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Lifestyle | 14.05.2018

Frühlingserwachen im Garten

Bei dem Wetter hält uns nichts mehr im Haus – wir verlagern unseren Lebensraum jetzt nach draußen!

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Farbenfroh. Mit der Lounge-Garnitur „Kente“ von Varaschin holt Designer Philippe Bestenheider Farbe in den Garten. (© Varaschin)

Das Jahr ist noch jung und die Gärten erwachen gerade erst aus dem Dornröschenschlaf. Umso schwungvoller werden jetzt die Gartenmärkte gestürmt, um sich die schönsten Blumen, praktischsten Alltagshelfer und stattlichsten Gemüsepflanzen als Erstes unter den Nagel zu reißen. Seit einigen Jahren wird der Fokus besonders auf das Wohnzimmer im Grünen gelegt: Gartenmöbel werden nicht nur „schnell mal nebenbei“ gekauft, sondern im Möbelhaus und beim Raum­ausstatter gezielt ausgesucht. Dabei spielen die persönlichen Bedürfnisse eine maßgebende Rolle: Möchte ich ein vielseitiges Möbelstück haben? Eines, das so stylish wie möglich oder an Gemütlichkeit kaum zu überbieten ist? Doch die Outdoor-Möbel sind erst der Anfang: Mittlerweile verlagern sich ganze Räume in den Außenbereich. Und der Frühling ist genau die richtige Zeit, um diese zu planen und die neuen Gartentrends ein bisschen näher in Augenschein zu nehmen ...

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Highlight des Jahres 2018: Geflechte und Materialmix! (© DEDON)

Der individuelle Garten. Das Bewusstsein, dass der Garten eine persönliche Note haben kann, wird durch den ausgeprägten Individualismus in unserer Gesellschaft verstärkt. Glücklicherweise sind die Tage der uniformen Siedlungsgärten gezählt – erlaubt ist, was Spaß macht! Jeder Garten ist für sich ein kleines Paradies und kann mit Wegen, Plätzen, Mauern, Sitzgelegenheiten, Sichtschutz, Stauden und Gehölzen noch individueller gestaltet werden. Hier tun sich drei große Strömungen auf: Bestandteil des romantischen Gartens sind wilde, verschlungene Pflanzen und Grün, so weit das Auge reicht. Vintage- und Shabby-Chic-Möbel, Glasgewächshäuser und verspielte Dekoelemente runden das Romantik-Feeling ab. Die zweite Strömung, der grüne Garten, ist der Missing-Link zwischen wilder Romantik und sachlicher Moderne. In diesem Garten findet alles Platz, was das Herz begehrt. dabei sind Holz und Stein die dominierenden Gestaltungselemente, während Nutzpflanzen auch schon mal im Zierbeet gezogen werden und Insektenhotels kleine Besucher ins eigene Reich locken. Der moderne Garten, die dritte Strömung, ist für alle, die auf Wildwuchs, Gesumme und Schnickschnack verzichten möchten. Gerade Linien, schlichte Materialien wie Aluminium oder Edelstahl, große Gartenfliesen und gedeckte Farben lassen die Herzen der Garten-Minimalisten höherschlagen.

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Das Hochbeet: guter Ertrag auf wenig Raum und ein echter Blickfang im Garten (© Shutterstock)

Kleine Gärten auf dem Vormarsch. So viele Ideen, aber so wenig Platz – gerade im urbanen Raum muss man sich einiges einfallen lassen, um selbst aus dem kleinsten Garten ein Paradies zu machen. Vor allem Reihenhausgärten sind meist nicht nur klein, sondern auch lang und schmal. Das hat allerdings den Vorteil, dass sie sich gut unterteilen und in verschiedene Bereiche gliedern lassen. So können in einem einzigen Garten eine Terrasse, ein gemütlicher Rückzugsbereich mit Liegen, ein kleines Biotop und ein Nutzgarten mit Gartenhäuschen und Kompost geschaffen werden. Dazwischen ein paar Rankgitter aufgestellt, an denen man rankende Kletter- oder Gemüsepflanzen hochleitet – und schon wird ein Ort für die ganze Familie geschaffen. Besonders beliebt sind und bleiben weiterhin Hochbeete: Sie bieten guten Ertrag auf wenig Raum und machen, bepflanzt mit Gemüse und essbaren Blumen, ordentlich was her.

Smart Gardening. Während die Technik schon längst Einzug in unser Zuhause gehalten hat, wird nun auch die intelligente Gartenpflege revolutioniert. Zu den wichtigsten Playern eines smarten Gartens gehören der Mähroboter und eine Bewässerungssteuerung, die per App bedient werden kann. Besonders intelligente Modelle holen sich sogar die Daten der am nächsten gelegenen Wetterstation und planen sorgfältig, wann, wie und wo gegossen werden muss, um eine tolle Blütenpracht oder knackiges Gemüse zu garantieren. Jede Menge schlauer Technik verbirgt sich im Activegrill, dem weltweit ersten Kohlegrill, der bequem und gradgenau per App-Steuerung geregelt werden kann. Er wurde vom niederösterreichischen Unternehmen Infotronik entwickelt und ist nun schon weit über die Grenzen hinaus bekannt. Wer keinen Platz zum großen Gärtnern hat, für den tut es auch die eigene Küche: Indoor-Gardening-Systeme lassen sich dank LED-Vollspektrum-Beleuchtung das ganze Jahr über bepflanzen und sichern so auch eine Kräuter- und Salaternte im Winter!

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Bunte Sache. Die Kollektion „Cala“ von Kettal ist in vielen Farben erhältlich. (© KETTAL)

Outdoormöbel für die Wohn-Oase. Gute Gartenmöbel sind teuer und halten fast ein ganzes Leben lang, daher will der Kauf gut überlegt sein. 2018 verschwimmen die Grenzen zwischen In- und Outdoor, so werden Balkon, Terrasse und Garten zum erweiterten Wohnbereich. Am besten gelingt der Übergang, wenn man dem eigenen Wohnstil treu bleibt und sich dieser auch draußen widerspiegelt. Um Wohnlichkeit zu transportieren, werden am besten gemütliche Loungemöbel gewählt. Auch auf kleinen Plätzen wie auf Terrasse und Balkon muss man so auf das entspannte Lounge-Feeling nicht verzichten. Mit UV-beständigen Outdoor-Textilien wie Kissen, Decken, Teppiche und sogar Stehlampen wird Wohnlichkeit auf jeden noch so kleinen Balkon gezaubert, und auch der Sitzsack erlebt sein Revue. Farblich ist alles erlaubt, was gefällt: Zwischen gedeckten Grün-, Beige- und Grautönen stechen auch mutige Nuancen wie Rot, Blau, Gelb und Pink hervor. Und selbst wenn Holz aufgrund seiner Natürlichkeit auch heuer nicht wegzudenken ist, kommen 2018 vor allem pflegeleichte Möbel dazu, die Wind und Wetter trotzen und nach einem Regenschauer schnell auftrocknen. Besonders beliebt in dieser Saison: Sitzmöbel aus Kunststoffschnur. Sie sind bequem, lassen Regenwasser einfach ablaufen und sind dabei ein absoluter Blickfang im ganz persönlichen Paradies.