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Lifestyle | 14.09.2015

Küchen(t)räume

Alles dreht sich ums Essen – aber auch um die Küche. Denn dieser Wohnraum zeichnet sich vermehrt durch eine neue Gemütlichkeit aus. Wir zeigen, worauf es bei der Küchenplanung ankommt und welche Neuigkeiten es auf diesem Sektor gibt.

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Peppig, die farbige Keramikspüle von Villeroy & Boch. (© Christian Mathe, AMK)

Die Anforderungen an eine Küche sind unterschiedlicher Natur: Der eine möchte seine Küche großzügig und offen gestalten, der andere legt nicht so viel Wert auf technischen Schnickschnack und hält die Kochgelegenheit eher einfach und kostengünstig. Doch auch, wenn eine Küche schon besteht und nicht mehr ganz so modern ist, muss man diese nicht gleich komplett renovieren: Mit kleinen Veränderungen wie einem neuen Backofen mit Dampfgarfunktion oder Accessoires wie einer neuen Tischdecke, bunten Gläsern oder einem modernen Messerblock unterzieht man die Küche einer Frischekur. 

Küchenplanung: Darauf kommt es an

Die Ansprüche an Gestaltung und Ausstattung
einer modernen Küche steigen. Wer eine Küche plant, sollte sich daher gut überlegen, welche Geräte, Schränke oder Materialien er wirklich haben möchte bzw. was für den jeweiligen individuellen Kochzweck nützlich ist. Weil Unsicherheiten und Angst wegen eventueller Planungsfehler bestehen, haben wir eine kleine Checkliste erstellt:

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Stauraum ist in kleinen Räumen total wichtig. (©: Christian Mathe, AMK)

1) Welche räumlichen oder baulichen Vorgaben sind zu beachten? Liegt ein Grundriss mit der genau eingezeichneten Position der Elektro- und Wasseranschlüsse sowie der Anzahl und Position der Fenster, Türen und Heizkörper sowie der Raum- und Fensterbrüstungshöhe vor?

2) Wie viele Personen leben im Haushalt und wer nutzt die Küche am häufigsten? Tipp: Richten Sie nach dieser Person die individuelle ergonomische Arbeitshöhe aus.

3) An welche Einbau-Elektrogeräte haben Sie gedacht? Möchte man Speisen dampfgaren oder legt man Wert auf einen Induktionsherd?

4) Aus welchem Werkstoff sollen die Oberflächen bzw. Fronten bestehen?

5) Welche Grundform soll die Küche haben? Wünscht man ein spezielles Lichtkonzept?

6) Auch nicht zu vergessen: Das Spülcenter ist enorm wichtig – möchten Sie es voluminös oder doch eher dezent und zierlich haben? Soll es ein oder mehrere Becken geben? Und soll die Spüle aus Keramik, Edelstahl oder aus pflegeleichtem Kompositmaterial sein?

 

Alles im Griff: Smart Kitchen

Smart Homes sind die Zukunft. Bereits jetzt setzen immer mehr Privatleute auf den Trend, um ortsunabhängig alles voll im Griff zu haben: Per Smartphone-App wird dann der Backofen eingeschalten, damit die Pizza pünktlich zum Feierabend verspeist werden kann. Unterwegs wird auch mal der Geschirrspüler aktiviert – denn das haben wir  am Morgen, noch halb verschlafen, vergessen. Und wer wissen will, wie hoch Strom- und Wasserverbrauch des Geräts sind, kann sogar das per Knopfdruck abfragen: Die Vernetzung von Elektro-Einbaugeräten eröffnet ihren Besitzern völlig neue Dimensionen. Doch diese Apps können noch viel mehr: Möchte man wissen, wie die Selbstreinigungs-Automatik des neuen Backofens funktioniert, erklärt das Programm die Schritte sogar in Video, Bild und Text.

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Perfekt aufeinander abgestimmtes Design der Möbel und Einbaugeräte. (© Christian Mathe, AMK)

Nachhaltig leben

Nachhaltigkeit ist nicht nur in Bezug auf die Werkstoffe, die für die Küche selbst verwendet werden, wichtig, sondern auch in Hinblick auf Lebensmittel. Man fragt sich heute wieder vermehrt, woher das Essen stammt und möchte auch selbst Lebensmittel anbauen. Immerhin pflanzen sechs von zehn Personen heute etwas an – und seien es nur Schnittlauch und Petersilie in der Küche. Knapp ein Viertel setzt Gemüse an und immerhin noch 15 Prozent ziehen Obst selbst. Das hat ein Report von IKEA ergeben. 

Wer Lebensmittelabfälle reduzieren will, setzt nun auf Dosen mit durchsichtigen Deckeln – denn so übersieht man den Inhalt nicht mehr so schnell und vergisst darauf. Auch gut beschriftete Gläser mit Eingekochtem und Eingemachtem sehen nicht nur dekorativ aus, sondern verraten gleich den Inhalt. Selbermachen spart nicht nur Geld, sondern ist – verpackt in Glas-Produkten zur Lagerung bzw. Aufbewahrung – auch überaus umweltfreundlich. Immerhin benützt man die hübsche Glaskaraffe immer und immer wieder.

 

Tipps für die kleine Küche

Nicht jeder verfügt über einen großzügigen Wohn-Essbereich, in dem womöglich noch eine Kochinsel platziert werden kann. Doch auch, wenn die Küche sehr klein ist, kann diese mit der nötigen Planung zu einem großen Stauraumwunder werden. Helle Farben bei Fronten und Wänden sowie bei der Arbeitsplatte vergrößern den Raum optisch. Auch sollte auf einen hellen Fußbodenbelag geachtet werden. Bei den Elektrogeräten kann man auf Kombigeräte zurückgreifen: Ein Ofen mit integriertem Dampfgarer oder einer Mikrowellenfunktion oder auch eine Kühl-Gefrier-Kombination ist dabei ein guter Kompromiss. Viele Küchenhersteller bieten zudem Schneidebretter als Auflage für die Spüle an. Wer noch einen Essplatz in der Mini-Küche unterbringen möchte, greift auf Klapptische zurück oder nutzt einen Teil des Küchenblocks als Frühstücksplatz. Dabei steht eines außer Frage: Der Zubereitung eines tollen Menüs steht nichts mehr im Weg – auch auf allerkleinstem Raum.

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Zeitlos schöner Mix: Schwarz, Lichtgrau, Lack, Edelstahl. (© Christian Mathe, AMK)