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Lifestyle | 09.11.2020

Fünf gute Gründe für Holz

Holz wirkt beruhigend und harmonisierend, sorgt für ein gesundes Raumklima und alle fünf Minuten wächst in unseren Wäldern genug Holz für den Bau eines Einfamilienhauses. Was für Holz spricht und worauf Häuslbauer achten sollten, beantworten unsere Experten.

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© Shutterstock, Buchner/Robert Maybach, DANA/JELD-WEN, mafi

Holz fühlt sich gut an, wächst laufend im Wald nach und hat hervorragende bautechnische Eigenschaften. 4,2 Millionen Kubikmeter Holz wachsen in Oberösterreich jedes Jahr nach: Mit dieser Holzmenge könnte man 100.000 Einfamilienhäuser errichten. Oder anders formuliert: Alle fünf Minuten entsteht in unseren Wäldern genug Holz für den Bau eines Einfamilienhauses. Vieles spricht für den Baustoff Holz. Nicht nur Einfamilienhäuser, sondern immer mehr Hochhäuser und sogar Fußballstadien werden neuerdings aus Holz gebaut. Der Baustoff Holz ist „in“. In den letzten 20 Jahren hat sich der Holzbauanteil laut proHolz Austria, der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Holzwirtschaft, nahezu verdoppelt. In Österreich mache der Holzbau bereits fast ein Viertel des gesamten Bauvolumens aus – Tendenz steigend. Dafür gibt es gute Gründe.

1. Der Wohlfühlfaktor. Holz riecht gut, fühlt sich gut an und sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Es ist ein warmer Baustoff, der dem menschlichen Körper keine Wärme entzieht. Holz kann Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben und sorgt damit für ein natürlich reguliertes Raumklima. Voll und ganz dem Baustoff Holz verschrieben hat sich auch der Mühlviertler Holzbaumeister Buchner. Neben dem natürlichen Wohnklima ist die rasche Bauzeit ein wichtiges Argument, das für ein Haus aus Holz spricht, wie Geschäftsführer Christian Buchner bestätigt.

2. Rasche Bauzeit, nachhaltiges Wohnen. Buchner, mit Sitz in Unterweißenbach, hat sich vom kleinen Zimmereibetrieb zu einem der führenden Holzbaubetriebe in Oberösterreich entwickelt und baut individuelle ökologische Fertigteilhäuser aus Holz. Gerade durch die Corona-Krise ist bei vielen Menschen der Wunsch nach einem eigenen Haus gestiegen und die rasche Bauzeit ein wesentlicher Vorteil, um seinen Traum vom Haus schnell zu verwirklichen. Auch Buchner verzeichnet eine steigende Nachfrage und eine Bewusstseinsänderung hin zur Regionalität: „Die Corona-Krise hat das Bewusstsein vieler Menschen sicherlich verändert. Die Nachfrage nach regionalen Produkten ist gestiegen und das Bedürfnis nach Nachhaltigkeit und Natürlichkeit ist stärker geworden.“

3. Schön und tragfähig. Holz hat eine hohe Tragfähigkeit bei geringem Eigengewicht. Das bedeutet, dass Bauteile aus Holz leichter sind als gleichwertige aus Beton, Stahl oder Ziegel. Holzbauten brauchen dadurch kleinere Fundamente, was Platz und Kosten spart. Gleichzeitig haben sich die Gestaltungsspielräume vergrößert. Computerbasierte Berechnungs- und Fertigungsmethoden eröffnen völlig neue Möglichkeiten, von weit gespannten Tragwerken bis zu Hochhäusern. Intensive Forschung und Entwicklung haben in den letzten Jahren neue Holzwerkstoffe hervorgebracht, die wie Stahlbetonplatten eingesetzt werden können. Der modernen Architektur sind immer weniger Grenzen gesetzt. Niemand hofft es, aber sollte es tatsächlich zu einem Brand kommen, sei das Brandverhalten von Holz laut proHolz Austria im Gegensatz zu anderen Baustoffen gut berechenbar und kontrollierbar. Holz brenne langsam ab, unter der verkohlten Schicht bleibe die Tragfähigkeit lange erhalten. Holzhäuser seien mindestens so sicher wie Häuser aus anderen Materialien.

4. Vorteile beim Neubau, Zu- und Anbau. „Der Baustoff Holz hat sehr viele positive Eigenschaften und wir glauben an die Zukunft dieser Bauweise“, so Traudlinde Kremsner, Verantwortliche für Verkauf und Marketing bei Compact Bau. Aktuell errichtet das Linzer Immobilienunternehmen in Pesenbach bei Feldkirchen 16 Chalets in Holzriegelbauweise. Auch Zu- oder Anbauten lassen sich mit Holz bestens bewerkstelligen. Heimwerker erfreuen sich an einer Vielzahl an Eigenleistungen, die sie einbringen können. Denn, steht erst einmal die Hauptkonstruktion, lassen sich weitere Schritte wie Teile der Wärmedämmung und der Innenausbau gut in Eigenregie erledigen. Doch Achtung bei Übergängen zu Fenstern und Türen – eine exakte Arbeitsweise und das nötige Know-how sind unerlässlich, will man Wärmebrücken vermeiden. Baufeuchte wie beim Massivbau tritt keine auf. Trockenzeiten entfallen und der neue Anbau ist vom ersten Tag an bewohnbar. Dennoch wünscht sich Traudlinde Kremsner noch mehr Aufklärungsarbeit in Sachen ökologische Bauweise und Nachhaltigkeit: „Ich stelle vermehrt fest, dass Interessenten meinen, eine Holzbauweise sei automatisch billiger als herkömmliche Ziegelbauweise mit Vollwärmeschutz. Auch Fragen in Sachen spätere Umbaumöglichkeiten oder Pflege der Fassade sind wesentliche Themen, die beim Holzbau beantwortet werden müssen.“

5. Vielfalt außen wie innen. Ob das komplette Haus, im Innenausbau bei Böden und Wänden, Teile der Einrichtung oder einzelne Deko-Elemente: Wieviel Holz es sein darf, bleibt jedem selbst überlassen. Weil Holz ein ökologischer und nachwachsender Rohstoff ist, ist es besonders bei Innentüren eine gute Wahl, wie Geschäftsführer Daniel Egger bekräftigt. Holztüren wissen mit natürlicher Schönheit, hoher Beständigkeit und Langlebigkeit zu überzeugen. „Zudem lassen sich mit Holzinnentüren sehr gute Schall- und Wärmeschutzwerte erzielen“, so der Experte. Wichtig sei: Neben der Optik sollte man sich bereits in der Planungsphase Gedanken über Öffnungsrichtung, Raumgestaltung und Platz für die Türen machen. Ob erholsamer Schlaf im Zirbenbett oder knisterndes Kaminfeuer. Ob Fußboden oder Türen. Wer die Genialität von Holz erst einmal entdeckt hat, wird den Allrounder außen wie innen nicht mehr missen wollen.

 

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© Shutterstock, Buchner/Robert Maybach, DANA/JELD-WEN, mafi