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Lifestyle | 26.01.2016

LED – das Superlicht?

Ing. Andreas Schickinger ist Geschäftsführer der SLT GmbH in Wels und erster Ansprechpartner für alles rund ums Licht. Im Interview verrät er der Oberösterreicherin die wichtigsten Kriterien zum LED-Kauf.

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© nimbus

Leuchtdioden – kurz LED – sind inzwischen aus unserem Umfeld nicht mehr wegzudenken. Sie bringen Licht, sparen viel Energie ein und haben eine sehr hohe Lebensdauer. Der Anteil an LED-Leuchtmitteln liegt schon bei etwa 40 Prozent und steigt weiter an. 

 

Welche Kriterien müssen beim LED-Kauf berücksichtigt werden?

Beim Kauf sollte man auf Qualität, Leuchtenaufbau, Binning und Kühlung achten. Diese Kriterien entscheiden, wie lange die LED-Leuchten halten, wie viel Strom eingespart und wie schön das Licht brennen wird. Teure LEDs sind dabei meist besser als günstige, da die Herstellung mit einem viel komplizierteren und technisch aufwendigeren Prozess verbunden ist. 

 

Wie hat sich der LED-Boom auf die Industrie ausgewirkt? 

Da natürlich jeder LEDs haben möchte, werfen manche Firmen viele qualitativ niedrige, billige Leuchten auf den Markt. Diese erfüllen aber einige Kriterien bei Weitem nicht und können für Nutzer sogar gefährlich sein. Besonders LEDs mit unterschiedlichen Lichtfarben aus Baumärkten oder von Onlineanbietern haben meist keine gute Lebensdauer, eine schlechte Kühlung und produzieren wenig Licht. Ein großes Problem ist, dass der ungeschulte Käufer oftmals nur schwer beurteilen kann, wie gut welches Leuchtmittel ist. 

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Die Leuchte "Roxxane Fly" von Nimbus wurde mit dem Designpreis "Focus Open Silver" ausgezeichnet. (© nimbus)

Kann man LEDs dimmen? 

Grundsätzlich ist LED nicht anders zu behandeln, als man es von herkömmlichen Leuchtmitteln gewöhnt ist. Dimmung gibt es in vielen Formen, als 1 bis 10 Volt-Dimmer, Tast-Dimmer oder Bussystemdimmer. Billige LED-Leuchten erfüllen allerdings aufgrund der schlechten Qualität viele technische Voraussetzungen nicht, somit wurde die Dimmbarkeit in der Produktion aus Preisgründen nicht berücksichtigt. 

 

Oft werden LEDs mit kaltem Licht gleich gesetzt. Ist das wirklich so?

Nein, das war vor einigen Jahren noch der Fall. Eine hochwertige LED gibt es in vielen Lichtfarben: Zwischen 2500 °K (ähnlich einer Glühbirne) bis hin zu
6500 °K (kaltes Industrielicht). Je hochwertiger eine LED, desto genauer die Lichtfarbe. Auf der Beschriftung kann man dabei viel ablesen: Auf guten LEDs stehen genaue Zahlen wie beispielsweise 3000 °K, während bei billigen Leuchtmitteln eine Circa-Zahl wie zum Beispiel 2700-3200 °K angegeben ist. Das Auge sieht diese Toleranzen dann, wenn mehrere Leuchten nebeneinander montiert werden. 

 

Was sind die Vorteile guter LEDs? 

Aus Erfahrung kann man sagen, dass eine perfekte LED-Leuchte nie zu teuer sein kann. Der Kaufpreis kann über die Stromersparnis von bis zu 80 Prozent und eine Lebensdauer von 60.000 bis 80.000 Stunden in kurzer Zeit durch die Stromkosten gegengerechnet werden. Zusätzlich werden Müllberge und der CO2-Ausstoß bei langlebigen, nachhaltigen Produkten reduziert. Der Kunde sollte sich am besten in einem Fachgeschäft beraten lassen, um viel Freude mit seinen LEDs zu haben.