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Lifestyle | 17.12.2018

An den Tisch, fertig, los!

Ein Tisch, liebe Menschen, stundenlange Gespräche und jede Menge spannende Rezepte lassen Weihnachten und Silvester, aber auch Abende außerhalb der Feiertage, unvergesslich werden. Das Beste: Anstatt in der Küche zu verschwinden, dürfen sich nun auch die Gastgeber auf die Stühle fallen lassen und beherzt zugreifen.

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© Gräfe und Unzer Verlag / Silvio Knezevic

Zusammenkommen, zusammen kochen, zusammen essen – der Mensch ist ein Rudeltier und liebt es, bei der schönsten Sache der Welt in Gesellschaft zu sein. Denn mit Familie und Freunden am Tisch zu sitzen weckt ganz besondere Emotionen und lässt selbst das belegte Butterbrot zum Gaumenschmaus werden. Wo früher aber die Gastgeber in der Küche verschwunden sind, um das Menü vorzubereiten, hat sich heute glücklicherweise einiges geändert: Vielmehr wird am Tisch entspannt, ohne dass ständig jemand in die Küche laufen muss. Stattdessen kommt alles für den Dinner-Abend gleichzeitig auf den Tisch: Suppe und Salat, Antipasti, Brot, Fleisch, Fisch und das Dessert. Im Topf oder in der Pfanne, auf Platten, Tellern und Gläsern – unkompliziert und ganz relaxed. Die Thementische im Buch „Alle an einen Tisch … und alles auf einen Tisch“ von Gastronom Sebastian Hoffmann sind perfekt auf ein gemütliches und abwechslungsreiches Dinner mit Familie und Freunden abgestimmt und wärmen Leib und Seele – nicht nur in der Weihnachtszeit.

Ein Abend unter Freunden. Wer gut planen kann, liegt klar im Vorteil! Denn je besser die Vorbereitung, desto weniger nervenaufreibend verläuft der ganze Abend. Viele Rezepte können schon ein oder zwei Tage im Voraus gekocht und am großen Tag nur noch aufgewärmt werden, andere brauchen nur wenige Handgriffe, um sie zu etwas Besonderem werden zu lassen. Doch das Wichtigste zuerst: die gute alte Einkaufsliste. Mit ihr bekommen Sie einen guten Überblick und kaufen garantiert richtig ein. Ob das saftigste Fleisch, der beste Fisch, das knackigste Gemüse oder die frischsten Kräuter – Ihr Metzger ums Eck oder Fachverkäufer im Spezialitätenladen oder Supermarkt hilft Ihnen garantiert gerne weiter. Wer sich kein ganzes Menü alleine zumuten möchte, kann gerne Traditionen brechen und Aufgaben verteilen: Der Opa bringt die Vorspeisenplatte mit zum Dinner, die Mama kauft alle Zutaten für die Suppe ein, die beste Freundin kümmert sich ums Dessert – und schon kann nichts mehr schiefgehen. Mahlzeit!

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Thunfischeintopf mit Weißwein (© Gräfe und Unzer Verlag / Silvio Knezevic)

Thunfischeintopf mit Weißwein

Der perfekte Mix: warm wie die Sonne im Süden und erfrischend wie eine Meeresbrise. Dieser Dinner-Auftakt macht richtig Laune – auch an bitterkalten Tagen!

 

Zutaten für 6 Personen:

2 Knoblauchzehen

2 rote Zwiebeln

1 Stück frischer Ingwer (ca. 1 cm lang)

4 EL Olivenöl

500 g Kartoffeln

Bund glatte Petersilie

½ Bund frische Minze

1 TL Fenchelsamen

250 ml trockener Weißwein (z. B. Pinot Grigio oder Chardonnay)

2 l Gemüsebrühe

20 reife Kirschtomaten

300 g frischer Thunfisch

1 Bio-Zitrone

1 Bio-Limette

Meersalz

Pfeffer (frisch gemahlen)

 

Vorbereitung – 2 Tage vorher (ca. 5 Min.)

• Knoblauch, Zwiebeln und Ingwer schälen, fein hacken, mit etwas Olivenöl in einer Vorratsdose mischen und über Nacht im Kühlschrank lagern.

Kochen – am Vortag (ca. 20 Min.)

• Die Kartoffeln waschen, schälen und in 1 cm große Würfel schneiden. Die Petersilie und Minze waschen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen. Petersilienblättchen klein hacken. Die Zwiebel-Öl-Mischung in einem Bräter farblos anbraten. Fenchelsamen dazugeben. Den Topfinhalt mit Weißwein ablöschen und die Flüssigkeit einkochen lassen. Die Gemüsebrühe angießen und aufkochen lassen. Sobald die Brühe kocht, die Kartoffeln dazugeben und offen bei mittlerer Hitze ca. 10 Min. leicht bissfest kochen. Den Eintopf auskühlen lassen und dann über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Finish – kurz vor dem Servieren (ca. 15 Min.)

• Den Eintopf aufkochen. Inzwischen die Tomaten waschen und halbieren. Den Thunfisch kalt abbrausen, trocken tupfen und in 1 cm große Würfel schneiden. Beides in den Eintopf geben und 5 Min. weitergaren. Den Bräter von der Herdplatte nehmen und den Thunfisch noch ca. 5 Min. ohne Hitzezufuhr ziehen lassen. Währenddessen die Zitrone und die Limette heiß waschen, abtrocknen, jeweils die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Zitrusfruchtschale sowie -saft und die Petersilie zur Suppe geben und diese zum Schluss mit Meersalz und Pfeffer abschmecken.

Servieren – ab auf den Tisch

• Den Eintopf auf den Esstisch stellen und mit den Minzeblättern garnieren.

 

 

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Schnelle Ricotta-Basilikum-Cannelloni (© Gräfe und Unzer Verlag / Silvio Knezevic)

Schnelle Ricotta-Basilikum-Cannelloni 

Die Cannelloni-Röhren müssen nicht vorgekocht werden und lassen sich mit einem Spritzbeutel ganz easy befüllen. So ist die Hingucker-Pasta ganz fix bereit für den Ofen.

 

Zutaten für 6 Personen:

300 g TK-Spinat

1 roter Paprika

4 Frühlingszwiebeln

500 g Ricotta

Meersalz

Pfeffer (frisch gemahlen)

500 g Cannelloni

700 ml fertige Tomatensauce

300 ml Gemüsebrühe

350 g Pecorino

½ Bund Basilikum

2 EL Olivenöl

 

Außerdem:

1 Auflaufform (ca. 25 × 35 cm)

Olivenöl für die Form

Spritzbeutel ohne Tülle

 

Vorbereitung – 2 Tage vorher (5 Min.)

• Ein Sieb in eine Schüssel hängen, den Spinat ins Sieb geben und über Nacht bei Raumtemperatur auftauen lassen.

Kochen – am Vortag (25 Min.)

• Den Paprika halbieren, von Kernen und weißen Trennwänden befreien und waschen. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen, zusammen mit dem Paprika fein würfeln und in eine große Schüssel geben. Aufgetauten Spinat gut ausdrücken und zusammen mit dem Ricotta zum Gemüse in die Schüssel geben. Die Masse gut durchmischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Auflaufform mit etwas Olivenöl einfetten.

• Die Ricottamasse in einen Spritzbeutel geben und in die Cannelloni füllen. Diese nebeneinander in die Form legen. Die Tomatensauce zusammen mit der Gemüsebrühe in einen Topf geben und aufkochen. Die Sauce etwas abkühlen lassen und über die Cannelloni geben. Die Sauce vollständig auskühlen lassen und dann die Auflaufform über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Finish – kurz vor dem Servieren

(5 Min. + 30 Min. Backzeit)

• Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Den Pecorino reiben. Das Basilikum waschen, trocken schütteln, die Blätter abzupfen und etwas kleiner zupfen. Basilikum auf den Cannelloni verteilen und diese mit Pecorino bestreuen. Die Cannelloni im heißen Ofen (Mitte) 25 bis 30 Min. goldgelb überbacken.

Servieren – ab auf den Tisch

• Die fertigen Cannelloni mit etwas Olivenöl beträufeln, mit Pfeffer übermahlen und dann ab damit auf den Tisch.

 

 

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Pizzette mit Rucola (© Gräfe und Unzer Verlag / Silvio Knezevic)

Pizzette mit Rucola 

Erinnern Sie sich an Ihre erste Pizza Margherita auf die Hand im Italien-Urlaub? Hammer, oder? Also, greifen Sie zu, beißen Sie rein und lassen die Gedanken in den Süden fliegen!

 

Zutaten für 6 Personen:

10 g frische Hefe

750 g Weizenmehl (Type 550)

Meersalz

400 g stückige Tomaten (aus der Dose)

10 Basilikumblätter

500 g Mozzarella

150 g Rucola

6 TL Olivenöl

Pfeffer (frisch gemahlen)

 

Außerdem:

Mehl für die Arbeitsfläche

 

Kochen – am Vortag

(15 Min. + 30 Min. Ruhen)

• Für die Pizzette die Hefe in 450 ml lauwarmes Wasser bröckeln und darin auflösen. Mehl und 1 TL Salz in eine große Schüssel geben und langsam das Hefewasser dazugeben. Mit einer Gabel die Zutaten in der Schüssel gut vermischen, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht. Diesen zugedeckt an einem warmen Ort ca. 15 Min. gehen lassen. Dann den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Wenn der Teig zu feucht ist, noch etwas Mehl dazugeben. Den Teig in sechs gleiche Portionen teilen, diese zu Kugeln formen und zugedeckt 15 Min. ruhen lassen.

• Inzwischen die Dosentomaten in einen Topf geben, mit Salz würzen. Die Basilikumblätter trocken abreiben, dazugeben und die Sauce pürieren. Diese dann in eine Vorratsdose füllen und über Nacht kalt stellen.

• Die Teigkugeln auf ein leicht bemehltes Brett legen, mit Frischhaltefolie zudecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Finish – kurz vor dem Servieren

(15 Min. + 20 Min. Backen)

• Den Backofen auf 225 °C vorheizen. Mozzarella abtropfen lassen und klein würfeln. Rucola waschen, trocken schütteln und von groben Stielen befreien. Die Teigkugeln 0,5 cm dünn ausrollen und auf zwei mit Backpapier belegte Backbleche legen. Die Tomatensauce auf den Teigfladen verstreichen und die Mozzarellawürfel darauf verteilen. Die Pizzette nacheinander im heißen Ofen (Mitte) in je ca. 10 Min. goldbraun und knusprig backen.

Servieren – ab auf den Tisch

• Die Pizzette aus dem Ofen nehmen und auf einem Holzbrett anrichten. Rucola darauf verteilen und die Pizzette mit Olivenöl beträufeln sowie nach Belieben noch mit Salz und Pfeffer übermahlen. Fertig!

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Karamell-Tiramisu (© Gräfe und Unzer Verlag / Silvio Knezevic)

Karamell-Tiramisu

Dieses Dessert setzt dem Dinner ein süßes Krönchen auf und rundet den Abend mit Freunden oder Familie perfekt ab.

 

Zutaten für 6 Personen:

10 Blatt Gelatine

2 Vanilleschoten

6 Eier

180 g Zucker

1 TL Ras el Hanout (nach Belieben)

500 g zimmerwarmer Mascarpone

300 g Sahne

100 ml kalter Espresso

1 Pck. Löffelbiskuit (200 g)

100 ml Sherry

100 ml Karamellsauce (Fertigprodukt)

18 Minzeblätter

200 g Bitterschokoladeraspel

 

Außerdem:

6 weite Gläser à 350 ml

 

Kochen – am Vortag

(20 Min. + 4 Std. Kühlzeit)

• Die Gelatine in einen tiefen Teller geben und ca. 5 Min. in kaltem Wasser einweichen. Die Vanilleschoten längs aufschneiden und mit einem spitzen Messer das Mark herauskratzen. Die Eier trennen. Eigelbe, Vanillemark, 90 g Zucker, Mascarpone und nach Belieben Ras el Hanout in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen zu einer homogenen Masse verrühren.

• Die Gelatine gut ausdrücken, zusammen mit 5 EL Wasser in einen kleinen Topf geben und bei kleiner bis mittlerer Hitze auflösen. Die flüssige Gelatine zu der Mascarponemasse geben und rasch unterrühren.

• Die Sahne steif schlagen. Die Eiweiße steif schlagen, zum Schluss den restlichen Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und der Eischnee glänzt. Sahne und Eischnee vorsichtig mit einem Schneebesen oder Teigschaber unter die Mascarponecreme heben.

• Den Espresso in einen tiefen Teller geben. Die Löffelbiskuits kurz darin wenden, nach Belieben in Stücke brechen und in die Gläser legen. Den Sherry und die Karamellsauce darauf verteilen. Mascarponecreme auf den Biskuits in den Gläsern verteilen und das Tiramisu mindestens 4 Std. kalt stellen.

Servieren – ab auf den Tisch

• Die Minze waschen und trocken tupfen. Tiramisu mit geraspelter Schokolade und Minze­blättchen garnieren und gleich mit auf den Tisch stellen.

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BUCHTIPP: „Alle an einen Tisch … und alles auf einen Tisch“, Sebastian Hoffmann; GU Verlag, ISBN 978-3-8338-6696-8, € 20,60