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Lifestyle | 09.12.2019

Auf die Kekse, fertig, los!

Die Adventzeit ohne Vanillekipferl, Lebkuchen & Co.? Unvorstellbar! Wer keine Zeit und Lust hat, den Teig selbst zu kneten, kann zu Fertigteigen greifen. Die sind ruckzuck fertig, aber überzeugen sie auch im Geschmack? Wir haben fünf verschiedene Sorten in unserer Redaktions-Backstube getestet.

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© Denise Derflinger

Zarte Linzer Augen und mürbe Vanillekipferl, die einem auf der Zunge zergehen. Dazu würziger Lebkuchen und feine Zimtsterne – läuft Ihnen auch schon das Wasser im Mund zusammen? Ohne Kekse wäre die Vorweihnachtszeit nur halb so schön. Wenn da bloß nicht die Patzerei beim Backen wäre … Wer keine Lust hat, den Teig selbst zuzubereiten oder schlicht wenig Zeit zum Keksebacken hat, kann zu Fertigteigen greifen. Das ist eindeutig der schnellste Weg zu selbstgebackenen Keksen. Die Auswahl in Bäckereien und Supermärkten ist mittlerweile groß und der Aufwand hält sich tatsächlich in Grenzen, wie unser Test gezeigt hat. Dafür haben wir unsere Redaktionsküche einen Nachmittag lang in eine vorweihnachtliche Backstube verwandelt. Getestet wurden Markenprodukte ebenso wie Teige vom Diskonter. 

Für Back-Anfänger geeignet. Wir haben alle Teige genau nach Anleitung vorbereitet und verarbeitet. Diese ist auf der Rückseite jeder Packung angeführt und exakt beschrieben – somit auch für absolute Back-Anfänger geeignet! Was die getesteten Produkte gemeinsam hatten und uns große Freude bereitet hat: Sie ließen sich allesamt sehr gut verarbeiten. Kein Teig war zu klebrig, bröselig oder von sonst unangenehmer Konsistenz. Kein Vergleich dazu, wenn man die Zutaten selbst mit den Händen verknetet und alles an den Fingern pickt ...

Die Geschmacksfrage. Das große Aber kommt dann allerdings am Ende, wenn die Kekse gebacken, getunkt, verziert und fertig zum Verkosten sind: Geschmacklich kommt keine Sorte an die echten, selbstgemachten Kekse heran. Leider, denn durch den geringen Aufwand sind die Fertigteige für alle, die wenig Zeit haben, eine echte Alternative. Doch wer weniger Aufwand möchte, bekommt halt auch weniger Genuss.

Unser Fazit: Was schmeckt, ist natürlich Geschmackssache. Worin wir uns einig sind: Wer besonders feine Weihnachtkekserl haben möchte, sollte sich ein bisschen Zeit nehmen. Denn selbstgemacht schmeckt eben doch am besten!

 

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Vanillekipferl von Hofer

Vanillekipferl von Hofer

900 Gramm um € 3,49

Der Teig der Eigenmarke Bella von Hofer überzeugt im Handling. Wir folgen der Anleitung, kneten den Teig kurz durch, formen eine Rolle daraus, schneiden diese in dünne Stücke und formen daraus Kipferl. Das ist keine Hexerei – auch wenn wir feststellen müssen, dass wir nicht unbedingt die geborenen Kipferl-Formerinnen sind ;-)

Danach kommen die Vanillekipferl ins vorgeheizte Backrohr, bis sie nach sechs bis acht Minuten fertig sind. In dieser Zeit bereiten wir die Mischung aus Staub- und Vanillezucker vor, in der die Kipferl in noch heißem Zustand gewälzt werden. Fertig entsprechen sie optisch dann doch dem gängigen Bild – trotz unserer fehlenden Form-Künste – und auch die Konsistenz ist so, wie wir sie von den selbstgemachten Vanillekipferln kennen, denn das erste bricht, als wir es in der Zucker-Mischung wälzen.

Je nach Kipferl-Größe reicht der Fertigteig übrigens für drei bis vier Bleche.

Fazit: Im Geschmack konnten uns die Vanillekipferl dann weniger überzeugen. Die typische Vanille-Nuss-Note kommt zu wenig durch!

 

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Dinkel-Lebkuchen von Billa

Dinkel-Lebkuchen von Billa

500 g um € 2,49

Wir lieben Lebkuchen – entsprechend hoch sind unsere Erwartungen an den Dinkel-Lebkuchen-Teig zum Selberbacken.

Die Anleitung finden wir wieder auf der Rückseite, wobei man nicht viel falsch machen kann. Den Teig einfach gut durchkneten, dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche nicht zu dünn ausrollen und beliebige Formen ausstechen. Es ist auch angeführt, dass man die Kekse mit Mandeln, Nüssen oder kandierten Früchten belegen kann. Was uns fehlt: ein Hinweis, dass der Lebkuchen vor dem Backen mit einem verquirlten Ei oder Milch bestrichen werden kann, damit er nach dem Backen schön glänzt.

Nach sechs bis acht Minuten im Backrohr ist der Lebkuchen fertig. In dieser Zeit haben wir den Zuckerguss – bestehend aus Staubzucker und dem Saft einer Zitrone – angerührt. Dass wir uns durch den Fertigteig die Patzerei besonders mit dem Honig erspart haben, freut uns in diesem Fall ganz besonders. Dass sich der Teig gut verarbeiten ließ und nicht unangenehm klebrig war, ist ein weiterer Pluspunkt.

Fazit: Auch beim Geschmack kann der Dinkel-Lebkuchen punkten. Fein-würzig schmeckt er so, wie wir uns das von Lebkuchen erwarten.

 

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Mürbteig von Spar

Mürbteig von Spar

380 Gramm um € 2,49

Zarte Mürbteigkekse – mit Marmelade gefüllt, in Schoko getunkt oder einfach pur – sind die Klassiker in der Weihnachts-Backstube. Darum ist unsere Vorfreude auch groß, als wir den Teig des oberösterreichischen Unternehmens auspacken. Was uns besonders gefällt: Der Teig ist palmölfrei!

Nachdem Mürbteig möglichst kühl verarbeitet werden soll, rollen wir ihn auf der bemehlten Arbeitsfläche aus und stechen zügig unsere Kekserl aus. Beim Handling gibt es nichts zu beanstanden, wir sind zufrieden. Wieder sind die Kekse ruckzuck im Backrohr. Nachdem sie fertig gebacken und ausgekühlt sind, tunken wir sie in Schokolade und freuen uns aufs Verkosten.

Fazit: Vom Geschmack her kommen die Mürbteigkekse nicht an selbstgemachte heran, dennoch schmecken sie nicht schlecht und sind eine Alternative für alle, bei denen das Backen schnell gehen muss.

 

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Frischer Schwarz-Weiß-Teig von Tante Fanny

Frischer Schwarz-Weiß-Teig von Tante Fanny

400 Gramm um € 2,49

Dieser Teig ist ideal für besonders Faule – oder Unbegabte ;-) Denn man muss die vier einzelnen Teigstränge lediglich in möglichst gleich große Stücke schneiden. Die Empfehlung von fünf Millimetern gibt es auf der Packungsrückseite – ebenso wie die Backanleitung.

Die Kekse werden dann hell ausgebacken, weil der Schwarz-Weiß-Teig nach dem Backen noch nachzieht. Aus diesem Grund müssen sie auch sofort runter vom Blech, sobald man sie aus dem Backrohr nimmt.

Fazit: Wir haben uns für die pure Variante entschieden und unsere Meinungen sind zweigeteilt: Während die eine Hälfte unseres Teams die Schwarz-Weiß-Kekse geschmacklich gut findet, ist die andere Hälfte nicht ganz so begeistert. Eindeutig Geschmackssache!

Einen Zusatzpunkt gibt es allerdings für die absolut unkomplizierte Handhabung. Einfacher geht’s wirklich nicht!

 

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Frischer dunkler Mürbteig von Tante Fanny

Frischer dunkler Mürbteig von Tante Fanny

400 Gramm um € 2,49

Die Ankündigung auf der Packung „Mit feinen Schokostückchen“ verheißt Gutes. Wir freuen uns! Dieser Teig muss übrigens 20 Minuten vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank, dann sticht man entweder klassisch Kekse aus oder man schneidet ihn in Stücke und formt Kipferl. Wir entscheiden uns für die zweite Variante.

Der Teig lässt sich sehr gut verarbeiten. Nach fünf bis sechs Minuten sind die Kipferl fertig – und wir erleben eine Überraschung, denn unsere Kekse sind viel dunkler als jene auf den Packungsfotos. Ein kurzer Blick auf den Timer zeigt allerdings, dass wir in der Zeit sind. Wir sind ein bisschen ratlos ...

Nach dem Auskühlen tunken wir die Enden der Kipferl in die geschmolzene Schokolade und warten gespannt, bis wir endlich kosten dürfen.

Fazit: Gut schauen sie aus! Und sie schmecken – wobei der Schoko-Geschmack unserer Meinung nach durchaus ein bisschen intensiver sein dürfte.

 

Die Redaktion beim Keksebacken :-)
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Vom Diskonter bis zum Markenprodukt: Rebecca Mayr (l.) und Nicole Madlmayr mit unserer Auswahl an Keksteigen

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Der Lebkuchen wird in Form gebracht.

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Denise Derflinger und unsere Dinkel-Lebkuchen

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Das Redaktionsteam testet Fertigteige!