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Lifestyle | 29.08.2018

Am Ende ergibt alles einen GIN ...

Ob mit Tonic und Gurke oder klassisch im „Negroni“ – Gin ist absolut trendy! In der Linzer Bar „Frau Dietrich“ setzen Tom Hausknecht und Moritz Horton bei ihren Cocktails ebenfalls gern auf die Spirituose mit Wacholdergeschmack.

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Sehr zum Wohl. Moritz Horton (l.) und Tom Hausknecht, die beiden Bartender in der „Frau Dietrich" (© Stefan Beiganz)

Wer Gin trinkt, liegt absolut im Trend! Dabei ist das Getreide-Destillat mit Wacholdergeschmack ein alter Klassiker, der erst vor einigen Jahren wiederentdeckt wurde. Besonders in Kombination mit Tonic Water hat Gin ein Revival gefeiert. In der Linzer Bar „Frau Dietrich“ ist die Spirituose ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Barkultur und die Grundlage für viele Cocktails. Warum das so ist, erklärt Bartender und Gin-Kenner Tom Hausknecht: „Gin hat eine spezifische Geschmacksnote, die auf Wacholder basiert. Der Zusatz von verschiedenen Kräutern und Aromastoffen, so genannten Botanicals, macht ihn so einzigartig. Damit bietet er uns eine breite Spielwiese!“

Gin & Tonic – das passt! Bei der Herstellung von Gin kann man sich austoben, was die Zugabe von Botanicals betrifft. Laut Hausknecht können es bis zu 300 verschiedene Zutaten sein – von Engelswurz und Lavendel über Nelken bis hin zu Zitruszesten. „Gin verträgt das und braucht es auch“, betont der erfahrene Barkeeper. Wer ihn am liebsten in Kombination mit Tonic trinkt, sollte beides unbedingt aufeinander abstimmen. „Mit dem falschen Tonic kann man den besten Gin verkacken“, fügt Moritz Horton lachend hinzu. Er arbeitet seit Februar in der „Frau Dietrich“ und wird Österreich im Herbst übrigens in Mexiko bei der großen Olmeca Altos Cocktail Competition vertreten, bei der sich alles um den weltbekannten Tequila dreht.

Weltweit gibt es übrigens mehr als 1.000 verschiedene Gin-Sorten. Will er sich London Gin nennen, muss er laut EU-Verordnung mindestens 37,5 Prozent Alkohol enthalten und darf nur aus natürlichen und naturidentischen Aromastoffen bestehen. Den Zusatz „dry“ darf man verwenden, wenn keinerlei süßende Erzeugnisse zugesetzt werden. Welche die beste Gin-Sorte ist, lässt sich nicht sagen. „Das hängt immer vom persönlichen Geschmack ab“, sagt Moritz Horton. „Man sollte immer jene Sorte trinken, die einem am besten schmeckt.“ Einen qualitativ minderwertigen Gin erkennt man hingegen, wenn man daran riecht. Steigt er einem aggressiv in die Nase, sollte man besser die Finger davon lassen.

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In der Linzer Bar „Frau Dietrich“ gibt es rund 70 verschiedene Sorten Gin. (© Stefan Beiganz,)

Bester Gin nicht immer der teuerste. Die beiden Bartender empfehlen grundsätzlich, verschiedene Sorten zu probieren und dann für sich selbst zu entscheiden – dabei muss der teuerste Gin nicht immer der beste sein. Bei einer internationalen Blindverkostung wurde der „Gordon‘s Dry Gin“ auf den ersten Platz gehoben. „Ich vermute, dass es damit zu tun hat, weil dieser Gin alles erfüllt, was man sich von einem Gin erwartet“, so Tom Hausknecht. „Er ist wacholderlastig ohne irgendwelche Nebengeschmacksnoten. Ein typischer Gin, wie ihn die alten Herren in den 20er-Jahren mit einer gepflegten Zigarre getrunken haben.“

Nur selten wird Gin heute noch pur getrunken. Beliebter ist er als Basis für die unterschiedlichsten Cocktails. Theoretisch kann Gin mit jedem beliebigen Begleiter gemixt werden – je nach Geschmack zum Beispiel als Gimlet mit Limettensaft oder in Kombination mit Campari und rotem Wermut als Negroni. Letzterer ist übrigens der Lieblingsdrink der beiden Bartender. Das Rezept und die amüsante Entstehungsgeschichte gibt es auf der nächsten Seite! 

Wer Gin stilecht trinken möchte, greift laut den Experten zu Longdrinkgläsern. Auch bauchige Gläser, aus denen die Kohlensäure nicht so schnell entweicht, eignen sich gut. Viel wichtiger ist, den Drink mit viel Eis zu servieren – Gin mag es eiskalt!

In diesem Sinne: Sehr zum Wohl! Oder wie die Engländer längst richtig erkannt haben: It’s never too early for Gin o’clock!

 

Die ganze Story und exklusive Gin-Rezepte findest du im neuen OBERÖSTERREICHER – ab sofort im Handel!

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(© Stefan Beiganz)