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Lifestyle | 14.10.2019

Einmal tief abtauchen ...

… und die Welt der Bäder neu entdecken. Immerhin wird es in den ehemaligen Nasszellen schöner, smarter und stylisher. Wir wissen, wie!

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Marmor, polierter Stahl und Glas – bei diesem Bad von Repabad wurde alles richtig gemacht! Wer einmal in hochwertige Materialien investiert, wird lange Freude haben. (© Repabad GmbH)

Das Badezimmer ist ein Ort der Verschönerung, des Wohlfühlens, des Eintauchens in sprudelnde Sphären. Und genau deswegen braucht dieser Raum, der immer größere Wichtigkeit erlangt, viel mehr als Wanne, Becken und Wasserhahn, denn er hat seinen Zweck als reinen Funktionsraum verloren und ist zum Wohn- und sogar Luxusraum geworden. Egal, wie groß oder klein er ist, ob neu gebaut oder schon Jahrzehnte alt, oft sind es ein paar Handgriffe, die Großartiges schaffen!

Kleiner Raum, große Wichtigkeit. Rund acht Quadratmeter misst es, das durchschnittliche Bad der Österreicher, die im Durchschnitt knapp über eine Stunde darin verbringen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Ansprüche an Komfort stetig weiter steigen. Stilvoll soll es sein, das Bad, eine Spa-Atmosphäre schaffen, Rückzugsort vom stressigen Arbeits- und Familienalltag sein oder aber der ganzen Familie gleichzeitig als Gemeinschaftsraum dienen. Das moderne Bad orientiert sich an seinen Nutzern mit ihren Wünschen und Gewohnheiten, es wird zum Spiegel der vielen Persönlichkeiten – und das in einem Raum. Durchschnittlich alle 30 Jahre werden bestehende Bäder saniert, doch es braucht nicht immer die Totalveränderung zu sein: Selbst kleine (Ein-)Griffe können wahre Wunder bewirken. Das Überkleben von alten Fliesen, ein neuer Anstrich, der Einbau von Lampen, ein neuer Duschvorhang und farblich dazu abgestimmte Accessoires bringen im Nu frischen Wind in die vier Wände.

Stil-Reich. Wie im Schlaf- und Wohnbereich dürfen auch ins Badezimmer unterschiedliche Stile einziehen. Vor der Planung oder Sanierung sollte man sich daher Gedanken darüber machen, welcher Bad-Stil denn das Reich verschönern soll: Das luxuriöse Bad ist gekennzeichnet durch die Badkeramik. Dabei wird die frei stehende Wanne zum Design­objekt und die bodengleiche, großzügige Dusche zum Alleskönner. Echter Marmor versprüht Noblesse, Steingutschalen halten exquisite Seifen an Ort und Stelle, dicke Handtücher in Grau und Beige sorgen für Luxushotel-Feeling. Wer mehr Wärme im Badezimmer möchte und Lust auf Natur hat, der wird mit dem sinnlichen Bad glücklich: Holz als Interieur, Bodenbelag oder Wandverkleidung, Naturstein als Waschbecken, organische Muster und erdige Farben geben ihm eine zeitlos-schöne und gleichzeitig wohnliche Ausstrahlung. Klar, einheitlich, minimalistisch – das puristische Bad bekommt das Prädikat „very cool“. Großformatige Fliesen und wenig Farbe schaffen ein ruhiges Grundkonzept, Badmöbel sind so konzipiert, dass man Utensilien unauffällig darin verschwinden lassen kann. Bunt und spannend geht es hingegen im Vintage-Bad zu: Retro-Dekore, Fliesen mit historischer Anmutung, weiche Formen, filigrane Linien und Messingarmaturen eignen sich gut, um das Anno-dazumal-Feeling im Nassraum zu etablieren. Jüngster Stil im Badezimmer ist das skandinavische Hygge, das wunderbare Gemütlichkeit in den Raum bringt. Mit Sesseln, Vorhängen, kuscheligen Handtüchern und XXL-Badematten als Teppichersatz schafft man sich einen zusätzlichen Wohnraum, Bilder oder Fotografien, edelmatte Wandfarben, Erdtöne und Rattan-Elemente sind Akzentgeber der Sonderklasse. Doch egal, für welchen Stil man sich entscheidet – das Badezimmer wird erst mit den persönlichen Gepflogenheiten seiner Benutzer zum Lebens-Raum, in dem alles Platz findet, was Freude macht.

 

Trendy Bäder
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Die cleanen Farben und zarten Linien geben diesem Bad eine tolle Leichtigkeit. (© ex.t 2019)

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Holzböden sind längst ins Bad eingezogen: Der Eiche Vulcano-Naturholzboden von mafi bringt jede Menge Charme in den Raum. (© Günther Egger/mafi)

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Edel & Anmutig. Das Traditionsunternehmen Villeroy & Boch zeigt mit seinen Badmöbeln wieder einmal, dass „schick“ auch im Bad geht. (© Villeroy & Boch)

Bad ohne Barriere. Egal in welcher Lebensphase: Moderne Bäder sind komfortable Bäder! Alles, was den Badalltag sicherer und bequemer macht, ist gerne gesehen: Bodengleiche Duschen, der schwebend montierte Waschtisch für mehr Beinfreiheit, die Duschbadewanne oder der Verzicht auf enge Winkel und Hindernisse wie hohe Türschwellen sind Grundvoraussetzungen für ein barrierefreies Bad. Höhenverstellbare Waschtische sind sowohl für Kinder als auch für Menschen im Rollstuhl eine gute Möglichkeit, sich selbstbestimmt und selbstständig um die eigene Körperhygiene zu kümmern. Schon bei ihren Entwürfen achten Badplaner und Innenarchitekten darauf, dass die Funktionalität nicht zu kurz kommt, und vor allem für Immobilienbesitzer empfiehlt es sich, von vornherein ein barrierefreies Bad zu planen – dadurch erhöht sich der Wert des Hauses oder der Wohnung automatisch, weil es im Land an barrierefreien Wohnräumen mangelt. Auf elegante Lösungen und Ästhetik muss aber keinesfalls verzichtet werden, denn längst haben viele Hersteller die Wichtigkeit erkannt und Schönes kreiert.

Smart Home, smarte Ideen. Der Trend des smarten Zuhauses macht 2019 auch vor dem Badezimmer nicht Halt, sondern nimmt, im Gegensatz, auch noch rasend zu. Die Idee dahinter: möglichst viele Elemente des Wohnraums zentral steuern zu können. So springt im Bad die Heizung an, bevor der Wecker klingelt und man somit im Warmen Duschen kann, die Rollläden schließen sich ab einer bestimmten Zeit von selbst, die Lüftung schaltet sich automatisch an, die Beleuchtung lässt sich, je nach Tätigkeit, von besonders hell bis gemütlich stufenlos regeln … – das ist nicht nur aus bequemer Sicht eine gute Sache, sondern hilft auch dabei, Energie zu sparen. Smart sind auch die „neuen“ Dusch-WCs: Was im asiatischen Raum und Japan schon seit Jahrzehnten Standard ist, schwappt nun auch zu uns herüber. Solche Toiletten vereinen die Funktion eines WCs mit der eines Bidets, Hightech-Lösungen erlauben sogar das Anwärmen des Toilettensitzes und spielen beruhigende Musik ab. Dusch-WCs sind aber keine bloße technische Spielerei, im Vordergrund steht hier, die persönliche Intimhygiene bequemer zu gestalten. Wo wir schon bei den Toiletten sind: Spülrandlose Modelle erobern mit innovativen Spülsystemen den Markt. Sie sind leichter zu reinigen, sehen elegant aus und bergen nicht das Hygienerisiko von heimlichen Rückständen. Für noch mehr Hygiene sorgen berührungslose Armaturen. Früher nur in öffentlichen Räumen eingesetzt, ziehen diese nun auch ins private Badezimmer ein. Eine Bewegung in Richtung der Armatur bringt sie zum Laufen, einfache Gesten können sogar die Temperatur oder die Strahlstärke regeln. Was da die Zukunft noch bringen kann? Badezimmer, die auf Sprachkommandos reagieren.

Kleine Bäder ganz groß. Je kleiner ein Badezimmer, desto wichtiger ist eine sorgfältige Planung im Vorhinein. Immerhin soll der Raum bestmöglich ausgenutzt, aber nicht bis obenhin zugestellt werden, wobei einem gleich mal die Frage hilft: Ist es nicht möglich, Elemente wie die Waschmaschine oder den Schrank für die Handtücher auszulagern? Das kleine Bad lebt von cleanem und aufgeräumtem Design, Materialmix und Vintage-Optik, drückende, dunkle Farben sind hier fehl am Platz. Üblicherweise wird im kleinen Bad auf eine Badewanne verzichtet und stattdessen eine bestenfalls ebenerdige Dusche eingeplant; transparente Scheiben lassen den Raum größer wirken, ebenso Spiegelflächen nach Maß und viel Licht. Freier Bodenraum ist ein wichtiger Faktor, weshalb Ablageflächen in die Höhe und somit an die Wand wandern. Kleine Bäder sind kein neues Phänomen, aber Designer und Hersteller haben endlich die Dringlichkeit erkannt, dass auch sie zum Wohlfühlen einladen sollen, und entwickeln ständig neue, intelligente Lösungen, wie besonders schlank geschnittene WCs und schmale Waschbecken.

 

Und noch mehr trendy Bäder ;-)
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Langweilige Duschvorhänge in Weiß haben ausgedient! In den österreichischen Bädern geht es heute viel individueller zu, und da darf schon mal ein echtes Design-Schmankerl einziehen. (© JUNIQUE)

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Frisch gestrichen. Es braucht nicht immer eine Generalsanierung, manchmal lässt ein frischer Anstrich das Badezimmer in neuem Glanz erstrahlen. Zarte Mint-Töne kommen nächstes Jahr groß raus! (© Alpina Feine Farben)

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Eleganter Mittelpunkt: Die frei stehende Badewanne ist auch im Jahr 2019 top. (© Viadurini Collezione Bagno)

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Ästhetisch und Funktional. Das kleine Bad bedarf besonders guter Planung. Viele Designer und Innenarchitekten haben Lösungen im Gepäck, die auf ganzer Ebene begeistern! (© Leonardo Living)