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Lifestyle | 03.12.2014

Fit für die Piste

Sonnenschein, glitzernder Schnee, endlos scheinende Abfahrten – die Skisaison geht wieder los! Um den Spaßfaktor zu heben und das Verletzungsrisiko zu senken, sollte man sich schon jetzt darauf vorbereiten. Wir zeigen Ihnen, wie‘s geht!

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Foto: Shutterstock

Weil skifoahrn is des Leiwaundste, wos ma si nur vorstölln kaunn …“ Das hat schon Wolfgang Ambros gesungen. Damit es tatsächlich ein leiwandes Vergnügen wird, sollten sich Hobbysportler gut darauf vorbereiten. Denn ohne entsprechendes Training steigt die Unfallgefahr und damit auch das Verletzungsrisiko. „Die meisten Verletzungen betreffen den Kniebereich und den Unterschenkel“, erklärt Jürgen Barthofer, Unfallchirurg am Linzer UKH und ÖSV-Teamarzt der Skispringer und Nordischen Kombinierer. Besonders oft sieht der Mediziner Kreuzband-, Seitenband- und Meniskusverletzungen sowie Drehbrüche des Unterschenkels. 

 

Kraft, Ausdauer, Koordination

Um die Verletzungsgefahr zu minimieren, ist es notwendig, Muskeln, Sehnen und Bänder rechtzeitig auf die Belastungen vorzubereiten. Das bedeutet: Sechs bis acht Wochen vor der ersten Abfahrt sollte man beginnen, Kraft, Ausdauer und Koordination zu trainieren. So schafft man eine gute Basis. Denn müde und überlas-tete Muskeln sind ein Hauptgrund für Stürze mit Verletzungen (unser Pisten-Workout finden Sie übrigens auf den nächsten Seiten!)

 

Was kann ich wirklich?

Was die Unfallgefahr ebenfalls erhöht, sind Selbstüberschätzung und die veränderten Gegebenheiten auf den Pisten. Der natürliche Schnee wird immer weniger, gefahren wird heute hauptsächlich auf Kunstschnee. Dessen Beschaffenheit sorgt für mehr Verschneiden bei den Skiern. „Außerdem sind die Pisten dadurch viel härter geworden“, sagt Barthofer. „Sie werden mit Eis als Untergrund präpariert, und das ist viel gefährlicher für Verletzungen als zum Beispiel Pulverschnee. In Kombination mit den neuen Technologien, die immer höhere Geschwindigkeiten möglich machen, kann das sehr gefährlich werden. Mit den neuen Carvingskiern kann man so schnell drehen, sodass auch ein ungeübterer Skifahrer viel schneller fahren kann.“ 

Seinen Fähigkeiten angepasst zu fahren, wäre grundsätzlich für jeden Skifahrer wichtig, so der Mediziner weiter. Es grenze an Wahnsinn, was sich zum Teil auf den Pisten abspiele. „Besonders zu Beginn der Skisaison sollte man es etwas vorsichtiger angehen und langsamer starten“, betont Barthofer. „Weil man sich ja erst wieder an Material und Umgebung gewöhnen muss.“

Nicole Madlmayr

Das Pisten-Workout
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Übung: LATERAL JUMPS Zur Stabilisierung der Beinachse (Sprunggelenk, Knie, Hüfte) sowie zur Verbesserung der reaktiven Kraft und der Koordination So geht‘s! Springen Sie seitlich abwechselnd von einem Bein auf das andere. Beginnen Sie langsam mit Wechselschritten (ähnlich wie Schlittschuhschritte) und steigern Sie erst zu Hopsern und dann zu Sprüngen mit explosivem Abdruck. Variieren Sie dabei Sprunghöhe und Weite! Wie oft? 3 Serien zu je 10 bis 15 Wiederholungen pro Bein. Für Kraftausdauer 20 bis 25 Wiederholungen pro Bein! (Foto: A. Röbl)
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Übung: IN & OUTS Zur Kräftigung der Oberschenkel-Muskulatur (inklusive Abduktoren und Adduktoren) sowie zur Rumpfstabilisation So geht‘s! Gehen Sie in die Abfahrtshocke und machen Sie kleine abwechselnde Schritte nach außen und dann wieder nach innen. Halten Sie dabei die 90-Grad-Kniebeuge und achten Sie auf eine gestreckte Lendenwirbelsäule sowie einen stabilen Rücken! Wie oft? 3 Serien zu je 20 bis 40 Schritten (je nach Kondition) (Foto: A. Röbl)