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Lifestyle | 13.11.2022

Armbanduhren mit Zusatzfunktionen – Definition, Funktion und Wertigkeit von Chronographen

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Die Zeit stoppen, die Entfernung eines Blitzes messen oder zwei Laufleistungen getrennt voneinander mit nur einer Uhr ermitteln: Ein Chronograph überzeugt nicht nur optisch. Vielmehr halten Modelle wie die Omega Speedmaster oder HUBLOT Big Bang nützliche Funktionen bereit. Aufgrund ihres Äußeren eignen sich die Uhren vornehmlich als Geschenk für Männer. Auf dem Markt existieren jedoch auch Damen-Chronographen.

 

Was ist ein Chronograph und sind Chronographen Uhren? Welche Arten von Chronographen gibt es und wie funktionieren sie? Welche Funktionen sind möglich und zu welchen Preisen werden die nützlichen Armbanduhren angeboten? Dieser Artikel liefert Antworten!

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© Bild von Johnnys_pic auf Pixabay

Was ist ein Chronograph?

 

Die Bezeichnung “Chronograph” entstammt dem Griechischen und bedeutet “Zeitschreiber”. Im Jahr 1816 entwickelte Louis Monet den Vorreiter: die Stoppuhr. Knapp hundert Jahre später erfand Longines die erste Armbanduhr mit Stoppfunktion über einen Drücker. Einundzwanzig Jahre später stellte Breitling den ersten Chronographen mit zwei Drückern vor. Der heutige Look der Chronographen basiert auf dieser Entwicklung. Die ersten Automatik-Chronographen sollten 1969 erscheinen.

 

Das Besondere: Chronographen überzeugen durch ein technisches Erscheinungsbild und beinhalten Totalisatoren. Mit ihrer Hilfe lassen sich Messungen durchführen. Diese stehen in keinem Zusammenhang zu der Zeitanzeige.

 

Aus diesem Grund finden sich die Uhren mit Zusatzfunktionen häufig am Armgelenk von Hobbysportlern wieder, die unter anderem von der Stoppfunktion profitieren. Zu erkennen sind die Chronographen an Hilfszifferblättern und Drückern. Neben Sportbegeisterten existieren zahlreiche Interessenten, die den einzigartigen Look der Chronographen wertschätzen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Chronographen und einer Uhr?

 

Der Begriff “Chronograph” bezieht sich nicht auf die Uhr selbst, sondern auf die Funktion der Uhr, die Komplikation. Auf einer Uhr lässt sich die Zeit anhand des Ziffernblattes ablesen. Eine Zusatzfunktion erlaubt es, eine Messung durchzuführen.

Welche Arten von Chronographen gibt es?

 

  • Bicompax-Chronograph: zwei Totalisatoren
  • Tricopax-Chronograph: drei Totalisatoren

Wie funktionieren Chronographen?

 

Wer seine Zeit bei einer Joggingrunde oder einem Sprint im Rahmen des Urban Sports stoppen möchte, betätigt zunächst den oberen Drücker. Ab jetzt läuft die Zeit, die erst gestoppt wird, wenn der Drücker ein zweites Mal bedient wird. Der untere Drücker steht zur Verfügung, um die Stoppuhr zurückzusetzen.

 

Auffällig ist, dass Chronographen zwei Sekundenzeiger aufweisen. Mit dem großen Sekundenzeiger lassen sich Stoppzeiten auf die Sekunde genau ermitteln. Der kleine Sekundenzeiger befindet sich – meistens auf der linken Seite – auf dem Hilfsziffernblatt und gibt die “kleine Sekunde” an.

Welche Funktionen benötigt ein Chronograph?

 

  • Tachymeter: Mit einem Tachymeter oder Tachometer kann die durchschnittliche Geschwindigkeit bei einem Lauf oder einem Spaziergang ermittelt werden. Dafür starten Nutzer die Funktion über den Drücker und stoppen die Messung, wenn das Ziel erreicht ist.
  • Pulsometer: Mit einem Pulsometer, auch Pulsmesser genannt, lässt sich der Puls des Trägers beim Sport messen. Der Messvorgang ist nach 30 Sekunden abgeschlossen. Die Skala zeigt die Pulszahl pro Minute an.
  • Telemeter: Ein Telemeter ermöglicht es, einfach und bequem Entfernungen bis zu mehreren Kilometern mithilfe einer automatisierten Kommunikationsmethode zu messen. Telemeter finden sich häufig in Sportuhren für Männer. Auf diese Weise können Träger Distanzen zwischen ihnen und einer Lichtquelle, etwa eines Blitzes, bestimmen.
  • Rattrapante: Armbanduhren mit Schleppzeiger verfügen über zwei übereinanderliegende Sekundenzeiger. Sie ermöglichen die Ermittlung von zwei Werten. So können zum Beispiel Zeiten von Läufern gemessen werden, die zur gleichen Zeit starten, aber zu unterschiedlichen Zeiten das Ziel erreichen.

Wie teuer sind Chronographen?

 

Einige Quarz-Chronographen sind zu einem Preis von unter 1.000 Euro erhältlich. Ein Beispiel ist der Hersteller Citizen, der die Uhren im dreistelligen Bereich zum Kauf anbietet. Das Modell Breitling Superocean Chronograph M2000, eine Taucheruhr mit einer Wasserdichtigkeit von 2.000 Metern, befindet sich dagegen preislich im vierstelligen Bereich.

 

Generell sind Chronographen mit Valjoux 7750 kostengünstiger als Chronographen mit Manufakturkaliber oder seltenen Uhrwerken. Das bekannteste Modell unter den Chronographen ist das Modell Omega Speedmaster Professional. Die Uhr begleitete die Astronauten von Apollo 13 im Jahr 1969 auf den Mond. In neuwertigem Zustand ist die Uhr ab 1.197 Euro erhältlich.

 

Die Rolex Daytona kann in gutem Zustand und in Gold über 20.000 Euro und mit Diamantbesatz bis zu 100.000 Euro wert sein. Die Omega Speedmaster, die Rolex Daytona und die Tag Heuer Monaco wurden einst als Zeitmesser für den Rennsport entworfen. Aus der Luftfahrt stammt dagegen der IWC Doppelchronograph, der ab 3.373 Euro erhältlich ist.

Das Fazit – praktische Uhren-Funktionen für Damen und Herren

 

Der Begriff “Chronograph” bezieht sich auf Armbanduhr-Funktionen wie die Stoppfunktion. Erhältlich sind Damen-, Herren- und Automatik-Chronographen. Hobbysportler profitieren – je nach Modell – von einem Tachometer, Pulsometer, Telemeter oder Schleppzeiger. Einige Chronographen sind bereits für mehrere hundert Euro erhältlich. Andere Modelle dagegen können aufgrund ihres Sammlerwerts und ihrer Ausführung im sechsstelligen Bereich liegen.