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Lifestyle | 02.02.2016

Kuba Libre

Lebensfreude und Nostalgie vereint mit einzigartigem Beachflair – unsere Medienberaterin Dietlinde Wegerer hat den Inselstaat in der Karibik bei einer Reise von Ost- nach West-Kuba und einem Strandurlaub entdeckt und lässt uns daran teilnehmen.

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© Dietlinde Wegerer

Anfang Dezember 2015 flogen Dietlinde Wegerer und ihr Lebenspartner Peter von München Richtung Kuba in den wohlverdienten Urlaub. Nach einem neuneinhalbstündigen Flug landeten die beiden am Flughafen in Holguín im Osten Kubas. Sieben Tage lang ging es nun mit dem Bus von Santiago de Cuba nach Havanna und ins Valle de Viñales. Dabei galt es rund 1.000 Kilometer zurückzulegen und die kubanische Kultur und Lebensfreude zu entdecken. 

 

Santiago de Cuba

Die erste Nacht wurde in Santiago de Cuba verbracht. Santiago de Cuba ist nicht nur die zweitgrößte Stadt Kubas, sondern auch die afrikanischste und leidenschaftlichste. Die Stadt liegt im Osten Kubas an der südlichen Küste der Insel inmitten der Gebirgszüge der Sierra Maestra. Sie ist kulturelles Zentrum und bis heute Ursprung der urtypischen kubanischen Kultur geblieben. Hier verschmolzen afrikanische Rhythmen und Bräuche mit spanischem Temperament zu einem fröhlichen Lebensgefühl. Der ideale Ort für einen Urlaub. „Neben vielen Museen ist vor allem auch die Basilica del Cobre absolut sehenswert“, schwärmt Dietlinde Wegerer. 

 

Camagüey

Der nächste Halt wurde in Camagüey gemacht. 2008 wurde das Zentrum der Stadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Camagüey hat übrigens nach Havanna die größte erhaltene Altstadt. „Einmalig ist das Theater mit kubanischem Ballett von Weltrang, außerdem leben viele Künstler in Camagüey, was sich in vielen Skulpturen und Kunstwerken widerspiegelt“, so Dietlinde Wegerer. Da es kaum öffentliche Verkehrsmittel gibt, fahren die Einheimischen und Touristen mit sogenannten Bici-Taxis durch die Stadt. Im Zentrum stehen noch viele Kolonialhäuser und es gibt sieben alte Kirchen, die sehr gut erhalten sind. Wahrzeichen der Stadt sind Tonkrüge, die bis zu zwei Meter groß sein können. Diese Tinajones sind überall in der Stadt zu sehen. 

 

Trinidad

Die Stadt an der zentralen Südküste Kubas haben die Reisenden besonders ins Herz geschlossen. Ihren Aufstieg zu einer wohlhabenden Stadt verdankt Trinidad dem Zucker und dem damit verbundenen Sklavenhandel. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Trinidad eine der bedeutendsten Zuckermetropolen Kubas. Daneben wurden erfolgreich Tabakanbau und Viehzucht betrieben. Eine der größten Touristenattraktionen ist die Plaza Mayor, deren Flair noch heute an die Kolonialzeit erinnert. Alle bedeutenden Museen sind rund um diesen Platz zu finden, etwa das Museo Romántico im ehemaligen Palacio Brunet und das Architekturmuseum. Das koloniale Zentrum ist zum großen Teil erhalten, die meisten Häuser werden bewohnt. Unbedingt genießen sollte man den Cocktail Canchánchara. Der Drink aus Aguardiente (Rum), Limetten, Wasser und Honig wurde früher den Sklaven gegeben, um sie aufzuputschen. 

 

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Dietlinde und Peter im typischen Bici-Taxi auf Kuba

Cienfuegos

Aufgrund ihrer Attraktivität wird die Stadt Cienfuegos auch „Perle des Südens“ genannt. Und dem kann Dietlinde Wegerer nur beipflichten: „Hier gibt es die schönsten Gärten Lateinamerikas. Besonders sehenswert sind die Banyan Bäume und das historische Stadtzentrum.“ Genächtigt wurde im Pasacaballo Hotel, wo auch schon Fidel Castro mehrmals logiert hat. „Ein Highlight der Reise war unser Ausflug zu einer Krokodilfarm auf der Peninsula Zapata, wo rund 4000 Tiere leben. Unbedingt gönnen muss man sich eine Schifffahrt durch die Mangrovensümpfe, wo man noch unberührte Natur und ein nachgebautes Dorf der Taíno-Indianer erleben kann.“

 

Havanna

Havanna, die Hauptstadt Kubas, ist die größte Stadt der Karibik und vielleicht eine der kulturreichsten urbanen Zentren der Welt. Von der glorreichen kolonialen Vergangenheit zeugen vielen Schlösser, Kathedralen, Villen und Museen. Der faszinierende historische Stadtteil Vieja Habana (Althavanna) mit über 900 Sehenswürdigkeiten, wie dem Präsidentenpalast und dem Kathedralenplatz, ist UNESCO-Weltkulturerbe. 

Kubas Liebe zu Musik und Tanz spürt man in allen Klubs, Kabaretts und an auf der Straße aufgeführten, improvisierten Salsatänzen. Unbedingt einplanen sollte man den Besuch im Buena Vista Social Club, weltbekannt geworden durch den Film von Wim Wenders. Dort trifft sich vor allem die ältere Generation und macht bei kubanischer Musik so richtig Stimmung.

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Die Hauptstadt Havanna ist bekannt für ihr Straßenbild mit amerikanischen Oldtimern. (© Dietlinde Wegerer)

Valle de Viñales

Die letzte Station ihrer siebentägigen Entdeckungstour durch Kuba führte Dietlinde und Peter ins Viñales-Tal. Das Tal, das etwa zehn Kilometer lang und vier Kilometer breit ist, gilt als eine der schönsten Landschaften Kubas. Es ist mit seinen umliegenden Bergen ein Nationalpark, der 1999 von der UNESCO mit dem Titel „Kulturlandschaft der Menschheit“ ausgezeichnet wurde. Auf üppigen Tabakfeldern wird Tabak angebaut. Den Besuch in einer Tabakfabrik sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. 

Die Hauptattraktion des Viñales-Tals ist die Landschaft mit ihren Mogotes (Höhlen) sowie der Ort Viñales. Ein weiterer Anziehungspunkt ist das Mural de la Prehistoria, ein 1960 bis 1964 vom mexikanischen Künstler Leovigildo González Morillo auf einem Kalkfelsen geschaffenes, 120 Meter hohes und 180 Meter breites Kunstwerk, dessen Farbe aufgrund der häufigen und starken Regenfälle regelmäßig aufgefrischt werden muss.

 

Entspannung am Strand

Nach der Ost-West-Reise durch Kuba stand nun eine gute Woche Entspannung am Strand auf dem Programm. Mit einer alten Antonov ging es von Havanna nach Cayo Largo del Sur. „Die Paradiesinsel ist 25 Kilometer lang, mit endlosen, schneeweißen Puderzuckerstränden und kris­tall­­klarem Meer“, schwärmt Dietlinde. Hier kann man nach Herzenslust chillen, segeln, surfen, tauchen, schnorcheln oder einfach nur Strandspaziergänge machen. Genächtigt wurde im Hotel Sol Cayo Largo. Beeindruckend war vor allem die Animation mit Aquagym und Salsa-Tänzen. Herrlich auch die All-inclusive-Verpflegung, bei der an reichhaltigen Buffets Gerichte aus Fisch, Huhn, Schweine- und Rindfleisch sowie die traditionelle Beilage bestehend aus Reis und Roten Bohnen und jede Menge reife Früchte angeboten wurden. Unbedingt einplanen sollte man einen Besuch im Delphinarium Playa Sirena, wo man Delphinen ganz nahekommt. Nach zehn Tagen Erholung am Strand ging es wieder zurück nach München. 

Dietlinde und Peter können einen Urlaub auf Kuba nur empfehlen. Die Kubaner sind offen, relaxed und freundlich. Unbedingt gönnen sollte man sich echten kubanischen Rum und eine Zigarre. Beeindruckend sind vor allem auch die vielen Gebäude im Kolonialstil, die typischen alten Ami-Schlitten und der Strand mit Maledivencharakter. 

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Basílica del Cobre. (© Dietlinde Wegerer)

REISETIPPS

Beste Reisezeit:

Mit Ausnahme der Hurrikan-Saison von September bis November sowie der sehr heißen Monate Juli und August ist Kuba immer eine Reise wert und eignet sich aufgrund des milden Klimas ganzjährig für einen Strandurlaub. Die ideale Urlaubszeit ist zwischen Dezember und März.

Sprache:

Die Landessprache in Kuba ist Spanisch. In den großen Hotels kommt man auch mit Englisch sehr gut durch. 

Währung:

Das übliche Zahlungsmittel in Kuba ist der „Peso Cubano Convertible“ (CUC). US-Dollar sind nicht als Zahlungsmittel anerkannt. Es ist ratsam, Bargeld in Euro mitzubringen, das Touristen bei allen Banken und staatlichen Wechselstuben umtauschen können.