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Lifestyle | 03.03.2015

Kampf den Pollen

Ständiges Niesen, eine laufende Nase, tränende und geschwollene Augen, Ausschlag auf der Haut: Hinter all diesen Symptomen kann eine Allergie stecken.

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Schon jetzt beginnt die Pollen-Zeit. (© Shutterstock)

Allergien, also Fremdreaktionen auf diverse Umweltstoffe, sind weltweit auf dem Vormarsch: In Österreich sind etwa 1,6 Millionen Menschen gegen die unterschiedlichsten Substanzen aus der Natur allergisch. Obwohl der Frühling gerade erst im Anmarsch ist, fliegen die ersten Pollen schon herum. Doch warum reagiert das Immunsystem mancher Menschen so empfindlich? Wie kann man Allergien behandeln? Und: Kann man sie auch wieder loswerden? Wir haben recherchiert.

Was sind Allergien und wie entstehen Sie?

Der Begriff „Allergie“ kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet übersetzt „Fremdreaktion“. Die Ursache für eine andere, fremde Reaktion in unserem Körper liegt in einem fehlgeleiteten Immunsystem: Denn eigentlich sind die Stoffe, gegen die sich unser Körper mit Schnupfen, Ausschlag, Rötungen oder geschwollenen Augen wehrt, harmlose Substanzen aus der Natur. Studien haben gezeigt, dass eine übertriebene Hygiene – genauso wie genetische Faktoren – vermehrt zu Allergien führt. Auch zeigen Kinder, die in ländlichen Gegenden oder auf einem Bauernhof aufwachsen, später kaum allergische Reaktionen.

Was ist ein „Etagenwechsel“?

Bei starken Allergien kann es zum sogenannten Etagenwechsel kommen – die betroffenen Bereiche wandern nach unten: So ist es möglich, dass statt Nase und Augen nach einiger Zeit auch die Atemwege angegriffen werden. Als eine der Folgen kann Asthma entstehen.

Gibt es Tipps bei einer Pollenallergie?

Wer weiß, auf welche Pollen er allergisch ist, hat die Chance, den Kontakt zu reduzieren und dadurch das Leiden erträglicher zu machen. Experten empfehlen, sich nach dem Aufenthalt im Freien zu duschen und die Haare zu waschen. Auch die draußen getragene Kleidung sollte nicht im Schlafzimmer abgelegt und die Wäsche nicht im Freien getrocknet werden. Wer unter einer fließenden oder verstopften Nase leidet, kann eine tägliche Nasenspülung mit Salzwasser anwenden. Nicht unwichtig: Vermeiden Sie Alkohol, denn dieser erweitert die Gefäße. Das betrifft auch die Nasenschleimhaut, die durch Alkohol durchlässiger wird – damit können die Pollenallergene leichter in die Blutbahn gelangen.

Sind Allergien heilbar?

Neigt man zu Allergien, ist man oft ein Leben lang Allergiker. Doch die Beschwerden können sich durchaus verbessern bzw. die Allergieentstehung gehemmt werden. Neben einer medikamentösen Behandlung hilft es, das Immunsystem zu stärken. Dabei können Akupunktur-Behandlungen helfen. Auch Allergie-Impfungen oder Hyposensibilisierung-Therapien verschaffen Abhilfe. Das Behandlungsprinzip der Hyposensibilisierung besteht darin, dem Patienten jenes Allergen in Form von Tabletten, Tropfen oder Spritzen zu verabreichen, auf das der Patient empfindlich reagiert. Das Immunsystem wird beeinflusst, eine bessere Verträglichkeit gegenüber der Substanz wird bewirkt.

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Die App von pollenwarndienst.at zeigt, wann und wo die Pollen-Belastung am höchsten ist.