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Lifestyle | 16.03.2016

Happy Birthday UNICEF!

1946 gegründet, um hungernden Kindern im verwüsteten Europa zu ­helfen. Heute erleben wir die größte Flüchtlingsbewegung – weltweit waren noch nie so viele Kinder auf der Flucht. UNICEF hilft damals wie heute!

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UNICEF-Botschafterin Audrey Hepburn bei einem Nothilfebesuch in Äthiopien. (© UNICEF)

Es ist nun 70 Jahre her, dass das Kinderhilfswerk UNICEF aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs entstanden ist. Herbert Hoover, ehemaliger Präsident der USA, zeigte sich damals erschüttert über das Elend in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg: „Von der russischen Grenze bis zum Ärmelkanal gibt es heute 20 Millionen Kinder, die nicht nur schwer unterernährt sind, sondern zunehmend an Tuberkulose, Rachitis und Blutarmut leiden. Wenn Europa eine Zukunft haben soll, dann muss etwas für diese Kinder getan werden.“ Daraufhin gründeten die Vereinten Nationen am 11. Dezember 1946 das Kinderhilfswerk UNICEF mit der Aufgabe, den kranken und hungernden Kindern im verwüsteten Europa so lange zu helfen, bis die schwerste Zeit überwunden ist.

Milch, Fett und Lebertran – damit begann alles. Im bitterkalten Winter 1946/47 waren etwa 20 Millionen Kinder in Europa hungrig, heimatlos und in Lumpen gekleidet. Auch in -Österreich war die Not nach dem Zweiten Weltkrieg groß. UNICEF -versorgte Millionen Kinder im Nachkriegs-europa mit Milch, Fett, Lebertran und -Medikamenten, impfte sie gegen -Tuberkulose und stellte Material für Kleidung, Schuhe und Decken bereit.Durch den Wirtschaftsaufschwung in den 1950er-Jahren waren die ersten Länder bald selbst in der Lage, für ihre Kinder zu sorgen, und die Vereinten Nationen wollten das Kinderhilfswerk wieder auflösen. Da meldeten sich -jedoch die ärmeren Länder der Welt zu Wort. Wie, fragte ein Delegierter aus Pakistan, könne man die Aufgabe -internationaler Hilfsaktionen für die Kinder als abgeschlossen ansehen, wenn immer noch Millionen von Kindern in Asien, Afrika und Lateinamerika an Krankheit und Hunger leiden? Das Plädoyer zeigte Wirkung – am 8. Oktober 1953 beschloss die Vollversammlung der Vereinten Nationen einstimmig, dass UNICEF eine permanente Einrichtung werden soll, um das Leid der Kinder in den ärmsten Regionen der Erde zu bekämpfen. Mittlerweile ist UNICEF die größte Kinderrechtsorganisation der Welt und kämpft in rund 190 Ländern für die Rechte von Kindern. Damals wie heute setzt sich UNICEF für jedes Kind ein – unabhängig von Hautfarbe, Religion, ethnischer Zugehörigkeit oder politischer Einstellung.

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UNICEF-Botschafter Orlando Bloom besucht Gevgelija (Mazedonien). (© UNICEF)

Zielorientiert und effizient – ­damals wie heute. Doch haben sich die Zeiten wirklich geändert? Heute, 70 Jahre später, erleben wir in Europa die größte Flüchtlingsbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg. Weltweit waren noch nie so viele Kinder auf der Flucht. Zwei Millionen syrische Mädchen und Buben mussten bereits ihre Heimat verlassen. Und die Zahl der Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen, steigt weiter an. Konflikte und extreme Wetterbedingungen zwingen im­mer mehr Kinder zur Flucht. Derzeit lebt rund eines von neun Kindern weltweit in einer Krisenregion. Deshalb ist die von UNICEF geleistete Nothilfe heute wichtiger denn je. 

Geburtsstunde der UNICEF-BotschafterInnen. Früh erkannte UNICEF, dass es auch darauf ankommt, die ­breite Bevölkerung zu mobilisieren. UNICEF war die erste Hilfsorganisation, die Prominente als BotschafterInnen für die gute Sache einsetzte. Es war der Schauspieler und Entertainer Danny Kaye, der 1954 zum ers­ten UNICEF-Botschafter ernannt wurde. Über 30 Jahre lang setzte er sich für Kinder in Not ein und gilt bis heute als Vorbild. 

 

Spendenaufruf:

Aktuell bittet UNICEF Österreich dringend um Spenden für Kinder auf der Flucht.

Spendenkonto:

UNICEF Österreich 

AT46 6000 0000 0151 6500 

„Kinder auf der Flucht“ 

 

Weitere Informationen und Möglichkeit zur Online-Spende findet ihr hier.