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Lifestyle | 18.07.2022

Badespaß ohne Risiko

Schwimmen und Tauchen bringt jetzt an den heißen Tagen die ersehnte Abkühlung. Gelangen durch das Wasser aber Krankheitserreger in den Gehörgang, drohen Entzündungen. Wie man sich - mit teils sehr einfachen Maßnahmen - dagegen schützen kann, das verrät Dr. Georg Langmayr, Fachgruppenvertreter für Hals-, Nasen und Ohrenheilkunde in der Ärztekammer für Oberösterreich.

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Pool, See oder Meer bringen jetzt die ersehnte Abkühlung! Um kein Risiko einer Badeotitis einzugehen, helfen ein paar einfache Tipps! © Shutterstock

Einfach nur erfrischend ist ein Sprung ins kalte Nass! Dabei ist aber auch Vorsicht geboten: Bei der im Fachjargon genannten und oft verbreiteten Badeotitis entzündet sich nämlich der Gehörgang. Das kann unangenehm und schmerzhaft sein. „Entscheidend ist die Qualität des Wassers“, weiß Dr. Langmayr. So ist etwa zu viel Chlor in Schwimmbädern schädlich für die Gehörgänge, da der Säureschutzmantel im Ohr angegriffen wird. Das wiederum schwächt den Abwehrmechanismus. „Da freuen sich die Keime und der äußere Gehörgang kann sich leicht entzünden“, so der Mediziner. Erste Anzeichen auf eine Entzündung sind Juckreiz, Stechen oder auch Rötungen.

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Jucken, Stechen oder Rötungen im Ohr sind die ersten Anzeichen einer Ohrenentzündung. © Shutterstock
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Wie verhindert man Ohrenschmerzen nach den Baden? © Shutterstock

Tropfen und einfache Maßnahmen helfen

Was aber kann man dagegen tun? „Nicht verschreibungspflichtige Schwimm- und Tauchertropfen helfen“, sagt Dr. Langmayr. Diese ändern den pH-Wert im Gehörgang von basisch auf sauer. Diese Bedingungen mögen Bakterien nicht und es kommt seltener zu Infekten. Dieses Mittel ist auch als Spray erhältlich. Aber auch einfache Maßnahmen können Infekten vorbeugen. „Wenn man aus dem Wasser kommt, dann sollte man das Ohr mit einem Taschentuch trocknen“, verrät Dr. Langmayr. 

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Eine Badeotitis oder auch "swimmer's ear" ist eine Entzündung des äußeren Gehörgangs, also des Bereichs zwischen Ohrmuschel und Trommelfell. © Shutterstock

Alternativ dazu ist es auch möglich, das Ohr trocken zu föhnen. „Dabei aber immer die kühlste Stufe verwenden“, rät der HNO- Fachgruppenvertreter in der OÖ-Ärztekammer. Meist sind Kinder betroffen, Entzündungen können aber bei Personen jeden Alters auftreten. Ganz wichtig ist aber immer: Sollten Entzündungen auftreten, dann ist ein Facharzt aufzusuchen.

 

Quelle: Ärztekammer für Oberösterreich

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Eine Badeotitis dauert circa eine Woche. Danach ist es wichtig, die Ohren trocken zu halten und ein Untertauchen vorübergehend zu vermeiden. © Shutterstock