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Lifestyle | 20.03.2018

Karibikfeeling in Europa

Wer seinen Urlaub im Paradies verbringen möchte, muss nicht in die Ferne schweifen – denn Sardinien liegt näher als gedacht!

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Paradiesisch. Die Küste des Golfo di Orosei ist geprägt von ein paar der schönsten Strände Sardiniens. (© Denise Derflinger)

Nur wenige Flugstunden von Linz entfernt tut sich eine Insel auf, die alles Schöne vereint und zahlreiche Möglichkeiten bietet: Sardinien. Die zweitgrößte Insel des Mittelmeers ist auch heute noch ein Geheimtipp für Individualisten. Eine immer grüne Macchia, herbe Landschaften, malerische Buchten, türkisfarbenes Wasser und charmante Städtchen kommen ganz ohne Massentourismus aus und bilden eine Oase unter der ewig scheinenden Sonne.

Ein Mekka der schönen Städte. Sardinien ist zwar keine Insel der Metropolen, doch sind die Städte und Dörfer nicht weniger sehenswert. Cagliari, die lebendige Hauptstadt Sardiniens, ist im Süden der Insel gelegen und umfasst in ihrem Großraum 450.000 Einwohner. Ob Einkaufen, Ausgehen, den Flair der Stadt bei einem Kaffee genießen ... – wer Kleinstadtfeeling mit sardischer Ursprünglichkeit möchte, ist hier bestens bedient. Im Nordwesten der Insel, in Alghero, kann einem schnell alles spanisch vorkommen. Kein Wunder, da katalanische Architektur vorherrscht und italienisch-katalanische Schilder die Straßen säumen. Dies und die dialektische Sprache sind Überbleibsel der 400 Jahre währenden spanischen Herrschaft.

Ein wahres Highlight ist die Promenade am Meer, auf der man wunderbar flanieren und Gelato genießen kann. Champagner statt Aqua wird in Porto Cervo im Nordosten getrunken – nicht umsonst wird das Städtchen als „Monaco“ Sardiniens betitelt. Luxus-Yachten, edle Boutiquen und noble Karossen zieren das Hafen- und Straßenbild, ein Luxushotel reiht sich ans nächste. Wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, kann schon mal Silvio Berlusconi, Heidi Klum oder den Lieblingsstar beim Strandspaziergang treffen. Mit zu den schönsten Städten Italiens gehört Castelsardo. Malerisch am Golf von Asinara gelegen, erhebt sich eine mittelalterliche Festung mit beeindruckenden Bastionen über die hübschen Häuser der Altstadt. Wer den charmanten Gassen und steilen Treppen hoch zur Burg folgt, wird mit einem grandiosen Ausblick belohnt!

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Sehenswert. Die Capo Testa im Norden der Insel ist berühmt für die bizarren Felsformationen. (© Denise Derflinger)

Traumhafte Strände. Wenn es um Sardinien geht, darf eines natürlich nicht fehlen: die wunderschönen Strände! Wer auf der Suche nach dem Paradies auf Erden ist, wird am Golfo di Orosei an der Ostküste der Insel fündig. Dazu gehören die Strände und Badebuchten Cala Luna, Cala Goloritze, Cala Mariolu und Cala Sisine, die gemeinsam mit den bis zu 400 Meter hohen Hängen des Supramonte-Massivs, dessen Kalksteinfelsen nahezu senkrecht aus dem Meer aufragen, ein tolles Naturschauspiel ergeben. Am besten erreicht man die abgelegenen Strände per Boot vom Touristenörtchen Cala Gonone aus. TIPP: Wer die weltberühmte Cala Luna einige Stunden für sich haben möchte, nützt den schweißtreibenden Wanderweg, der am Cala Fuili, unweit von Cala Gonone, startet. Am besten so früh wie möglich aufbrechen und einen Abstecher zur Grotta del Bue Marino machen, in der noch in den 1980er-Jahren die seltene Mönchsrobbe beheimatet war. Im Norden des Landes wartet die ihrem Namen gerecht werdende Costa Paradiso auf: Fährt man von Santa Teresa im Norden der Insel auf der Küstenstraße gen Süden, kommt man an zahlreichen kleineren Parkplätzen vorbei, die grandiose Strände versprechen. Der wohl schönste Strand Li Cossi ist im Sommer zwar sehr überlaufen, aber auf jeden Fall eine Reise wert – denn schon der Weg dorthin ist ein Abenteuer für sich. Rund um die Promistadt Porto Cervo liegt die Costa Smeralda, die wohl auch die bekannteste Küste von Sardinien ist. Ihren Namen hat sie dem smaragdgrünen Meer zu verdanken.

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Die Gassen von Castelsardo versprechen romantische Ein- und Ausblicke. (© Denise Derflinger)

Insel der Vielfalt. Sardinien ist das ganze Jahr über eine Reise wert: Im Sommer locken zahlreiche Strände sowie das kristallklare Wasser mit Temperaturen um die 30 Grad Erholungssuchende an, in den milden Frühlings- und Herbsttagen zieht es Wanderer und Mountainbiker aus aller Herren Länder auf die Insel. Und auch im Winter hat Sardinien seine Reize: Blühende Pflanzen und sattes Grün säumen menschenleere Strände und verlassene Straßen. Immer einen Ausflug wert sind die zahlreichen im Land verstreuten Nuraghen (prähistorische Turmbauten), die geheimnisvolle Zeugen der größten frühgeschichtlichen Inselkultur des Mittelmeerraumes sind. Tipp: Neben der berühmten Su Nuraxi Nuraghe und dem Nuraghendorf Tiscali ist die Nuraghe Serra Orios am Golfo di Orosei ein echter Geheimtipp. Wer Abenteuer sucht, ist bei der Gorropu-Schlucht im Supramonte an der richtigen Adresse: Mit ihren über 300 Meter hohen Steilwänden ist sie als eine der tiefsten Schluchten Europas besonders eindrucksvoll. Wer dem Wandern verfallen ist, legt sich am besten einen guten Wanderführer für die Insel zu – denn zahlreiche Wege warten darauf, erkundet zu werden. Im Norden der Insel findet man das Archipel La Maddalena. Die Inselgruppe gehört mit ihren kleinen, zwischen Felsen und Macchia eingebetteten Stränden zu den schönsten Landschaften Sardiniens und kann nur per Boot erreicht werden. Ein weiteres Highlight ist die ganz im Norden gelegene Halbinsel Capo Testa mit ihren bizarren Felsformationen und dem grünblauen Wasser.

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Das Meer in Sardinien schillert in traumhaften Farben. (© Denise Derflinger)

Sardische Spezialitäten. Ganz egal, wo in Sardinien man unterwegs ist, an jeder Ecke werden kulinarische Hochgenüsse angeboten. Die Küche der Sarden besteht hauptsächlich aus Brot, Käse und Fleisch, das kräftig mit Kräutern gewürzt, gegrillt oder angebraten wird. Doch wird auf der Insel natürlich auch ordentlich Pasta aufgetischt: Nudelspezialitäten wie Malloreddus, kleine mit Safran gewürzte Nudeln, die mit Tomatensauce und Pecorino verfeinert werden, Ciciones, die zu Fleisch gereicht werden, und Culingiones, eine Art Ravioli mit Spinatfüllung, sind eine Sünde wert. Leckere Liköre wie der aus Myrthe hergestellte Mirto und edle Weine runden das Angebot auf der Insel ab. Tipp: Wer sich für eine Ferienwohnung entscheidet, findet die besten Zutaten zum Selberkochen auf den Wochenmärkten in den Städten und Orten. Hier wartet auch fangfrischer Fisch darauf, gekauft und genossen zu werden. Sardinien hat also alles zu bieten, was Urlauber glücklich macht – und noch so viel mehr. Es ist das Herz des Mittelmeers, das pulsiert und lebt. Und von dem man die schönsten Erinnerungen mit nach Hause nehmen kann.

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Redakteurin Denise und Freund Dominik auf der Isola Rossa. (© Denise Derflinger)

Reiseinfos

Mit dem Flugzeug: Die beiden großen Flughäfen finden sich in Olbia (im Norden) und in Cagliari (im Süden). Zwei kleinere Flughäfen gibt es in Arbatax und Alghero. Flüge gibt es von Wien, Salzburg und Linz.

Mit dem Auto: Wer mit dem Camper oder dem Auto unterwegs ist, setzt mit der Fähre bei Genua, Livorno oder Piombino über.

Beste Reisezeit: Perfekt für Wanderreisen sind die Monate März bis Mai, für Badeurlaube sind die Monate Juni bis September perfekt. Ende September sind die meisten Touristen schon abgezogen und die Insel offenbart ihre ruhige Seite.

Dauer des Aufenthaltes: Mindestens zehn Tage sollte man auf Sardinien einplanen – und selbst da kann man nur einen Bruchteil der außergewöhnlich schönen Insel entdecken.

www.sardinien.com
www.sardinien-reiseinfo.net