mache ich auch Outdoor-Sport wie Schi fahren, Schwimmen und Bergwandern.

Was inspiriert Sie?

Mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, mit Leuten zu reden. Inspirieren lasse ich mich auch gerne von designaffinen Ländern wie Italien oder Skandinavien.

Was bedeutet Luxus für Sie?

Mit Familie und Freunden Zeit verbringen. Sich persönlich Freiräume schaffen.