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Lifestyle | 20.10.2021

„Female Sensibility“ im Lentos

Noch bis 9. Jänner 2022 präsentiert das Lentos Kunstmuseum Linz die Ausstellung „Female Sensibility“. Thematisiert werden unter anderem Mythen der Weiblichkeit.

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© Estate Birgit Jürgenssen / Courtesy Galerie Hubert Winter, Wien / Bildrecht Wien 2021 / SAMMLUNG VERBUND, Wien

Insgesamt 82 Künstlerinnen – unter ihnen 17 Österreicherinnen – hinterfragen die Konstruktion des Weiblichen in den 1970er-Jahren – dies wird derzeit im Lentos Kunstmuseum anhand von über 200 eindrucksvollen Kunstwerken aus der Wiener
SAMMLUNG VERBUND gezeigt. Die Ausstellung hebt die Pionierleistung der „Feministischen Avantgarde“ hervor, ein Begriff, den Gründungsdirektorin und Ausstellungsdirektorin Gabriele Schor prägte, um den Kunstkanon zu erweitern. 

 

Der weibliche Körper als soziales Zeichen. Erstmals in der Geschichte der Kunst zeigten viele Künstlerinnen auf verschiedenen Kontinenten die Unterdrückung der Frau. Dabei setzten sie den eigenen Körper als soziales Zeichen ein. Sie prangerten die Einschränkung auf die Rolle der Mutter, Haus- und Ehefrau an, visualisierten das Eingesperrtsein, die weibliche Sexualität, das Diktat der Schönheit und fächerten eine Vielzahl von weiblichen Identitäten auf. Erstaunlich ist, dass formal ähnliche Strategien entstanden, obwohl die Künstlerinnen einander nicht kannten. 

 

Politisches Privates. Von der männerdominierten Malerei losgelöst widmeten sich die Künstlerinnen Medien wie Fotografie, Film und Performance, die historisch „unbelastet“ waren. Der Überzeugung „Das Private ist politisch“ folgend reflektierten sie traditionelle gesellschaftliche Erwartungen an Frauen und traten diesen mit viel Ironie entgegen. Neben prominenten Positionen können auch viele weniger bekannte im Lentos zum ersten Mal entdeckt werden.