Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 22.09.2021

Einmal Neustart, bitte!

Corona hat dafür gesorgt, dass man viele Dinge in seinem engsten Umfeld plötzlich bewusster wahrgenommen hat. Nicht selten ist deshalb der Wunsch nach Veränderung groß.

Bild 2109_O_Lebensberater.jpg
© Shutterstock

Durch die Pandemie war viel Gewohntes nicht mehr erlaubt. Das hat dafür gesorgt, dass man die Dinge in seinem Umfeld plötzlich bewusster wahrgenommen hat. Daraus resultierte nicht selten Unzufriedenheit und das Bedürfnis nach Veränderung. Warum es nicht immer ein radikaler Neustart sein muss und wie auch kleine Adjustierungen wieder mehr Wohlbefinden und Zufriedenheit bringen können, erklärt Maria Reischauer, psychologische Beraterin in Wels.

OBERÖSTERREICHERIN: Warum haben Sie das Gefühl, dass viele Menschen gerade jetzt das Bedürfnis nach etwas anderem, etwas Neuem, haben?

Maria Reischauer: Im vergangenen Jahr war unser Bewegungsradius durch die Pandemie sehr eng abgesteckt. Und dieser geringe Radius macht etwas mit uns. Man nimmt nämlich Dinge in diesem Bereich auf einmal bewusster wahr. Wenn man nicht hinaus kann, vieles an Routine wegfällt und sich alles auf zu Hause konzentriert, kommt so manche Unzufriedenheit ans Tageslicht. Und daraus resultiert das starke Bedürfnis nach Veränderung und etwas Neuem.

In welchen Bereichen trifft das im Moment besonders zu?

Das kann sowohl den beruflichen als auch den privaten Bereich betreffen. Meistens ist es ja so, dass sich eine Unzufriedenheit in sämtliche Bereiche überträgt. Das ist wie bei einem Zahnrad, wo die einzelnen Räder ja auch ineinandergreifen. Wenn dieser Wunsch nach Veränderung besteht, ist es wichtig, gut hinzuschauen, was einen unzufrieden macht und was man gern anders haben möchte.

Muss es dann immer gleich ein kompletter Neustart sein?

Nein, oft ist es gar nicht nötig, alles auf den Kopf zu stellen. Es stellt sich die Frage, ob man wirklich alles radikal hinter sich lassen muss oder man auch in Teilsequenzen einen Neustart machen kann. In diesen Sequenzen kann noch genügend Raum für Neues sein. Ich hatte erst vor Kurzem eine Klientin, die sich beruflich verändern und dafür ihren Job kündigen wollte. Im Coaching hat sie festgestellt, dass es nur zwei konkrete Bereiche waren, die sie an ihrem Job gestört haben. Sie konnte diese beiden Punkte für sich lösen und verändern – und war dann froh, nicht gekündigt zu haben und stattdessen einen punktuellen Neustart gemacht zu haben. Oft reichen kleine Veränderungen und Adjustierungen, um einen neuen Blick zu bekommen. Das kann man mithilfe eines Coachings leichter erreichen, weil häufig ein Input von außen notwendig ist – besonders, wenn man es mit alten Mustern und Denkweisen zu tun hat.

 

Lesen Sie die ganze Story in unserer aktuellen Ausgabe der OBERÖSTERREICHERIN!