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Lifestyle | 18.03.2019

Kochbox im Büro-Härtetest

Die derzeit so angesagten Kochboxen liefern frische Zutaten samt Rezepten – nur kochen muss man selbst! Wir haben die „Hello Fresh“-Box in einer Mittagspause ausprobiert und viel Lob von den Kolleginnen geerntet.

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© Hello Fresh

Warmer Leberkäse, Salat aus der Plastikbox oder die klassische Wurstsemmel: Bürokost kann oft ganz schön eintönig sein. Auf der Suche nach Alternativen sind wir auf die angesagten Kochboxen gestoßen. Verschiedene Anbieter liefern Rezepte samt Zutaten in der passenden Menge frei Haus. Wir entscheiden uns für „Hello Fresh“, ein Unternehmen mit Sitz in Berlin, und durchstöbern gleich mal das Rezept­angebot. Die Boxen kann man sich je nach geschmacklichen Vorlieben selbst zusammenstellen, geliefert wird in Österreich immer mittwochs und freitags. Unsere Wahl fällt auf frische Basilikum-Agnolotti mit Walnuss-Pesto, blitzschnelle Pasta mit Hühnerfleisch, die Burrito Bowl mit Tomaten-Quinoa und den exotischen Kiwi-Halloumi-Burger mit Pulled Chicken.

Gemeinschaftsbestellung. Geordert wird die gewünschte Menge – also, je nachdem, wie viele Kollegen sich in unserem Fall für das gemeinschaftliche Kochen und Essen finden – übers Internet. Geliefert werden die Lebensmittel samt übersichtlichen Rezeptkarten am späten Vormittag unseres Wunschtages. Positive Überraschung beim Auspacken: Kein einziges Lebensmittel hat auf dem Transportweg gelitten, alles sieht so aus, wie es aussehen soll. Um keine Lebensmittel zu verschwenden, kommen die einzelnen Speisen sehr präzise portioniert. Finden wir gut! Einziger Wermutstropfen: Für dermaßen exakte Mengen kommt man kaum an Miniportionen, die allesamt extra verpackt sind, vorbei. Ein Beispiel: Die Barbecue-Sauce für das Pulled Chicken wird in vier einzelnen Sachets, wie man sie aus der Gastronomie kennt, gebracht.

Frisches Gemüse. Dafür gibt es den Großteil des Gemüses unverpackt – frisch und in bestem Zustand. Das Fleisch ist mit wiederverwendbaren Akkus gekühlt: Plastiksackerl mit einer speziellen Gelfüllung. Die Aufschrift „Nimm mich mit zum Picknick!“ weist darauf hin, dass man sie eben nicht entsorgen, sondern wiederverwenden soll. Finden wir super! Weniger super finden wir allerdings, dass das Hühnerfleisch aus Holland stammt. Diese Tatsache schlägt uns etwas auf den Magen. Da hätten wir lieber Qualitätsfleisch aus Österreich.

Verständliche Kochanleitungen. Zu dritt nehmen wir die Büroküche in Beschlag. Wir beschließen, erst mal nur drei der vier gelieferten Speisen zu kochen, um die Kapazität unserer Küche nicht zu überstrapazieren. Die Zubereitungszeit beträgt zwischen 20 und 40 Minuten, das ist bei einer Mittagspause von einer Stunde zumutbar. Auch die Kochanleitungen sind leicht verständlich, nur bei der Reihenfolge nehmen wir uns die persönliche Freiheit, diese etwas abzuändern. So pürieren wir zum Beispiel erst das Pesto für die Basilikum-Agno­lotti, bevor wir die Zucchinischeiben anbraten. Erscheint uns irgendwie logischer.

 

 

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Die Kochbox ist da! Die Redakteurinnen Denise Derflinger (l.) und Nicole Madlmayr nehmen sie freudig entgegen. (© Stefan Beiganz)

Es ist vollbracht. Nach einer knappen Stunde sind wir dann fertig und können die drei verschiedenen Speisen den ebenso neugierigen wie hungrigen Kolleginnen servieren. Es gibt Basilikum-Agnolotti, Pasta mit Brokkoli und gebratenen Hendlstreifen sowie eine Burrito Bowl mit Avocado und feurigen Kidneybohnen als Mittagessen. Und das Selberkochen hat sich gelohnt, die Kolleginnen sind begeistert. Besonders das feine Walnuss-Pesto zu den Agnolotti schmeckt ausgesprochen köstlich und wird von allen extra gelobt. Den Halloumi-Kiwi-Burger haben wir übrigens erst am nächsten Tag zubereitet – da hatten wir dann auch wieder Hunger! Die Preise sind in Ordnung und variieren – je nachdem, für wie viele Personen und wie viele Tage pro Woche man bestellt – zwischen 4,50 und 7,50 Euro pro Portion.

Unser Fazit: Wer kulinarische Abwechslung in seine Mittagspause bringen möchte und bis zu drei Kollegen findet, die sich an Kocherei und Genuss beteiligen, ist mit den Kochboxen von „Hello Fresh“ gut beraten. Die Auswahl an Rezepten ist groß. Die Zubereitung ist Schritt für Schritt beschrieben und somit auch für weniger erfahrene Hobbyköche machbar. Ein kleiner Minuspunkt: Wir würden uns ein bisschen mehr Regionalität wünschen – besonders beim Fleisch.

Und für alle, die unsere Büro-Köstlichkeiten daheim auch ohne Kochbox nachkochen möchten, gibt es unten die Rezepte!

 

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Burrito Bowl mit Tomaten-Quinoa, Avocadostreifen und feurigen Kidneybohnen

Burrito Bowl mit Tomaten-Quinoa, avocadostreifen und feurigen Kidneybohnen

 

Zutaten für 2 Personen:

1 Zwiebel

2 Romatomaten

100 g Quinoa

1 Limette

2 g gemahlene Cuminsamen

1 Avocado

1/2 Dose Kidneybohnen

10 g Koriander

1/2 grüne Chili

150 g Schmand (in Österreich nicht

erhältlich, alternativ kann man Crème fraîche und Sauerrahm im Verhältnis 1:1 mischen)

1 Salatherz

 

Was man sonst noch zu Hause haben sollte:

Salz, Pfeffer

je 1/2 EL Öl und Olivenöl

200 ml Gemüsebrühe

 

Zubereitung:

Obst, Gemüse und Kräuter waschen, 200 ml Wasser im Wasserkochen erhitzen und 200 ml Gemüsebrühe vorbereiten.

Zwiebel schälen und fein würfeln. Strunk der Tomaten entfernen und Tomaten grob würfeln. Je die Hälfte der Zwiebel- und Tomatenwürfel in eine kleine Schüssel geben.

Die restlichen Zwiebel- und Tomatenwürfel in einen kleinen Topf mit Öl geben und 1 bis 2 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten.

Quinoa in den kleinen Topf geben, mit vorbereiteter Gemüsebrühe auffüllen und salzen und pfeffern. Quinoa aufkochen lassen und mit geschlossenem Deckel auf niedrigster Stufe 15 Minuten köcheln lassen.

Anschließend vom Herd nehmen und 10 Minuten quellen lassen.

Die Limette halbieren. Limettensaft in die Schüssel zu den restlichen Tomaten- und Zwiebelwürfeln pressen. Olivenöl dazugeben und mit Salz abschmecken.

Den Koriander fein hacken und die Hälfte zur Salsa geben.

 

Tipp: Nicht jeder mag Koriander, darum zuerst vorher unbedingt probieren! Die Kidneybohnen in ein Sieb geben und mit Wasser abspülen, bis es klar durchfließt.

Chili halbieren, Kerne entfernen und Chili fein würfeln. Die Chiliwürfel in einer kleinen Pfanne mit Öl bei mittlerer Hitze eine Minute anbraten. Kidneybohnen zugeben und 2 bis 3 Minuten mit anbraten.

Kumin zugeben und alles gut vermischen.

 

Das Salatherz halbieren, Strunk entfernen und in Streifen schneiden. Den Schmand bzw. die Crème fraîche-Sauerrahm-Mischung mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Avocado halbieren, Stein entfernen, Fruchtfleisch herauslösen und in Streifen schneiden. Mit dem restlichen Limettensaft beträufeln.

 

Tomaten-Quinoa in eine Schüssel geben, Salatstreifen, Bohnen und Salsa dazugeben. Einen Klecks Schmand bzw. Rahm-Mischung darauf verteilen, Avocadostreifen dazu anrichten und mit restlichem Koriander bestreuen.

 

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Basilikum-Agnolotti mit Walnuss-Pesto

Basilikum-Agnolotti mit Walnuss-Pesto

 

Zutaten für 2 Personen:

1 Zucchini

1/2 Knoblauchzehe

40 g geriebener Hartkäse

400 g Agnolotti mit Basilikumfüllung

20 g Walnüsse

ca. 10 Blätter Basilikum

 

Was man sonst noch zu Hause haben sollte:

Salz, Pfeffer, Olivenöl

 

Zubereitung:

Gemüse und Kräuter waschen sowie reichlich Wasser im Wasserkocher erhitzen. Enden der Zucchini abschneiden und Zucchini der Länge nach halbieren, dann in dünne Halbmonde schneiden. Knoblauch schälen und in grobe Stücke schneiden. Die Hälfte des Hartkäses grob zerkleinern.

In einen großen Topf reichlich heißes Wasser füllen, leicht salzen und einmal aufkochen lassen. Agnolotti darin 4 bis 5 Minuten bissfest garen. Anschließend in ein Sieb abgießen. In einer großen Pfanne 1 EL Öl bei mittlerer Stufe erhitzen, Zucchinihalbmonde darin 3 bis 4 Minuten unter Wenden anbraten. In einem hohen Rührgefäß Walnüsse, 1 EL Olivenöl, 2 EL kaltes Wasser, den zerkleinerten Hartkäse und die Knoblauchstücke mit einem Pürierstab zu einem feinen Pesto verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den restlichen Hartkäse grob reiben. Blätter vom Basilikum abzupfen und grob hacken. Agnolotti auf die Teller verteilen und mit Walnuss-Pesto mischen. Angebratene Zucchinihalbmonde daraufgeben. Mit geriebenem Hartkäse und gehacktem Basilikum bestreuen!

 

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Blitzschnelle Pasta mit Hähnchen in Tomaten-Sahne-Soße mit Brokkoli

Blitzschnelle Pasta mit Hähnchen in Tomaten-Sahne-Soße mit Brokkoli

 

Zutaten für 2 Personen:

280 g Hühnerbrustfilet

250 g Penne

1 Brokkoli

1 Tomate

40 g Hartkäse

200 ml Schlagobers

4 g Gemüsebrühe

35 g Tomatenmark

 

Was man sonst noch zu Hause haben sollte:

Öl, Salz, Pfeffer, Zucker

 

Zubereitung:

Vorbereitung: Gemüse und Kräuter waschen. Wasser im Wasserkocher erhitzen.

Brokkoli in mundgerechte Röschen brechen oder schneiden. Die Tomate in grobe Stücke schneiden.

In einem hohen Rührgefäß Schlagobers, Gemüsebrühe, Tomatenmark und Tomatenstücke fein pürieren.

Reichlich kochendes Wasser in einen großen Topf füllen, salzen und das Wasser aufkochen lassen. Penne hinzugeben und für ca. 10 Minuten bissfest garen.

Brokkoliröschen in den letzten 4 bis 5 Minuten hinzugeben und fertiggaren.

Währenddessen den Schlagobers-Mix in einen kleinen Topf geben und unter Rühren aufkochen lassen.

Weitere 3 bis 4 Minuten kochen, bis die Soße leicht andickt. Den Hartkäse fein reiben, die Hälfte in die Soße rühren und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken und beiseitestellen.

Hühnerbrustfilets quer in 1 cm dicke Streifen schneiden. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und das Fleisch darin 4 bis 5 Minuten anbraten, bis es leicht gebräunt und durchgegart ist.

Penne und Brokkoli zur Soße geben, kurz umrühren und gegebenenfalls erwärmen.

Penne in tiefen Tellern anrichten und mit den Hühnerstreifen und dem restlichen Hartkäse toppen.

 

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Basilikum-Agnolotti, Pasta mit Hühnerfleisch sowie eine Burrito Bowl sind bereit, verkostet zu werden. Einhelliges Urteil unserer Redaktion: die köstlichste Mittagspause seit Langem! (© Stefan Beiganz)