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Lifestyle | 25.05.2015

Glücksreport

Laut einer aktuellen Umfrage sind 49 Prozent aller Österreicher glücklich. Doch was bedeutet Glück? Gibt es so etwas wie Glückskinder? Und was macht die Oberösterreicher eigentlich glücklich? Wir haben nachgefragt!

„Das Glück im Leben hängt von den guten Gedanken ab, die man hat.“ Das stellte der römische Kaiser Marc Aurel bereits zu Beginn des ersten Jahrtausends treffend fest. Und dieser Satz ist bis heute gültig, wie der Linzer Glücksforscher Manfred Rauchensteiner (www.rauchensteiner.at) bestätigt. „Glück ist, sich auf das zu konzentrieren, was einem gut tut, und möglichst alles auszulassen, was einen unglücklich macht“, sagt Rauchensteiner. „Wer sein persönliches Glücksniveau anheben möchte, sollte also versuchen, möglichst viele Glücksmomente wahrzunehmen. Wir können unsere Aufmerksamkeit bewusst auf jene Dinge lenken, die in uns gute Gefühle auslösen.“

 

Kleines Glück im Alltag

Und diese Dinge gibt es im Alltag sehr oft, wenn man sie bewusst sieht und nicht als selbstverständlich hinnimmt: die ersten Sonnenstrahlen, die uns morgens aus dem Bett kitzeln, der üppig blühende Baum vor dem Haus, ein duftender Kaffee, die Katze, die um unsere Beine schmeichelt, das Lächeln der Kassiererin im Supermarkt.

Der Experte selbst geht sogar noch einen Schritt weiter. „Ich sehe mich heute als Glückskind, weil mein warmes Wasser im Bad in der Früh funktioniert hat, weil ich den Baum mit den Vögeln vor meinem Fenster beobachten kann, weil ich überhaupt sehen kann. Ich hatte und habe Menschen in meinem Leben, die mich mögen und unterstützen, und es gibt Menschen, die ich unterstützen darf“, zählt Rauchensteiner auf.

 

„Ich bin ein Glückskind“

Gibt es denn so etwas wie Glückskinder wirklich? „Eindeutig ja“, sagt Manfred Rauchensteiner, „weil das alle sind, die genau das entschieden haben. Ein Glückskind zu sein bedeutet, sich täglich immer wieder etwas bewusst zu machen, das einem zeigt, dass man ein Glückskind ist.“ Und wieder sind es vor allem die Kleinigkeiten, die zählen. Das Leben bietet auch unendlich viele Varianten an positiven Gefühlen, wie Spaß, Dankbarkeit, Liebe, Geborgenheit, Genuss und Dankbarkeit. Denn Glück ist kein Dauerzustand, sondern vielmehr eine Aneinanderreihung von glücklichen Momenten.

 

Selbst für Glück verantwortlich

Doch anstatt sich auf das eigene Leben zu konzentrieren, beschäftigen sich die meisten Menschen lieber mit dem der anderen. Und genau hier liegt für den Glücksforscher ein Grundstein für das Unglücklichsein. „Weil wir oft denken, dass alle anderen dafür verantwortlich sind, wie es uns gerade geht“, erklärt Rauchensteiner. „Mit diesem Grundfehler in unseren Gedanken beschäftigt sich auch meine Arbeit. Wer keine Eigenverantwortung für seine Befindlichkeit und sein Glück übernimmt, beschwert sich meist ständig über das Leben und die anderen – und erzeugt sich genau dadurch seine unangenehmen Gefühle selbst!“

„Glück ist ...“