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Lifestyle | 13.12.2022 Entgeltliche Einschaltung

Ein Stück Normalität zu Weihnachten

Die Weihnachtszeit darf anders und durchaus auch ein bisschen hektischer sein. Weil sie etwas ganz Besonderes ist – vor allem nach zwei Jahren voller pandemiebedingter Einschränkungen.

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In der Weihnachtszeit ist man sich näher als die übrige Zeit im Jahr, da kann es auch schon mal zu Reibereien kommen. © Shutterstock

Christkindlmärkte besuchen, gemeinsam Punsch trinken und den Advent genießen: Viele Menschen freuen sich heuer besonders auf die Vorweihnachtszeit. Und das ist gut so, findet auch Lebens- und Sozialberater Franz Landerl. Denn all diese Dinge bringen wieder ein Stück Normalität zurück in unser Leben.

 

OBERÖSTERREICHERIN: Nachdem pandemiebedingt in den vergangenen zwei Jahren viele Weihnachtsfeiern, Adventmärkte & Co. nicht stattfinden konnten, freuen sich viele Menschen umso mehr auf diesen Advent. Bringen diese Dinge wieder ein Stückchen Normalität in unser Leben zurück?

Mag. Franz Landerl: Ja, ich glaube, die Vorfreude ist in diesem Jahr wirklich groß! Ich erlebe das für mich selbst auch, dass ich schon gespannt bin und mich darauf freue, mal wieder stressfrei einen guten Punsch trinken zu können. Ein Stück Normalität tut gut, aber die Leute spüren auch die neuen Herausforderungen unserer Zeit: Krieg in der Ukraine, steigende Preise und die damit einhergehende Unsicherheit, wie sich die Lage weiterentwickeln wird. Das birgt einiges an „Sprengstoff“ in sich, denn die Sicherheit ist uns ein Stück weit abhandengekommen. Krieg hatten wir so gar nicht mehr im Auge. Da ist diese Sehnsucht nach ein paar Stunden der Ablenkung, andere Gerüche und Aromen wahrzunehmen, sozusagen eine Auszeit von den Sorgen, groß und auch verständlich. Selbst wenn es nur ein paar Stunden sind!

Was kann man Ihrer Meinung nach tun, wenn man sich zu viele Sorgen macht und gar nicht mehr aus dieser Negativspirale herauskommt?

Wir haben im Moment Zeiten, in denen uns die drohenden Szenarien einzuholen versuchen. Trotzdem ist es dabei immer wichtig, mal ganz bewusst auszusteigen und diesen Gedanken einen bewussten Stopp zu geben. Es ist auch wichtig, sich immer wieder zu erinnern und vor Augen zu halten, welchen vermeintlich kleinen Dinge man an diesem Tag begegnet ist oder was man erledigen konnte. Da kann zum Beispiel auch ein kurzer Anruf bei einer guten Freundin helfen. Oder man geht hinaus in die Natur, Sonnenstrahlen tanken oder Regentropfen aufsaugen. Es tut gut, den manchmal grauen Alltag zu unterbrechen. Dazu braucht es nicht viel, aber doch unsere Aufmerksamkeit, und Sie werden sehen, wie schnell es dann geht.

Bei vielen Menschen artet die Vorweihnachtszeit in Stress und Hektik aus. Denn zu Feiern und Christkindlmärkten kommen ja auch noch unzählige andere Vorbereitungen für das große Fest. Ist dieser Stress oftmals auch hausgemacht?

Es darf in dieser Zeit durchaus etwas hektischer und anders sein. Für ein paar Tage verzaubern wir gern unsere Häuser und Wohnungen, Abwechslung dieser Art tut uns gut. Dazu kommt das Wetteifern um die ersten Kekse oder die schönste und kreativste Beleuchtung – warum nicht? Es darf in der Weihnachtszeit auch mal laut sein, da schätzt man danach auch die Stille wieder. Genießen wir das Besondere dieser Zeit! Advent als Sehnsuchtszeit – auch das ist vollkommen in Ordnung. Können wir selbst noch über Kleinigkeiten, Düfte und den dunklen Nachthimmel staunen? Aber zu viel ist eindeutig zu viel und das ist nicht gut! 

Was kann man machen, um erst gar nicht in diese Hektik hineinzurutschen? Wie kann man die an und für sich stillste Zeit des Jahres wirklich wieder ein bisschen stiller erleben?

Planen Sie im Vorhinein. Warum bis zum letzten Drücker warten? Planen Sie, wem Sie was schenken möchten, welche Einladungen – wie gewohnt jedes Jahr – anstehen und welche Sie annehmen, manchmal auch annehmen müssen. Planen Sie aber auch Zeiten für sich: Was haben Sie in der Adventzeit noch nie gemacht, das Sie gern mal machen wollen? Schenken Sie sich und anderen kreative Momente!

Durch die hohe Erwartungshaltung, die die meisten Menschen zu Weihnachten haben, sind Meinungsverschiedenheiten und Streit mehr oder minder vorprogrammiert. Was kann man tun, damit es gar nicht erst soweit kommt?

Konflikte entstehen meiner Meinung nach nicht durch die Erwartungshaltung, sondern dadurch, dass die Zeit auf einmal mit ganz anderen Inhalten gefüllt werden muss. Viele haben Urlaub und Ferien in diesen Tagen. Man ist sich näher als die übrige Zeit im Jahr, da kann es schon mal zu Reibereien kommen. Auch hier gilt: weg vom Perfekten, wir steigen uns manchmal völlig unbewusst auf die Zehen. Eine Entschuldigung ist der erste Schritt aus dem produzierten Dilemma. Und diesen ersten Schritt zu machen, zahlt sich immer aus. 

Wenn man die Weihnachtszeit samt dazugehörigen Feiertagen gut und entspannt verbringt, gelingt dann auch ein guter Start ins neue Jahr leichter?

Nicht automatisch! Jede Zeit will gelebt werden und bringt ihre eigenen Herausforderungen mit sich. Wir leben im Jetzt, also ist es am besten, das zu tun, was gerade zu tun ist. Dieses Verschieben auf später ist schon nach dem Sprichwort „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“ nicht als Strategie angebracht. Also: Freuen wir uns auf den Advent, auf Weihnachten mit oder ohne Normalität!

 

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© privat

Mag. Franz Landerl

Dipl. Lebens- und Sozialberater

Rhemastraße 10, 4502 St. Marien

E-Mail: [email protected]

 

Packen wir es an!

Den Start in das neue Jahr nutzen viele von uns für neue Ernährungsvorsätze. Wie gelingt es diesmal, erfolgreicher und länger durchzuhalten wie etwa im Jahr davor?

• Weniger ist oft mehr! Konzentrieren wir uns nur auf eine Ernährungsumstellung und legen den Fokus darauf, diese in den nächsten Wochen und Monaten erfolgreich in unserem Ernährungsalltag zu integrieren.

• Wir definieren unseren Ernährungsvorsatz so exakt wie möglich. Lautet der Vorsatz zum Beispiel, vermehrt frische Mahlzeiten zu kochen, dann ist es sinnvoll, hier ausreichend Zeit zu investieren, um genaue Schritte festzulegen. Wie kann uns dies gelingen? Welche Vorbereitung ist bereits beim Einkaufsverhalten notwendig? Hilft es, für eine bestimmte Anzahl von Gerichten immer die Lebensmittel bereits zu Hause vorrätig zu haben?

• Verbündete finden! Umgeben wir uns bewusst mit Menschen, die schon da sind, wo wir hinmöchten! Ein Austausch kann für uns motivierend sein und dabei helfen, weiterhin dabeizubleiben. 

 

Gesunde Ernährung benötigt gute Organisation und ist auch mit einem vermehrten Zeiteinsatz verbunden. Doch wie sagt Roy T. Bennett: „Veränderung beginnt am Ende deiner Komfortzone.“ 

 

 

 

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© privat

Jutta Diesenreither ist Diätologin 

und Ernährungsexpertin 

(www.gsund-essen.at).