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Lifestyle | 23.11.2020

Jeder Mensch ist lösungsbegabt

Ob Krisenbewältigung, Kindererziehung oder Unternehmensführung – egal, ob für globale Herausforderungen oder alltägliche Probleme – die Fähigkeit, Probleme zu lösen, ist wichtiger denn je. Kein Wunder also, dass „Die Lösungsbegabung“, das neue Buch des Genetikers Markus Hengstschläger, seit Wochen auf Platz 1 der Bestsellerlisten rangiert.

Bild Autorenfoto Hengstschläger_Lösungsbegabung (c) Udo Titz_8_MP.jpg
© Udo Titz

Unsere Welt verändert sich immer schneller und immer umfassender: Klimawandel, Digitalisierung, politischer Populismus und nicht zuletzt die Covid-19-Pandemie zeigen, wie unverzichtbar es ist, die großen Probleme unserer Zeit jetzt anzugehen. Acht Jahre lang hat der renommierte Genetiker Markus Hengstschläger an seinem neuen Buch „Die Lösungsbegabung“ gearbeitet und es einmal mehr geschafft, theoretisches Wissen kurzweilig, spannend und vor allem leicht verständlich zu vermitteln. 
Wir haben den gebürtigen Oberösterreicher (52) am Institut für Medizinische Genetik in Wien, wo er als Vorstand forscht und lehrt, getroffen und nachgefragt, wie man Lösungsbegabung fördern kann, wie der lösungsbegabte Mensch aussieht und wie lösungsorientiert der international anerkannte und mehrfach ausgezeichnete Wissenschafter selber ist. 

 

Herr Professor Hengstschläger, die Gene sind Papier und Bleistift, aber jeder Mensch schreibt seine eigene Geschichte selbst. Jeder Einzelne hat also Begabungen und Talente. Wie schafft man es, diese zu entdecken?

Begabung ist genetisch mitbestimmt und frühkindlich geprägt, wird aber meist dann als Begabung messbar, wenn man etwas damit macht. Was Lösungsbegabung betrifft, hat jeder Mensch die Anlagen, Lösungen finden zu können. Jeder Mensch ist lösungsbegabt. Durch den Erwerb von Wissen, durch das Aneignen von Kompetenzen und durch das Üben, Üben, Üben ist er in der Lage, diese Begabung zu entwickeln und zur Lösung von Problemen einzusetzen. 

 

Kann man Kindern beibringen, lösungsbegabt zu werden?

In jedem Fall, aber wenn man Kindern den Prozess des Lösungsfindens permanent abnimmt, dann nimmt man ihnen die Chance, selbst den Lösungsprozess kennenzulernen. Und man nimmt ihnen auch das unglaublich coole Gefühl, das man hat, wenn man eine Lösung gefunden hat. Wenn ein Kind dazu angehalten wird, selber Lösungen zu finden und diese Lösungen auch in Ruhe erarbeiten kann, dann sind das Erfahrungen, die einen Riesenbeitrag zur Persönlichkeitsentfaltung leisten und einen Menschen prägen. Und wenn man sein ganzes Leben lang viele Lösungen gefunden hat, dann ist man auch später im Alter dazu bereit, jederzeit zu sagen: „Da ist ein Problem, das gehe ich jetzt an“.

 

Sie haben in Wien Genetik studiert, forschten an der Yale University, gelten als einer der renommiertesten Wissenschafter des Landes, unterrichten Studierende und  arbeiten in den Bereichen genetische Diagnostik, Grundlagenforschung und Innovationsberatung, schreiben alle paar Jahre einen Bestseller ... Waren Sie schon von Kindesbeinen an lösungsbegabt?

(lacht) Dazu muss ich ein bisschen ausholen: Es gibt viel mehr, aber vielleicht im Wesentlichen drei Typen von Menschen auf dieser Welt. Die erste Gruppe sind die blauäugigen Optimisten. Sie sagen, das wird sich schon ausgehen, es ist sich immer schon ausgegangen, ich mische mich nicht ein und verlasse mich auf die anderen. Mit „die anderen“ sind hier Politik oder Wirtschaft, aber auch die Wissenschaft gemeint. Die blauäugigen Optimisten sind in einer Art Mitmachkrise. Die zweite Gruppe sind die eingefleischten Pessimisten, die sagen: „Das geht sich sowieso nicht aus“.Auch sie stecken in der Mitmachkrise. Ihre Begründung lautet oft: Der Mensch ist im Grunde schlecht. 

 

Und ist der Mensch im Grunde schlecht?

Er ist weder im Grunde gut, noch ist er schlecht. Der Mensch ist das Produkt der  Wechselwirkung aus seiner Genetik, seiner Umwelt plus der Epigenetik. Das bedeutet, dass wir durch Fleiß, Konstanz und Konsequenz sehr viel selber in der Hand haben. Das ist eine Chance, aber auch eine große Verantwortung. Dazu gibt es eine schöne Parabel – ein Großvater sagt zu seinem Enkel: „In jedem von uns stecken zwei Wölfe, der gute und der böse Wolf. Der Enkel fragt ihn: „Und wer wird gewinnen?“ Der Großvater antwortet: „Immer der, den du fütterst“. 

Und dann gibt es noch die dritte Gruppe von Menschen. Dieser Typ sagt: „Einfach ist es nicht, aber einfach wird es auch in Zukunft nicht sein.“ Dennoch haben wir auf dieser Welt schon enorm viel erreicht. Noch nie waren Gesundheit, Bildung oder Gerechtigkeit so gut wie heute, aber es ist auch noch extrem viel Luft nach oben vorhanden. Terror, Umweltbelastung, Hunger, Rassismus und jetzt auch noch diese Pandemie. Wir müssen uns aus dieser Mitmachkrise herausbewegen und immer dranbleiben. Und um auf mich persönlich zurückzukommen: Ich hatte immer das Gefühl, etwas beitragen zu wollen, egal ob es sich um etwas Kleines oder Großes gehandelt hat. Ich bin ein Mensch, der immer in Bewegung ist. Ich habe mir immer Ziele gesetzt und versuche, konstant zu bleiben.  

 

Warum ist es so wichtig, immer in Bewegung zu bleiben? Und wie bleibt man immer in Bewegung?

Dazu habe ich ein Teilkapitel im Buch der Serendipität gewidmet. Serendipität steht dafür, dass man immer mit offenen Augen und Ohren durchs Leben geht. Alan Webber, er ist auch langjähriger Berater von Academia Superior, hat das Buch „Rules of Thumbs“ – auf deutsch „Daumenregeln“ – geschrieben. Eine Regel lautet: „Sei achtsam, Lehrer sind überall.“ Wenn man in Bewegung ist, kann man Dinge finden, die man sucht. Aber man findet auch immer wieder Dinge, die man gar nicht gesucht hat. Amerika wurde nicht gesucht, aber gefunden. Oder denken Sie an Alexander Fleming, er hat nur deshalb einen wesentlichen Beitrag zur medizinischen Verwendung von Penicillin leisten können, weil er durch eine Verunreinigung seiner Experimente mit Schimmel vollkommen zufällig seine antibakterielle Eigenschaft entdeckt hat. Serendipität bedeutet, dass ich immer auf der Suche nach Lösungen bin, dass ich an einer Sache dranbleibe, einmal mehr, einmal weniger.  

Dann gibt es auch noch das „Default Mode Network“. Das sind Gehirnregionen, die im Ruhezustandsmodus aktiv sind, wenn wir zum Beispiel tagträumen, joggen oder Rasen mähen. Diese Hirnregionen haben sehr wahrscheinlich etwas mit Kreativität zu tun. 

 

Wie kommt man aus der  oben genannten Mitmachkrise heraus?

Da ist die derzeitige Corona-Pandemie ein gutes Beispiel. Ich kann ihr im Grunde genommen nichts Gutes abgewinnen, aber es gibt viele Menschen, die reden jetzt schon von der Chance nach der Krise. Man glaubt immer, dass man als Einzelner bei großen Krisen wie der Klima- oder Migrationskrise nichts machen kann. Aber wie man an der Pandemie sieht, geht das doch. Menschen sind plötzlich für ihre Nachbarn, die zur Risikogruppe gehören, einkaufen gegangen. Wir tragen Mund-Nasen-Schutz, halten Abstand. Daran sieht man, dass viele kleine Beiträge zur kollektiven Lösung beitragen können, denn die großen Probleme lösen wir kollektiv. Wenn jeder seine Lösungsbegabung aktiviert und sich aus der Mitmachkrise heraus begibt, dann haben wir die Chance, auch große Probleme zu lösen. Der Mensch ist grundsätzlich vernunftbegabt, sozial und lösungsbegabt. Um aus der Mitmachkrise zu kommen, müssen wir uns aber eindeutig öfter darauf besinnen.

 

 

 

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© Ulli Wright

Gibt es Menschen, die nicht lösungsbegabt sind?

Grundsätzlich ist jeder Mensch lösungsbegabt, aber es gibt Unterschiede und es gibt Dinge, die uns in Sachen Lösungsbegabung im Weg stehen. Das ist zum einen die Mitmachkrise, aber auch ein Missverhältnis zwischen Angst und Mut. Wobei ich festhalten möchte, dass Angst an sich ja nicht schlecht ist. Denn wenn der Homo sapiens, den es jetzt seit 300.000 Jahren gibt, keine Angst kennen würde, hätte er nicht überlebt. Man nennt das „Fight-or-flight“-Reaktion. Wenn etwas Gefährliches auf mich zukommt, muss ich mich entscheiden, kämpfe ich oder fliehe ich – und das schnell, fokussiert und hochkonzentriert. Das ist eigentlich etwas Gutes. Denn wenn man mutig ist, ohne Angst zu haben, dann rutscht der Mut sehr schnell in Richtung Dummheit. Umgekehrt hemmt zu viel Angst, da spricht man in der Biologie von der Schockstarre. Man muss immer abwägen, wie viel Mut will ich, wie viel Angst brauche ich. Als Gesellschaft müssen wir uns permanent mit diesen dialektischen Systemen beschäftigen. Wie viel ist gut, wie viel ist nicht mehr gut? Angst hat auch sehr viel damit zu tun, dass man einen Abwägungsprozess aufrechterhält.

 

Was hemmt die Lösungsbegabung noch?

Zum Beispiel  Negativity Bias. Das bedeutet, dass der Mensch jahrtausendelang einen Hang dazu entwickelt hat, sensibler für das Böse als für das Gute zu sein. Schlechte Nachrichten will er immer sofort wissen, weil er darauf reagieren musste. Heute brauchen wir aber die oben angesprochene „Fight-or-flight“-Reaktion kaum mehr, sie ist uns jedoch noch angehaftet und wir neigen dazu, dem Schlechten viel mehr Bedeutung zuzumessen als dem Guten. Dann gibt es noch Availability Bias. Der Mensch glaubt, dass wenn er ein Beispiel für etwas sieht oder nennen kann, dass das dann auch öfter auftritt, als es in Wirklichkeit der Fall ist. Das sind zwei Phänomene, die vernunftbegabten, sozialen Lösungen entgegenwirken, weil man immer ein verzerrtes Bild von der Realität hat. Am Ende wird man sich sogar so verhalten, dass das, was man glaubt, wahrscheinlicher eintreten wird. Wenn man das weiß, dann weiß man auch, dass die Möglichkeiten, lösungsorientiert zu sein, sehr stark damit zusammenhängen, wie der Mensch instinktiv denkt. Man sollte daher das Verhältnis von Mut und  Angst kennen.  Um zu guten Lösungen zu kommen, sollten wir höchst achtsam, aber unaufgeregt, vernunftorientiert und sozial orientiert, mit möglichst wenig Ablenkung und Aufregung an die Dinge herangehen.

 

Was fördert die Lösungsbegabung?

Der von mir im Buch angesprochene „Medici Effekt“ fördert zum Beispiel die Lösungsbegabung. Dabei handelt es sich um den Effekt der Interdisziplinarität, der nach der mächtigen Familie Medici benannt ist, die in Florenz die Vernetzung verschiedenster Disziplinen – vom Handwerk über Wissenschaft und Kunst bis zur Philosophie – gefördert hat.  Der Unternehmer und Redner Frans Johansson beschreibt in seinem Buch „Der Medici Effekt: Wie Innovation entsteht“, dass es innovationssteigernd ist, wenn Profis verschiedener Fachgebiete nach der Lösung eines Problems suchen. Die Theorie dahinter ist, dass dort neue Lösungen wahrscheinlicher sind. Man muss daher immer fragen, wie viele Schnittstellen es gibt.

 

Wir befinden uns mitten in einer digitalen Transformation. Wie wichtig sind hier Schnittstellen mit anderen Disziplinen?

Auf etwas, das vorhersehbar ist, kann man sich einstellen. Natürlich kann nicht jede oder jeder Programmierer sein, aber in 30 Jahren wird es kaum Berufe geben, wo es nicht eine Schnittstelle damit gibt. Dass man Grundkenntnisse davon hat, kann daher nicht schaden und es ist auch völlig legitim, dass die Wirtschaft sagt, wir brauchen Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschafter und Techniker, also nichts wie rein in die sogenannten MINT-Fächer. Das ist der vorhersehbare Anteil. Aber wenn alle nur mehr MINT-Fächer studieren würden, dann wäre das zu wenig Individualität, Diversität und Flexibilität.Um diese Technologie für neue Lösungen einzusetzen, brauchen wir eine lösungsbegabte nächste Generation. Wenn wir Lösungsbegabung nicht fördern, dann werden wir nicht wissen, wie wir mit diesen Technologien zu neuen Lösungen kommen können. 

 

Was soll ich meinem Sohn sagen, wenn er etwas Exotisches studieren will?

Wenn man vor 30 Jahren gesagt hat, man studiert Orientalistik, haben sicher viele Leute gefragt, was man damit einmal anfangen will. Heute ist dieses Wissen eine unglaublich wichtige Komponente für das Verständnis rund um Migration, Integration bis hin zu Terrorismus. Es gibt viel zu wenige Menschen, die davon etwas verstehen. Wir können nicht nur das machen, was vorhersehbar ist und alles andere ignorieren. Je mehr individuelle Konzepte wir heute aufrechterhalten, umso eher ist eine Antwort auf die Frage dabei, die wir heute noch gar nicht kennen. Gerade in Zeiten der digitalen Revolution stellt sich die Frage, was die Universaltechnologie künstliche Intelligenz zum Wohle der Menschheit hervorzubringen vermag, wenn sie nicht in Kombination mit dem Denken und Forschen aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften zur Anwendung kommt.  

 

Wie sehr spielen Erfahrungen, die man im Leben bereits gemacht hat, bei der Lösungskompetenz eine Rolle?

Es gibt vorhersehbarere Anteile der Zukunft und weniger vorhersehbare. Bei den vorhersehbaren Anteilen kann es sein, dass wir schon eine Lösung haben. Zum Beispiel wissen wir, dass Penicillin gegen Bakterien hilft und wir wissen auch, wie man den Flächeninhalt eines Quadrats errechnet. Das brauche ich nicht neu erfinden. Wir Wissenschafter schaffen Wissen und wir wollen, dass dieses Wissen auch angewendet wird. Wir wollen nicht, dass jede Generation das Rad neu erfinden muss. Wir müssen heute aber mehr denn je eine nächste Generation und uns alle auf die unvorhersehbaren Anteile der Zukunft vorbereiten. Ich nehme mal das Beispiel Pandemie. Eine Pandemie ist an sich kein unvorhersehbares Ereignis, so etwas gab und gibt es immer wieder. Aber welcher Erreger dahintersteckt, wann und in welchem Ausmaß er die Welt trifft, ist unvorhersehbar.

 

Wie kann man die Lösungsbegabung für die unvorsehbare Zukunft fördern?

Dazu ein Beispiel: Ein Kind kommt aus dem Kindergarten. Die Eltern sagen zu ihm: „Zeichne ein Haus“. Es zeichnet ein rundes lila Gebilde ohne Fenster. Dann holen die Eltern ein Blatt Papier und zeichnen ein eckiges Haus mit spitzem Giebeldach, Tür, Fenstern, Rauchfang, damit das Kind weiß, wie ein Haus aussehen muss. Das ist gerichtete Bildung. Das, was wir schon wissen, wird in die nächste Generation transformiert und soll auch angewendet werden. Zu dieser gerichteten Bildung brauchen wir aber auch ungerichtete Bildung, weil es eben vorhersehbarere und auch weniger vorhersehbare Zukunftsanteile gibt. Was, wenn wir gar nicht wissen, wie die Häuser in Zukunft aussehen werden? Die Lösungsbegabung muss soweit zum Blühen gebracht werden, dass das Kind später sein eigenes Haus kreiert, entwirft und baut, ein Haus, das wir uns noch gar nicht vorstellen können. Für die unvorhersehbare Zukunft müssen wir die Löungsbegabung der nächsten Generation fördern. Das Kind wird eine Lösung finden. Kreatives, kritisches Denken, Resilienz, soziale ungerichtete Kompetenzen sind enorm förderlich, wenn es um Lösungsbegabung geht. 

 

Wie problematisch ist es für die Lösungsbegabung, dass wir uns aufgrund der derzeitigen Einschränkungen ausgelöst durch Covid-19 nicht persönlich treffen können, sondern meistens online kommunizieren?

Wir sprechen derzeit sehr viel über Themen wie Angst und Mut oder Physical Distancing, aber es gibt auch andere Aspekte zu beachten – wie das grundsätzliche Freiheitsdenken. Denn die individuelle Freiheit ist für die Lösungsbegabung enorm wichtig. Wenn ich Menschen vorschreibe, was sie tun oder denken dürfen, schränkt das den Diskurs enorm ein. Wir müssen also darauf achten, dass wir die individuelle Freiheit, solange sie niemand Anderem schadet, aufrechterhalten, damit die Lösungsbegabung sich entfalten kann.  Menschen denken nicht im selben Ausmaß neu, wenn sie nicht frei sind. 

 

Die Gesellschaft scheint derzeit aufgrund der persönlichen Einschränkungen durch Corona gespalten. Ich denke auch, weil es so viele unterschiedliche Informationen gibt.

Eine Diskussion muss es geben, aber es gibt auch einen wissenschaftlichen Stand und gute Belege dafür, was man tun kann, um sich gegen das Virus zu schützen. Denken Sie an Abstandhalten oder Mund-Nasen-Schutz. Ich finde es in Ordnung, wenn alle Komponenten diskutiert werden. Man muss vermeiden, dass sich die Leute in eine Mitmachkrise verabschieden. 

 

Wie schaut nun der optimale lösungsbegabte Mensch aus?

Er ist offen für Schnittstellen, er ist offen für zufällige Entdeckungen, er hat Mut aus Sicherheit, er hat das richtige Verhältnis zwischen Mut und Angst. Er sieht Freiheit als Chance, um  damit etwas machen zu können. Er kämpft nicht nur für diese Freiheit, sondern erfüllt sie auch mit etwas, er macht etwas daraus. Er ist sich seiner biologischen Grundlagen bewusst. Wer nicht weiß, wer er ist und wie er tickt, kann nicht lösungsbegabt sein. Es gibt ganz viele Komponenten, die den lösungsbegabten Menschen ausmachen. Lösungsbegabt ist nur das Potenzial. Es gibt Dinge, die macht man, weil man sie machen muss, das ist Sicherheit, aber ich betrete auch immer wieder Neuland – wenn man das alles zusammenfasst, dann hat man den lösungsbegabten Menschen. 

 

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Lifestyle | 23.11.2020

Die Lösungsbegabung

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