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Lifestyle | 20.04.2022

Einmal Dauergrinsen, bitte!

Der BMW X3 zählt wohl zu den beliebtesten SUV in der Mittelklasse. Wir durften die scharfe Version mit mehr als 500 PS testen – und wollten gar nicht mehr aussteigen.

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© Thom Trauner

In einer Zeit, in der die Spritpreise durch die Decke gehen und immer mehr Elektroautos – nahezu laut- und emissionslos – über die Straßen surren, mutet es fast ein bissl eigenartig an, den BMW X3 M Competition zu testen. Ein Wagen, der schon mit seiner Optik beeindruckt. Für einen SUV mittlerer Größe wirkt er wuchtig und nach seinem Facelift im Vorjahr noch sportlicher. An allen Seiten wurde nachgeschärft, uns hat besonders die Heckansicht mit den schwarz-chromen Endrohren der M Sportabgasanlage und den LED-Leuchten in 3D-Optik gefallen.

BMW X3 M Competition
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(c) Thom Trauner

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(c) Thom Trauner

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(c) Thom Trauner

Und dann ist da natürlich der Motor, ein TwinPower Turbo mit unfassbaren 510 PS und einem Spruch, der die Erde beben lässt. Da hebt es den einen oder anderen Nachbarn, sobald man den Motor startet – ich sag es nur dazu, falls Sie über einen Kauf nachdenken und etwas lärmempfindliche Menschen in Ihrer näheren Umgebung haben. Auch neugierige Nachbarn müssen dann nicht mehr zum Fenster – sie hören eh, wann Sie heimkommen oder wegfahren … (-;

Aber davon lassen wir uns selbstverständlich nicht den Spaß am X3 M nehmen, der mit noch mehr Durchzugskraft und Ansprechverhalten erfreut. Dafür wurde der Reihensechszylinder-Motor optimiert und verbessert. Der Sprint von null auf 100 km/h geht sich jetzt in unter vier Sekunden aus. Beim Ausprobieren drückt es einen da schon gut in die Sportsitze – und den Dauergrinser gibt es frei Haus dazu!

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© BMW

Doch das High-Performance-Modell kann auch anders, dann ist der 510-PS-SUV sozusagen ein völlig normaler X3, der die Fahrerin sicher und komfortabel durch den Alltag bringt. So gibt es die serienmäßige Geschwindigkeitsregulierung mit Bremsfunktion, Frontkollisionswarner und den Park-Assistenten inklusive Rückfahrkamera und Rückfahrassistent mit an Bord.

 

Etwas überfordert bin ich beim ersten Platznehmen vom Lenkrad – so viele Funktionen und dazu noch die beiden knallroten Drivelogic Wippen zum Auswählen des Fahrmodus. Doch schon nach einigen Testkilometern und mutigem Ausprobieren bin ich im Bilde und nur noch am Grinsen. Der Liebste am Beifahrersitz hingegen weiß auch von meiner Vorliebe für spritsparendes Fahren und sagt gleich mal vorsorglich: „Wenn du in diesem Auto im Eco-Modus fährst, steige ich aus!“ Das konnte ich ihm ersparen, denn den gibt’s im X3 M nicht. Wer’s ein bissl gemütlicher abgestimmt mag, wählt den Comfort-Modus. Das war’s dann aber auch schon (-;

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© BMW

Sprit sparen wird in einem Wagen mit mehr als 500 PS tatsächlich zur Challenge, doch ganz ehrlich: Wer sich für den X3 M entscheidet, der will ein kraftvolles, sportlich abgestimmtes SUV mit entsprechendem Sound und hat vermutlich eher kein Verlangen danach, den Benzinverbrauch zu senken … wobei der vom Hersteller angegebene Verbrauch von etwa 11 Litern auf 100 Kilometer durchaus realistisch ist, wie sich während unserer Testzeit gezeigt hat. Und dann sind da ja auch noch Maßnahmen für mehr Leistung bei weniger Verbrauch, wie intelligenter Leichtbau, Rückgewinnung der Bremsenergie und die Auto Start Stop-Funktion. Wer sich für dieses High-Performance-Modell entscheidet, braucht außerdem das nötige Kleingeld. Los geht’s bei 132.000 Euro. Das ist ein stolzer Preis für einen X3, der er ja immer noch ist …

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© BMW

Daten & Fakten:

BMW X3 M Competition, 510 PS/375 kW, Herstellerverbrauch: 11 – 10,8 l/100 km, Testverbrauch: 11,2 l/100 km; Preis Testmodell: 140.919 Euro (ab 132.033 Euro).