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Lifestyle | 02.05.2016

Mama ist die Beste!

Am 8. Mai ist Muttertag: drei Power-Mamas im Interview über Job, Familie, und wie sie diesen Tag verbringen werden.

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Mama und Tochter im Partnerlook! Der Frühlingstrend Blumenkränzchen ist erhältlich auf www.weareflowergirls.com.

Andrea Heindl

Heindl's Genussstücke 

 

In jungen Jahren übernahm Andrea Heindl (37) mit Ehemann Maximilian die Bäckerei Heindl mit Standorten in Asten und Ebelsberg. Heute führt die Quereinsteigerin und dreifache Mutter den Betrieb mit 18 Mitarbeitern alleine und hat ihn erst heuer um einen Onlinehandel für Konditorwaren erweitert.

 

Wollten Sie schon immer Konditorin werden?

Bevor ich in der Bäckerei meines Mannes zu arbeiten begann, hatte ich als Unternehmerstochter mehr mit LKW und Bagger zu tun als mit Kuchen und Brot. Im Jahr 2008 absolvierte ich die Meisterprüfung zur Konditorin und entdeckte meine Leidenschaft für Süßes. Da mein Mann unsere Firma aus gesundheitlichen Gründen verlassen musste, führe ich den Betrieb seit heuer alleine. 

 

Nur sieben Monate nach der Geburt des dritten Kindes eröffneten Sie den Online-Shop „Heindl's Genussstücke“. Wie lassen sich drei Kinder und Job miteinander vereinbaren? 

Familie steht bei mir ganz oben auf der Prioritätenliste. Da in meinem Beruf als Konditorin sehr viel Arbeitszeit in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden anfällt, kann ich am Nachmittag Zeit mit meinen Kindern verbringen. Meine Tage sind zwar oft sehr lang, aber da ich große Freude an beiden Lebensbereichen habe, sehe ich das nicht als Belastung. Die Wochenenden verbringen wir als Familie gemeinsam am Attersee, wo wir unser kleines Paradies haben.

 

Wieso ein Online-Shop im Konditoren-„Business“?

Moderne Vertriebswege sind heute wichtig, um am Markt bestehen zu können. Der Online-Shop ermöglicht uns, genau die Menge zu produzieren, die benötigt wird. So vermeiden wir Überproduktion und Verschwendung von wertvollen Rohstoffen. Der Kunde kann bequem am Computer bestellen und bekommt die Torten und Naschereien nach Hause geliefert.

 

In welchen Momenten sind Sie kurz davor, das Handtuch zu werfen? 

Wenn die Kinder krank sind und eine wichtige Kundenbestellung termingerecht fertig werden muss, komme ich schon mal an meine Grenzen. Dennoch bin ich sehr glücklich mit der Gestaltung meines Arbeits- und Privatlebens und möchte keinen Aspekt missen. Erfolgreich zu sein, bedeutet nicht zuletzt durchzuhalten und auch harte Momente meistern zu können. 

 

Worauf sind Sie besonders stolz?

Ich bin stolz, Mutter dreier toller Kinder zu sein, die mich tagtäglich bestätigen, den richtigen Weg zu gehen. Und ich bin stolz, meine Werte sowohl in der Erziehung als auch in meinen Produkten zu verankern. 

 

Was unternehmen Sie am Muttertag?

Ich werde Zeit mit meiner Familie genießen!

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Andrea Heindl mit ihren drei Kindern. (© PR Tante)

Judith Barclay,

Frecher Zwerg Kindermode

 

Wer freche Mode für freche Kids sucht, ist bei Judith Barclay genau richtig. Nach einem Schicksalsschlag machte sich die ehemalige Innenarchitektin und Mutter einer Tochter selbstständig und  gründete 2012 „Frecher Zwerg“, einen Online-Shop für Baby- und Kindermode. 

 

Was hat Sie dazu bewogen, Ihre Firma „Frecher Zwerg“ zu gründen?

Als vor fünf Jahren meine Tochter Lucy auf die Welt gekommen ist, habe ich gemerkt, wie unpraktisch viele Kleidungsstücke für Kleinkinder sind, und so habe ich begonnen, das eine oder andere Stück selber zu nähen. Schon bald waren viele von meinen Kreationen begeistert und ich bekam meine ersten Aufträge von Müttern in den Babygruppen und von meinen Freunden. Mein Sortiment wuchs schnell, ich hatte den Kopf voller Ideen. Der große Schritt, mein Hobby zum Beruf zu machen, war dann nur bedingt freiwillig: Als ich plötzlich wegen dem Tod meines Mannes Alleinerzieherin wurde und meine Tochter mit 16 Monaten noch zu jung war für öffentliche Kinderbetreuung in der Region, habe ich einen Weg gesucht, von zu Hause aus zu arbeiten. Daraufhin gründete ich meine eigene Firma.

 

Was macht „Frecher Zwerg“ so besonders?

Besonderen Wert lege ich auf die Auswahl der Materialien, die zum Teil auch aus Bio-Baumwolle sind, auf Funktionalität und auf die Verarbeitung. Die Produkte sind farbenfroh, haben ein witziges Design, und sie wachsen mit. Alle meiner verarbeiteten Stoffe, sind zertifiziert. Die Produkte werden regional gefertigt und sind nicht von der Stange. Die Liebe zum Detail widerspiegelt sich in vielen meiner Produkte. 

 

Kind und Job als alleinerziehende Mutter unter einen Hut zu bringen, ist eine Leistung. Wie schaffen Sie das? 

Ja, es ist schon immer wieder eine Herausforderung. Vor allem, weil ich immer die Arbeit im Kopf habe und auch nachts und an Wochenenden oft arbeiten muss. Aber die Selbstständigkeit als Alleinerzieherin gibt mir gleichzeitig auch Flexibilität. 

 

Aus wie vielen Personen besteht Ihr Team?

Das „Zwergenteam“ besteht aus meiner Tochter und mir. Ich kreiere und Lucy testet meine Produkte gleich auf Gefallen und Tragekomfort. Auch meine Mutter hilft fleißig mit. Wir nennen sie die „Häkeloma“.  Sie hat immer wieder neue Ideen. Die Kreativität habe ich wohl von ihr. Ich habe auch noch Näherinnen in der Region und Frauen, die häkeln und stricken. 

 

Was unternehmen Sie am Muttertag?

Das wird bestimmt ein gemütlicher Tag mit meiner Familie. 

 

Wo kann man „Frecher Zwerg“ kaufen?

In Babygeschäften in Wien, Linz, Steyr und Haslach sowie online unter www.frecherzwerg.com. 

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Judith Barclay mit ihrer Tochter. (© Michael Wagner)

Sabine Kastner,

kaysoo 

 

Im Frühjahr 2015 gründete Sabine Kastner ihr Unternehmen kaysoo. Zuvor in einer Werbeagentur tätig, hat sich die zweifache Mutter auf den Verkauf von handgefertigten Kinderbekleidungsunikaten aus fair und nachhaltig produzierten Bio-Stoffen spezialisiert. 

 

Wie kamen Sie zu Ihrem Unternehmen „kaysoo“?

Mit der Geburt meiner Tochter vor drei Jahren kam bald der Wunsch in mir auf, praktische, aber dennoch einzigartige Kleidung für meine Tochter aus Biostoffen zu nähen, denn es gab nichts dergleichen zu kaufen. Außerdem hatte ich besondere Anforderungen, da meine Kinder windelfrei aufwachsen.

 

Sie fertigen auf Kundenwunsch an ...

Die KundInnen kommen meist zu mir ins Geschäft und suchen sich einen Stoff aus oder sagen mir ihren konkreten Modellwunsch. Dann werden die Einzelheiten besprochen: Wo soll welche Farbe, welches Muster, welche Applikation etc. hin. Somit ist jedes Teil ein Unikat. 

 

Wie lange nähen Sie an einem Teil?

Das ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Da ich jedes Stück individuell mache, kann ich auch nicht im Voraus zuschneiden oder nähen. Somit arbeite ich wirklich bei jedem einzelnen Stück exakt nach Auftrag. 

 

Was ist Ihre Marketingstrategie? 

Verantwortungsvolle Eltern und Großeltern sollen von der liebevollen, individuellen und biofairen in Linz gefertigten Qualität überzeugt werden.

 

Wie schaffen Sie es, Kinder und Job unter einen Hut zu bringen? Gibt es Momente der totalen Überforderung? 

Mit Hilfe der Familie ist das Ganze ohne totale Überforderung zu bewältigen. Ich habe selbst eine Mama, die jeden Tag in der Früh kommt und meinen einjährigen Sohn Simon Jona-than übernimmt, damit ich ins Geschäft gehen kann. Mein Mann bringt unsere dreijährige Tochter Emilia Rosalie in den Kindergarten. Während ich dann am Nachmittag Emilia vom Kindergarten abhole, wartet meine Mama im Geschäft auf uns. Diese eine Stunde am Tag ist ganz meiner Tochter gewidmet. Ohne den Support meiner Mutter und vom Rest der Familie wäre es unmöglich für mich, meinen Traum der Selbstständigkeit zu leben. 

 

Was machen Sie am Muttertag? 

Ich lasse mich ehren! (Lacht) Spaß beiseite: Ich werde auf jeden Fall die Zeit mit der Familie nützen. 

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Sabine Kastner und ihre Familie. (© Werner Redl, www.werfotografiert.at)