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Lifestyle | 24.05.2016

Brotsüchtig

Mitte Mai wird die Herrenstraße in Linz um eine Bäckerei der außergewöhnlichen Art reicher ...

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Stefan Faschinger und Oliver Raferzeder (© Dominik Derflinger)

Mit „brotsüchtig“ bringen Stefan Faschinger und Oliver Raferzeder nicht nur Pep in die Linzer Bäcker-Szene, sondern punkten auch mit ausgefallenen Qualitätsprodukten. Wie es zu dem Namen kam? „Mein Schwager Oliver und ich sind definitiv selbst süchtig nach Brot. Doch das alleine macht nicht den Namen unseres Unternehmens. Nachdem die Idee der Selbstständigkeit Gestalt angenommen hat, haben wir jede freie Minute in der Backstube meines Vater verbracht und an eigenen Rezepturen getüftelt. Dieses Experimentieren und Neu-Entdecken war wie eine Sucht“, erzählt Stefan Faschinger. Besonders die Brotvielfalt, Qualität und Regionalität der Produkte haben es den beiden Jungunternehmern angetan,  für die Bio eine Selbstverständlichkeit ist: „Wir bringen mehr Transparenz in das Bäckerhandwerk. Bei uns weiß man, was im Brot ist“, sagt Oliver Raferzeder. „Einem Bäcker steht es frei, aus circa hundert E-Nummern zu wählen und sich dadurch das Leben leichter zu machen. Da spielen wir nicht mit. Deswegen arbeiten wir mit einer aufwendigen, traditionellen und handwerklichen Herstellungsmethode“.

Brot und Gebäck werden aus Grundrohstoffen gefertigt, ganz ohne Fertigmischungen, und „Weg vom Weizen“ lautet das Motto. Stattdessen bekommt der Dinkel sein großes Debüt: Diese Urform des Weizens ist zwar schwieriger zu verarbeiten, bringt allerdings einen ausgezeichneten Geschmack und bessere Verträglichkeit mit sich. Rarität und somit Steckenpferd des Unternehmens ist das „Keimo“, ein mehlfreies Brot aus gekeimten Dinkelkörnen, in welches Stefan Faschinger und Oliver Raferzeder rund ein Dreivierteljahr Entwicklung steckten. Dazu gesellen sich unter anderem „Roger Roggen“, „Volker Vollkorn“ und „Brigitte Baguette“. Bei all dieser Kreativität ist natürlich auch die Räumlichkeit dementsprechend: „Für das Interieur unserer Bäckerei haben wir uns einen Kunstuniabsolventen an Bord geholt. Es ist also einiges so gestaltet, wie man es noch nie gesehen hat: peppig, extravagant, sinnlich“, freuen sich die Quereinsteiger. „Wir wollen unserem Laden mehr Leben und Emotion geben – das hat sich das Produkt verdient“.