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Lifestyle | 05.07.2021

Alles können, nichts müssen

Tief ausatmen | Stille spüren | die Augen schließen | sich hängen lassen | lachen

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© Klaus Krumböck

Seit Corona Johannas Weltreichweite dramatisch geschrumpft hatte, war ihr wieder eingefallen, wie wunderbar diese Sommer in den 70ern des letzten Jahrhunderts im Salzkammergut gewesen waren. Über viele Jahre war sie mit den Großeltern, Tanten, Onkeln und einem ganzen Haufen Kinder in die Sommerfrische gefahren. Als sie geistesabwesend auf dem Hauptbahnhof den Railjet und Hilde sucht, erkennen sich die beiden Freundinnen zunächst nicht. Zu viele Jahre und zu viel Maske trennen sie. Es ist 2021. Im Zug finden sie sich ganz leicht, der Speisewagen ist von übersichtlicher Größe. In Linz wird Susan dazu stoßen und von Salzburg kommt Anna. Als Teenager waren sie unzertrennlich, heute eint sie die Erinnerung und die Leidenschaft fürs Lesen. Nach dem Umsteigen in Attnang-Puchheim freuen sie sich an all diesen wunderbaren Anekdoten, die ihnen ins Hirn sprudeln. Nach dem Traunsee und dem imposanten Anblick des Traunsteins, sind sie still geworden, die Landschaft hat sie in ihren Bann gezogen. Sie schweigen und lächeln sich Vorfreude mit den Augen zu. Gleich steigen sie aus und dann erfüllt sich ein Traum: Bücher, so weit das Auge reicht, und dazu Zeit, Zeit zum Lesen, Zeit zum Spüren, Zeit das Gelesene zu besprechen. Zwischen Bad Ischl und Bad Goisern ziehen sie die Wanderschuhe an, verpacken die Flipflops und Handtaschen im Koffer und setzen sich die Sonnenbrillen auf, wie Schützen ihre Waffen scharf machen. Er kann kommen, der Urlaub! 

 

 

 

 

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© Gregor Wöckl

Am Bahnhof werden sie erwartet, bzw. ihre Koffer, die fahren mit dem Auto den Berg hinauf und warten schon im Zimmer, wenn sie sich den Leseberg erwandert haben. Der Predigstuhl bei Bad Goisern am Hallstättersee überblickt den See und den Dachsteingletscher – ihr Ziel ist das Lesehotel, Dependance des Hallstatt Hideaway (National Geographic Travellers Luxury Collection), das sich unter den Gipfel schmiegt und wie ihre Freundschaft aus den 70ern herübergerettet wurde. Nicht alles muss neu sein, um gut zu sein. Das Gebäude ist ein Zweimalschön,  es war mal schön und ist es jetzt wieder. Auch viele der Möbel sind Zweimalschöns. Gregor Wöckl, Chefdesigner bei Unykat aus Wels, hat ihnen neue Schönheit und Funktion geschenkt. Nachhaltigkeit ist so viel mehr als das Trennen des Mülls und Reinigen ohne Chemie (klar, auch das ist im Lesehotel selbstverständlich). Auf Nachhaltigkeit zielt auch die Einladung, mit dem Zug anzureisen und die letzten 800 Höhenmeter zu Fuß zu überwinden. So sind sie bei der Ankunft schon mitten in der Entspannung. Im Eingang des Lesehotels dann wieder Schuhe tauschen: raus aus den Bergschuhen und rein in die Fellpatschen. Und jetzt muss nur noch die vertikale Bibliothek geschafft werden! Über vier Stockwerke windet sich die Treppe um eine atemberaubende Bibliothek, das Rückgrat des Hauses. 20plus Verlage bestücken die vielen kleinen Kästen und Nischen mit Klassikern und Lieblingsbüchern. In den 16 Zimmern und vier Suiten warten Neuerscheinungen. Jedes Zimmer heißt wie ein Verlag und wird von diesem stetig mit Neuerscheinungen gefüllt. Ein Traum für Leserinnen und Leser. Als sich die vier Freundinnen nach dem Duschen mit Wald- oder Gletscherblick im Esszimmer treffen, sind sie sprachlos. Irgendwann seufzt Johanna: „Ich weiß jetzt schon, dass wir mit unseren Männern wiederkommen müssen! Mountainbikearena und Klettereldorado. Und dazu so viele Bücher, aber ich glaube, zum Lesen komme ich gar nicht. Ich kann den Blick nicht vom Gletscher lassen und auch der Wald nimmt mich ein: dieser Duft!“ Susan erinnert an die Gästeküche und die Möglichkeit, morgen auf dem Wochenmarkt einzukaufen und dann eines der vielen Rezepte nachzukochen aus dem Meer an Kochbüchern. 

 

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© Gregor Wöckl

Hilde lächelt fast abwesend. “Meine Lieben, mich seht ihr morgen sicher nicht. Es gibt den ganzen Tag Frühstück – auch ans Bett. Und das Bett kann vorlesen! Also, wer mich sehen will, muss zu mir ins Plug & Play Lese- und Vorlesebett kommen. Übermorgen könnt ihr wieder mit mir rechnen, da können wir zur Hütteneckalm wandern.“ Als die Gastgeberin zu ihrem Tisch kommt und fragt, ob sie noch etwas brauchen, bekommt sie als Antwort ein seliges Lächeln: „Danke, wir sind wunschlos glücklich!“

Wer wissen will, wie die Geschichte weiter geht, besucht die Website oder gleich das Lesehotel in Bad Goisern am Hallstättersee.

www.lesehotel.at

 

 

 

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