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Lifestyle | 12.10.2015

Erotik: Kicks und Killer

„Grey“, die von Millionen von Fans ersehnte männliche Perspektive der erotischen Liebesgeschichte zwischen Ana und Christian, ist auf dem Markt. Inspiriert durch Mr. Greys Gedanken, Vorstellungen und Worte, haben wir uns gedacht, Sie interessiert es bestimmt ebenso brennend wie uns, was Männer im Bett anmacht und was für IHN so gar nicht geht.

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(© Shutterstock)

In „Grey. Fifty Shades of Grey von Christian selbst erzählt“ zeigt EL James die Liebesgeschichte, die Leser auf der ganzen Welt in den Bann gezogen hat, aus völlig neuer Perspektive: durch die Augen von Protagonist Chris-tian Grey. Dass die Männersicht die Erzählung in eine ganz neue Erotik-Dimension bringt und Einblicke in die sexuelle Fantasiewelt von Männern gibt, steht fest (auch wenn streng genommen doch wieder nur die weibliche Perspektive dargestellt wird, da die Autorin des Buches weiblich ist – dies als kleine Kritik am Rande). Wir wollen es nun genau wissen: Was törnt die Herren der Schöpfung – auch solche ohne sadomasochistische Neigung – im Bett nun an und was ab? Ausgehend von Christian Greys Gedanken und Worten, haben wir die vier größten Lustmacher und schlimmsten Lustkiller für IHN zusammengestellt. 

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"Grey. Fifty Shades of Grey von Christian selbst erzählt" von E. L. James (Erschienen bei Goldmann)

Heißmacher

 

“Ihre Worte wanderten direkt zu meinem Penis.”

Dirty Talk: Vergessen Sie das Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“! Die Vielzahl der Männer gibt an, verrückt zu werden, wenn ihre Liebste Worte sexueller Natur vor und während dem Sex spricht. Richtig gemachter Dirty Talk kann dem Liebesspiel viel Würze geben. Es gibt allerdings auch einige No-Gos, die „frau“ beachten sollte. Der Schlüssel liegt in der richtigen Wortwahl, denn die Wenigsten stehen auf Porno-Gegröhle. Klären Sie am besten im Voraus, was gewünscht, akzeptiert oder unpackbar ist.

 

„Ich nehme mir vor, sie eines Tages in einem Aufzug zu verführen."

Spontaner Sex an einem öffentlichen Ort: Die Dusche oder das Arbeitszimmer sind für einen Großteil der Männer der absolute Hit, wenn es um Orte für Sex außerhalb des Schlafzimmers geht. Wer es also besonders prickelnd haben möchte, der überrascht den Liebsten mal im Büro. Vergessen Sie aber nicht, das Büro zu verschließen. ;-)

 

„Zeig mir, wie du dich selbst befriedigst.“ 

Der Frau bei der Selbstbefriedigung zusehen: Selbstbefriedigung macht nicht nur uns Frauen glücklich. Der Großteil der Männer findet es extrem anziehend, wenn SIE vor IHM selbst Hand anlegt. Es kostet anfangs vielleicht einiges an Überwindung, kann aber enorm luststeigernd wirken. Ein echter Vertrauensbeweis!

 

„Es gefällt mir, wenn du mich anbettelst, Anastasia.“

Einfach ihr Lustobjekt sein: In der BDSM-Szene gilt es als besonders antörnend, wenn der/die Sub den/die Dom um Sex anbettelt. Doch auch viele Männer sowie Frauen, die mit BDSM gar nichts am Hut haben, törnt es an, wenn sie das Gefühl haben, einmal ein absolutes Lustobjekt zu sein. Also, meine Damen, lassen Sie ihren Liebsten mal so richtig spüren, wie sehr sie ihn wollen und betteln sie darum, dass er Sie „erlöst“, sprich: zum Orgasmus bringt! 

Lustkiller

 

“Romantik ist nicht mein Ding, Schätzchen. Ich bin kein Mann für Herzchen und Blümchen."

Kerzenlicht, Rosenblätter und Co: So sehr wir Frauen Romantik lieben, dem Mann machen wir mit Kerzenlicht und Rosenblättern keine Lust auf Sex. Setzen Sie stattdessen auf ein gutes Essen inklusive tollem Gespräch und Flirt – und was danach passiert, überlassen Sie Ihrer Fantasie. „Keep it simple“ sollte das Motto lauten, wenn es um Romantik geht. 

 

„Sie bringt nicht mal das Wort ‚Sex’ über die Lippen." 

Über Sex sprechen: Männer mögen es, wenn Frauen offen über Sex sprechen können, ihnen ihre persönlichen Vorlieben und Tabus kommunizieren. Das muss nicht immer gleich der Dirty Talk sein. Es geht vielmehr um einen selbstbewussten, „unverklemmten“ Umgang mit der eigenen Sexualität. 

 

„Du musst essen, Anastasia."

Die neue Low-Carb-Diät: Ständiges Diäthalten und womöglich noch im Bett über die neueste Diät zu reden, das törnt Männer total ab. Ihre Problemzonen interessieren ihn überhaupt nicht, wenn er gerade dabei ist, Sie zu verführen. Männer wollen selbstbewusste Frauen im Bett, Frauen, die den Liebesakt ohne Baucheinziehen genießen können.

 

"Anastasia, ich mag’s, wenn Frauen sinnlich und empfänglich sind." 

Das Brett im Bett: Seien Sie aktiv, ergreifen Sie auch mal die Initiative! Wer sich beim Sex am liebsten gar nicht bewegt und IHN die ganze Arbeit machen lässt, darf sich nicht wundern, wenn IHM die Lust bald vergeht. 

Und das sagt unsere Expertin Susa Haberfellner zum Thema: 

"Für viele Bereiche im Leben – erst recht beim Thema Sex, das in unserer Gesellschaft noch immer etwas ist, über das wir nicht ohne Weiteres reden können – wünschen wir uns Anleitungen und To-do-Listen, die uns im Umgang mit Unsicherheiten Lösungen versprechen sollen. Bücher und Filme wie die „Shades of Grey“-Bände sind da jedoch keine große Hilfe. Sie bilden das angeblich ideale Sexleben ab, es handelt sich jedoch um moderne Märchen, die mit der Realität wenig zu tun haben. Der aktuelle Band vermittelt den Eindruck, Sexualität sei für Männer etwas Einfaches, Unproblematisches. Das ist ein Mythos, der Männer stark verunsichern kann, wenn sie ihre eigenen sexuellen Erfahrungen als komplizierter erleben. In meiner täglichen Arbeit erlebe ich das oft als problematisch: Fast jeder Mann neigt zu der Ansicht, dass sich alle anderen Männer sexuell besser amüsieren als er, dass die anderen nicht die Fragen und Sorgen haben, die ihn plagen, was natürlich nicht stimmt." 

Susa Haberfellner, Dipl. Sexual- und Lebensberaterin, Kaiser-Josef-Platz 52, 4600 Wels, Tel.: 0664/3951194