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Lifestyle | 06.01.2016

Damit Ihnen die Luft nicht wegbleibt!

Asthma ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen in der westlichen Welt. Schätzungen zufolge hat sich die Häufigkeit in Westeuropa in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Laut Statistik Austria leben in Österreich etwa sieben Prozent der Bevölkerung mit Asthma, mehr als eine halbe Million Menschen. Darunter sind rund 42.000 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren.

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© Shutterstock

Mit etwas Fantasie erinnert das menschliche Atem-system an einen Baum: Die Luftröhre als Stamm, die Bronchien als starke Äste, die sich immer weiter verzweigen. An den Enden befinden sich die Lungenbläschen − die Blätter. Und genau wie ein botanischer Baum durch die Photosynthese Gasaustausch betreibt, macht es ihm die menschliche Lunge gleich.

Weil der Austausch von Kohlendioxid und Sauerstoff nur in den Lungenbläschen funktioniert, ist es für die Körperversorgung wichtig, dass die Atemluft ungehindert bis dorthin strömen kann. Auf der Schleimhaut bleiben kleinste Verschmutzungen haften, die über feine Härchen Richtung Mund und Nase abtransportiert und schließlich mit einem Niesen, Husten oder Schlucken ausgeschieden werden. Im Normalfall ein perfektes Prinzip. Bei Menschen mit Asthma jedoch reagiert die Lunge auf bestimmte auslösende Stoffe überempfindlich.

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© Klinikum Wels-Grieskirchen

Asthma – eine permanente Abwehrreaktion

Bei Asthma sind die Atemwege chronisch entzündet. „Durch zähflüssigen Schleim, Schleimhautschwellung der Bronchialwand bzw. eine verkrampfte Bronchialmuskulatur entsteht ein Gefühl der Enge in der Brust. Beim Ausatmen ertönt dann der charakteristische Pfeifton“, beschreibt Josef Eckmayr, Leiter der Abteilung für Lungenerkrankungen am Klinikum Wels-Grieskirchen, die typischen Merkmale von Asthma. „Betroffene fühlen sich wenig belastbar und abgeschlagen.“ Asthma gilt derzeit als nicht heilbar. Bei Kindern schwächt es sich aber oft ab oder verschwindet ganz. Als Ursachen der Erkrankung gelten Vererbung, Umgebungsfaktoren, Allergene, Zigarettenrauch, Infekte und Umweltverschmutzung, aber auch berufsbedingte Auslöser durch Klebstoffe, Lacke, Latex u.v.m. Für Krankheitsverlauf und Therapie ist eine frühe Diagnose wichtig. Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt bzw. der Kinder- und Lungenfacharzt, der die Anamnese und erste allgemeine körperliche Untersuchungen durchführt. Notwendige weiterführende Untersuchungen, wie etwa ein Lungenfunktions- oder Allergietest, werden vom Facharzt vorgenommen. Die Resultate sind dann richtungsweisend für das Identifizieren von Auslöser und Schweregrad des Asthmas.