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Lifestyle | 11.03.2019

Coole Küchen: Emotion trifft Technik

Im Zuge der Küchenmesse Living Kitchen in Köln stellten auch heuer wieder mehr als 200 Aussteller ihre Neuheiten und Innovationen vor. Für uns ein guter Grund, genauer hinzusehen – und Ihnen die Trends des Jahres 2019 zu präsentieren!

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Feinster Stein, dunkles Holz, perfekte Lösungen – die MODULNOVA-Küchen sind eine Investition wert! Gesehen bei Bruckmüller Wohnen in Wels. (© MODULNOVA)

Die Welt der Küchen ist ständig in Bewegung – kein Wunder, dass es uns da oftmals schwerfällt, den Überblick zu behalten. Denn gerade in Zeiten von smarter Technik, einer Vielfalt von Formen und Farben und der Qual der Wahl, wenn es um die Details geht, fühlen wir uns, zugegeben, erst mal etwas überfordert beim Küchen-Neukauf. Die schier unendlichen Möglichkeiten gestalten bei genauem Hinsehen unser Leben aber auch einfacher und angenehmer. Unser Fazit: Was wir in Köln gesehen haben, gefällt!

Die neuen Abzüge. Lange Zeit wurde ihnen keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt – jetzt werden Kochfeldabzüge fast schon in den Fokus gerückt! Sie sind fester Bestandteil einer Küche und halten diese frei von Dunst und Gerüchen. Viel Komfort bringen die revolutionären, direkt ins Kochfeld integrierten Muldenlüfter, die funktional und platzsparend sind und Kochgerüche dort
absaugen, wo sie entstehen. Spannend ist, wie individuell selbst eine solche (zugegeben: wichtige!) Kleinigkeit geplant werden kann: Ob in stylishen Knall­farben, in Schwarz, Kupfer und Gold oder das Material passend zu den Kochtöpfen – man darf sich austoben! Wer nicht genug Platz in den Unterschränken hat, um einen Muldenlüfter anzubringen, ist mit einer „Kopffrei-Haube“ besser bedient. Diese verläuft schräg nach unten, somit hat man ein freies Blickfeld in die Töpfe, und man kann sich nicht den Kopf stoßen. Flache Wandessen sind nicht nur echte Design-Highlights, sondern – wie beispielsweise von Bosch – auch noch echte Technikwunder, die mittels einem Sensor die Luft kontrollieren und die Abzugsleistung automatisch anpassen. Die klassische Abzugshaube hat aber bei Weitem nicht ausgedient, sondern präsentiert sich vielmehr in coolen Farben und spannenden Designs. Mit ihr kann eine bereits bestehende Küche schnell aufgepeppt werden, ohne dass man gleich in eine neue Küchenlösung investieren muss.

 

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Landhausküchen liegen nach wie vor im Trend. Besonders schön sind sie in zartem Blau, wie hier von HAKA. (© HAKA)

Color it up – aber bitte in Dunkel. Natürlichkeit und schlichte Eleganz sind die Schlagworte bei den diesjährigen Farbtrends im Küchenbereich. Ob schwarz, dunkelbraun oder grau – die Küchenhersteller zeigen sich 2019 von ihrer fast schon düsteren Seite. Mattlackierte Töne verleihen der Küche einen eleganten Chic, während Hochglanzmodelle mit Anti-Fingerprint-Beschichtung für Liebhaber klassischer Küchen weiterhin ein großes Thema sind. Die Trends 2018 haben es bereits vorgemacht, denn auch 2019 sind Naturtöne wieder höchst modern. Eine besonders schöne Kombination ergibt sich aus dunklen Arbeitsplatten, Fronten aus Holz und dazu farbigen Akzenten bei der Dekoration, die gut zu dunklen Böden passen, während anthra­zitfarbene Fronten mit hellen Möbeln und Böden harmonieren. Bei kleineren Küchen sollte man nach wie vor zu helleren Naturtönen greifen, Fronten und Arbeitsplatten in Creme oder hellem Holz vergrößern den Raum optisch. Der Dunkel-Trend beschränkt sich nicht nur auf die Küchen-Korpusse, auch Griffe, Paneelsysteme, Sockel und Regale präsentieren sich in edlem Onyxschwarz.

Landhaus-Revival. Wer sich mit der dunklen Seite der Macht, ähm, Küche, nicht ganz abfinden kann oder möchte und schon immer von einer Landhausküche geträumt hat, darf sich freuen: Ganz weit weg von der schweren „Eiche rustikal“ erlebt der ländlich-traditionelle Stil in unzähligen Farb- und Formvarianten seine Renaissance. Dabei ist die moderne Stadtwohnung ebenso für den Küchenklassiker geeignet wie das gemütliche Bauernhaus. Je heller das Holz gewählt wird, desto mehr Scandi-Touch zieht ein, und je ausgeprägter die Holzwurmloch-Oberflächenoptik, desto schicker die „Shabby Chic“-Optik. Besonders frisch sind die neuen Landhausküchen in zarten Blau- und Grüntönen. Kombiniert mit Tapeten im großformatigen Blumen- und Blattmuster, kann man so die Natur in die eigenen vier Wände einziehen lassen.

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Die Küche SILBERMOND von DanKüchen punktet hier mit mattem Grau und offenen Regalen, die persönliche Lieblings­stücke präsentieren. (© DanKüchen)

Emotion trifft auf Technik. Dass die Küche sowohl ein Technik-Tempel als auch ein Ort emotional sinnlicher Erlebnisse sein kann, beweisen uns die Küchenhersteller. Denn Wohnen, Kochen und Essen verschmelzen auch 2019 nach wie vor zu einer Einheit, manche Küchenschränke und -möbel würde man fast schon im Wohnbereich vermuten. Die Küche wird immer mehr zum Ausstellungsobjekt für unsere Küchenschätze, so dass immer öfter offene Regale und Vitrinen oder Schränke mit Glastüren genutzt werden, und sich diese bis ins Wohnzimmer oder sogar in den Vorraum ziehen. In den offenen Regalen finden nicht nur Küchenutensilien ihren Platz, auch kleine Dekorationselemente wie Bilderrahmen und Blumenvasen stärken den wohnlichen Charakter. Doch auch hier gibt es eine Gegenbewegung: Gerade wer sich für eine grifflose, elegante Küche entscheidet, möchte diese auch mit möglichst wenig „Überflüssigem“ vollstellen. Die Lösung: Elektrogeräte wie Kühlschrank und Geschirrspüler verschwinden hinter den Fronten, seitlich versenkbare Türen geben den Blick auf Kaffeemaschine und Hausbar frei, lassen bei Bedarf aber alles mit einem Handgriff verschwinden, und breite Auszüge bieten viel Stauraum bei ruhiger Optik.

 

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Mattes Schwarz und Anthrazittöne lassen uns liebend gerne auf die „dunkle Seite der Macht“ übersiedeln. Die Lundhs Emerald®-Küche ist ein echter Hingucker. (© Lundhs)

Armaturen – klassisch ist out. Bislang wurde die Küchenarmatur wenig beachtet, doch jetzt sprudeln wortwörtlich die Trends! Denn von sprudelndem bis kochendem Wasser geben die neuen Wasserhähne per Knopfdruck alles her, was in der Küche benötigt wird. Wasserkocher und Wasserflaschen werden somit überflüssig, Armaturen mit Wassersystemen sparen auf diese Weise Platz, Geld und Mühe. Weiters sind heuer sogenannte „semi-professionelle Küchenarmaturen“ ein voller Hingucker. Ihr Markenzeichen ist die flexible Brause, die nicht nur ein optisches Highlight darstellt, sondern sich auch beim Befüllen von besonders großen Töpfen als äußerst praktisch erweist. Berührungslose Bedienfunktionen erleichtern uns ab jetzt ebenfalls den Küchenalltag: Wir sagen dem klassischen Wasserhahnhebel ade und bedienen ab jetzt auf Knopfdruck, per „Foot-Con­trol“ mit dem Fuß oder auf Berührung des Armaturenkörpers. Auch farblich gesehen bekommen Küchenarmaturen heuer frischen Aufwind: Armatur und Spüle müssen sich nicht mehr zwingend Ton in Ton ergänzen, vielmehr nehmen Edelstahloberflächen, feine Metallic-Töne oder bunte Akzente der klassischen Chrom-Oberfläche den Vortritt.

 

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Kupfer, Holz und spannende Strukturen: Beim Cucine Lube-Stand auf der Living Kitchen wurde alles richtig gemacht. (© DanKüchen)

Der Garten in der Küche. Heutzutage ist eine bewusste und ausgewogene Ernährung mehr als nur ein Trend und Selbstversorgung ist zum Lifestyle geworden. Wer sich nicht im Besitz eines Gartens oder einer großen Terrasse befindet, aber auch in den Wintermonaten knackiges und selbst angebautes Grün auf den Teller bringen möchte, für den haben sich Technikgenies etwas Besonderes einfallen lassen: Gärtnern ohne Erde mit Hydroponik. Indoor-Anbausysteme, die wie Glasschränke oder Pflanzenregale aussehen und wie Minigewächshäuser mit LED-Pflanzenlampen arbeiten, machen eine Gemüseaufzucht in der Küche möglich. Damit Kräuter, Salate und Co. dann auch noch lange frisch bleiben, tüfteln Kühlschrankhersteller an immer neuen Technologien. So stellen sich manche Kühlschränke automatisch auf die jeweiligen Lebensmittel ein, passen Temperatur und Luftfeuchtigkeit an und sorgen für beste klimatische Bedingungen in den einzelnen Kühlfächern. Wem das immer noch nicht „smart“ genug ist, der kann sich über witzige und praktische Ideen wie Kühlschrank-Kameras, integrierte Touchscreens, die als Familien-Organizer dienen und kleine Computer, mit denen man Musik strea­men kann, freuen.

Witzige Idee: Samsung bringt Dating auf ein neues Level und fügt seiner „Family Hub“-Reihe eine Funktion hinzu, die den Inhalt des Kühlschranks fotografiert und mit der Software einen gleichgesinnten Partner mit ähnlichem Kühlschrank-Inhalt findet. So bekommt die Liebe, die durch den Magen geht, eine ganz neue Bedeutung.