Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 01.10.2020

Go-Kart-Feeling im Elektro-Mini

Ein Mini Cooper nur mit Elektro-Antrieb. Dieses Kult-Auto ohne Verbrennungsmotor und entsprechend aufregendem Motorengeräusch. So ganz kann ich mir das vor unserem Test noch nicht vorstellen. Umso gespannter bin ich auf den neuen Mini Cooper SE, den es seit diesem Jahr auf dem Markt gibt.

Bild Mini_Aufmacher.jpg
Die Optik ist die gleiche, die Motorisierung neu: Redakteurin Nicole Madlmayr hat den neuen Mini Cooper mit reinem Elektroantrieb getestet. © Oberösterreicherin

Bei der Optik hat sich nicht viel verändert. Glücklicherweise, denn was gut ist und sich seit Jahrzehnten bewährt, darf gern so bleiben, wie es ist. Unser Testmodell ist mit seinem grauen Lack samt gelben Akzenten ohnehin ein absoluter Hingucker – ich bin begeistert, ebenso mein Liebster, als ich mit dem Elektro-Mini in unsere Einfahrt surre. Nur die Teenager-Tochter rümpft erst mal das Näschen. Liebe auf den ersten Blick schaut anders aus ...
Das ändert sich allerdings, als sie das erste Mal auf dem Beifahrersitz Platz nimmt. Das Cockpit ist modern, jung und verfügt über viele nette Spielereien, die einer 13-Jährigen gefallen. Wie in den Rückleuchten ist der Union Jack als Hinweis auf die Herkunft des kleinen Briten auch im Inneren omnipräsent – am Armaturenbrett, am Lenkrad, bei den Kopfstützen. We love it!

 

Sobald man den mini-typischen Start-Kippschalter drückt, ertönt ein akustisches Signal und die Fahrerin weiß Bescheid, dass der Motor nun läuft und die Reise losgehen kann. Glücklicherweise hat sich auch beim Fahrspaß nichts geändert. Im Elektro-Mini kommt mit 184 PS das bekannte Go-Kart-Feeling genauso auf wie in seinen Benzin- und Diesel-Brüdern. Den Spurt von null auf 100 Stundenkilometer schafft er in 7,3 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird auf 150 km/h limitiert – was aber wurscht ist, weil bei uns eh nicht erlaubt.

Der Mini Electric im Test
Bild DSC_6022.jpg

© Oberösterreicherin 

Bild DSC_6028.jpg

© Oberösterreicherin 

Bild DSC_6032.jpg

© Oberösterreicherin 

Bild DSC_6034.jpg

© Oberösterreicherin 

Überaus gewöhnungsbedürftig ist auf den ersten Kilometern das so genannte „One-Pedal-Feeling“. Sobald die Fahrerin den Fuß vom Gaspedal nimmt – etwa im Stadtverkehr oder bei zähflüssigem Verkehr –, wird eine spürbare Verzögerung des Wagens ausgelöst. Der Motor wird zum Generator und speist Energie zurück in die Batterie. Das hilft beim Stromsparen – und das ist auch wirklich notwendig, denn mit Reichweite kann der Mini SE leider nicht punkten. Wenn man nicht auf sämtliche Annehmlichkeiten, die Strom fressen (zum Beispiel Klimaanlage oder Sitzheizung), verzichten und auch nicht dauernd im Super-Spar-Modus fahren möchte, schafft man realistisch nicht viel mehr als 150 Kilometer. Deshalb gilt es, weitere Fahrten gut im Voraus zu planen. Die Fahrt zu unserem Tennis-Match ins Mühlviertel habe ich deshalb schon vorab kilometermäßig berechnet und abgewogen, ob sich das ausgeht. Denn einen Supercharger sucht man dort klarerweise noch vergeblich. Und das Laden über eine gewöhnliche Haushaltssteckdose dauert halt. Die geringe Reichweite macht den E-Mini deshalb eher für den urbanen Bereich als Cityflitzer interessant denn für ausgedehnte Partien aufs Land. Oder als Zweitauto, für das man die Tankstelle daheim in der Garage hat. Denn das ist der große Vorteil von einem Wagen mit Elektromotor – dass man ihn ganz easy zu Hause aufladen kann.

Bild DSC_6025.jpg
© Oberösterreicherin

Und dann wäre da noch die Sache mit dem Preis. Dass Mini Cooper ihren Preis haben, ist bekannt. Dennoch braucht man eine gut gefüllte Brieftasche, wenn man sich für den Mini SE entscheidet. Der Listenpreis geht bei 32.950 Euro los. Wenn’s ein bisserl mehr Ausstattung sein darf, wie etwa Rückfahrkamera, Panorama-Glasdach oder Head-up-Display, muss man noch etwas drauflegen. Unser Testmodell hat den stolzen Preis von 42.550 Euro.