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Lifestyle | 25.04.2018

Früh übt sich ...

Der Weg an die Spitze beginnt für die meisten Profisportler schon in früher Kindheit und wird von Vorbildern geprägt. Dank dieser Orientierung werden viele Fans später oft selbst zu Idolen.

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© Shutterstock

Ich bin sein größter Fan“, ist der sechsjährige Tim überzeugt. Gemeint ist Pavao Pervan, Torwart des LASK. Wie sein großes Vorbild steht der fußballbegeisterte Junge selbst zwischen den Pfosten. Und noch etwas verbindet die beiden: Die aktive Karriere des heutigen Profis, der im September des Vorjahres erstmals in den Kader der österreichischen Nationalmannschaft berufen wurde, begann schon früh. Bereits mit zehn Jahren stand er für eine Nachwuchsmannschaft im Tor. „Sein Idol spornt Tim an, und meine Frau und ich unterstützen seine Begeisterung, die er am Fußballplatz zeigt. Uns gefällt, dass er durch das Team ein starkes Gemeinschaftsgefühl entwickelt hat“, so Papa Tom Kern, der natürlich kein einziges Spiel der U6-Mannschaft seines Sohnes verpasst.

Kinder brauchen reale Vorbilder. Und tatsächlich spielt eine altersgerechte Orientierungshilfe beim Heranwachsen und Erlernen sozialer Kompetenz bei Kindern eine große Rolle. Besonders positiv wirken sich reale Vorbilder aus. Jene aus der Sportwelt helfen den Kleinen, ihre eigene Leistungsfähigkeit zu entdecken und ihre Grenzen wahrzunehmen. Sie entwickeln Ehrgeiz, lernen Fairness und den Umgang mit Erfolg und Niederlage. Die Vorbildwirkung eines Profisportlers beeinflusst aber nicht nur die Entwicklung sozialer Kompetenz, sondern bringt die kleinen Fans dazu, in die Fußstapfen ihres Lieblings treten zu wollen.

Sport fördert geistige und körperliche Entwicklung. Anstatt vorm Computer oder dem Fernseher zu sitzen, eifern sie ihrem Idol nach und betreiben meist selbst aktiv die Sportart ihres Vorbildes. Ob Fußball, Tennis, Skifahren oder Leichtathletik – Hauptsache, Sport. Denn Bewegung, das bestätigen unzählige Studien, wirkt sich positiv auf Herz und Kreislauf aus, stärkt Muskeln und Knochen und regt Verdauung und Stoffwechsel an. Doch nicht nur die körperliche, auch die geistige Entwicklung eines Kindes wird von Sport und Bewegung positiv beeinflusst. Trotzdem betreiben nur 28 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Österreich Sport. Mehr als 25 Prozent sind übergewichtig. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie die überflüssigen Pfunde bis ins Erwachsenenalter mit sich herumschleppen, ist laut Experten hoch. Bis in die 1980er-Jahre, so die Statistik Austria, hat es in den Ländern Europas rund zehn Prozent übergewichtige Menschen gegeben. Heute hat sich dieser Anteil verdoppelt bis verdreifacht. Übergewicht geht neben Bewegungsmangel und falscher Ernährung mit Volkskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Herzinfarkt einher. Die volkswirtschaftlichen Kosten, die auf ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung zurückzuführen sind, werden allein in Oberösterreich auf 2,1 Milliarden Euro geschätzt.

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Der sechsjährige Tim mit seinem großen Idol, LASK-Torwart Pavao Pervan (© privat)

Impulse für mehr Bewegung. Neben Vorbildern, an deren sportlichen Leistungen sich Kinder und Jugendliche orientieren, braucht es auch politische Maßnahmen. So hat das Land Oberösterreich seit dem Schuljahr 2017/2018 eine tägliche Bewegungseinheit in den Pflichtschulen eingeführt. „Wir wollen mit dieser Initiative ein starkes Signal und einen Impuls für mehr Bewegung in der Schule und im Alltag geben – und ganz besonders das Bewusstsein bei Eltern und Lehrern stärken, wie wichtig Bewegung für Kinder ist“, so Landeshauptmann-Stellvertreter und Sportreferent Michael Strugl. Voraussetzung dafür ist ein breites und flächendeckendes Angebot an Sport- und Freizeiteinrichtungen, das von Vereinen und Verbänden mit finanzieller Unterstützung des Sportlandes Oberösterreich zur Verfügung gestellt wird. In Oberösterreich stehen 5.900 solcher Sportstätten zur Verfügung. Neben flächendeckender und moderner Infrastruktur sieht die „Sportstrategie OÖ 2025“ auch sogenannte Motorikparks vor. Der erste wurde Ende 2017 im Nah­erholungsgebiet „Im Tal“ in Braunau eröffnet. Weitere sollen in Ansfelden und Andorf errichtet werden.

Infrastruktur-Offensive. Auch die Infrastrukturangebote für den Profi- und Spitzensport wurden in den letzten Jahren massiv ausgeweitet. Allein in den Ausbau des Olympiaze­ntrums auf der Linzer Gugl hat das Land Oberösterreich von 2016 bis 2018 neun Millionen Euro in die Hand genommen. Unterstützt wurde es dabei von der Wirtschaft. Und auch bei anderen Projekten, die im Zuge der Infrastrukturoffensive des Sportlandes umgesetzt wurden, finanzierten Unternehmen mit. Etwa beim TGW Turnleistungszentrum, das Anfang 2016 eröffnet wurde, beim Judo-Trainingszentrum, das nur wenige Monate später in Betrieb genommen werden konnte, oder bei der Leichtathletik-Trainingshalle, die das Infrastrukturangebot seit Sommer 2017 erweitert hat.

Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Viele der heutigen Spitzen- und Profisportler wären nicht da, wo sie sind, hätten sie nicht die Möglichkeit gehabt, von Kindheit an ihr Interesse für die jeweilige Sportart zu entdecken und auch – dank geeigneter Infrastruktur – auszuüben. So stand der kleine Vincent Kriechmayr schon als Bub auf den Skiern, die für ihn heute die Welt bedeuten. Für den Oberösterreicher und dreifachen Weltcupsieger war Hermann Maier das große Vorbild. Und auch die Schwestern Bianca und Nadine Schall, ebenfalls in Oberösterreich geboren, sind schon im Alter von zweieinhalb Jahren mit dem Wasserskifahren in Berührung gekommen. Der Spaß daran und der Ehrgeiz hat sie an die Weltspitze dieser Sportart geführt.

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Als Impuls für mehr Bewegung hat das Land Oberösterreich seit dem Schuljahr 2017/2018 eine tägliche Bewegungseinheit in Pflichtschulen eingeführt. (© Shutterstock)

Langfristige und nachhaltige Partnerschaften. „Ohne unsere Eltern wären wir heute nicht da, wo wir sind. Auf unserem Erfolgsweg unterstützen uns aber auch Sponsoren wie Original Kornspitz“, so die zweifache Weltmeisterin Bianca Schall. „Ohne diese Unterstützung könnten wir unseren Sport nicht derartig professionell ausüben und wären daher auch nicht in der Lage, über mehrere Jahre so konstant an der Weltspitze fahren zu können“, ergänzt Nadine Schall, die aktuell Nummer zwei der Weltrangliste ist.

Original Kornspitz unterstützt die Schall-Schwestern seit 2012. Und auch Vincent Kriechmayr hat Sponsoren, auf die er sich verlassen kann. „Die Skifirma Fischer oder die Energie AG, die mich von klein auf gefördert haben, sind zu meinen langjährigen Wegbegleitern geworden“, zeigt sich der 26-Jährige dankbar. Auch den Unternehmen ist an einer langfristigen Zusammenarbeit gelegen.

Verlässliche Partner für die Sportler. „Wir verstehen uns als verlässlicher Partner, der die Sportler langfristig fördert und unterstützt“, bekennt sich backaldrin-Geschäftsleiter und Unternehmenssprecher Wolfgang Mayer zu der Verantwortung, die das Unternehmen mit der Marke Original Kornspitz im Bereich Sportsponsoring übernommen hat, das neben vieler Individualsportler auch Vereine unterstützt. Und auch mit der Energie AG-Sportfamilie, zu der 15 der erfolgreichsten Spitzensportler Oberösterreichs zählen, setzt man auf ein nachhaltiges Sportförderprogramm. „Wir nehmen in unserer Sportfamilie in der Regel Talente auf und unterstützen sie auf dem Weg an die Spitze. Wir lassen sie aber auch bei Rückschlägen nicht fallen, wie es in einer Familie einfach dazugehört“, sagt Energie AG-Generaldirektor Werner Steinecker.