Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 06.09.2022

5 x Abenteuer am Berg

Eine mehrtägige Wandertour lässt wortwörtlich so manche Herzen höherschlagen. Wir stellen fünf unterschiedliche Wanderungen von Südtirol bis Argentinien vor, die Naturliebhaber mit atemberaubenden Gipfelpanoramen, glasklaren Bergseen, wilden Gebirgsbächen und Almwiesen belohnen.

Bild Chile_Argentinien_CR_Azimut 360.jpg
Wunderschöne Wanderungen über Stock und Stein. © Azimut 360

Wer eine Mehrtagestour unternimmt, sucht nicht allein die sportliche Herausforderung. Oft gehtes darum, den Alltag hinter sich zu lassen, eine Region mit allen Sinnen zu entdecken und so wieder ein wenig zu sich selbst zu finden. Der Schwierigkeitsgrad hingegen ist (fast) Nebensache, vielmehr der Weg das Ziel – egal ob auf einer leichten Strecke wie der Meraner Waalrunde oder gar einem anspruchsvollen Abenteuer durch die südamerikanischen Anden. Erlaubt ist, was die eigene Kondition zulässt. Belohnt werden die Sportler mit weiten Gipfelpanoramen, wilden Gebirgsbächen, glasklaren Bergseen und blühenden Almwiesen. Interessante Mehrtageswanderungen finden Sie auch unter www.hermann-meier.de

 

Von Chile nach Argentinien

Bild Chile_Argentinien_CR_Azimut 360.jpg
Eine Wanderung durch Südamerika. © Azimut 360

Durch Granit und Eis in Patagonien: Die endlosen Weiten Südamerikas lassen sich mit dem Münchner Reiseveranstalter und Slow-Trekking-Marktführer Hauser Exkursionen entdecken. Das 22-tägige Trekking startet in der Millionenmetropole Santiago de Chile. Von dort geht es für die Outdoor-Fans weiter nach Patagonien, wo die Hauser-Gruppe einige Tage in der exklusiven Terra Luna Lodge am Ufer des Lago General Carrera gastiert. Anschließend geht es mit einem Boot zu den berühmten Marmorkathedralen. Durch Grasland und dichte Wälder gelangt die Gruppe schließlich zu Fuß zum Lago Leones, dem Eingang zum ewigen Inlandeis. Kondore kreisen am Himmel, Gletscherzungen schlängeln sich zum See hinab, Eisbrocken stürzen tosend ins Wasser – ein einmaliges Naturspektakel. Auf ihrem weiteren Weg erkunden die Teilnehmer per Kajak einen Gletschersee und übernachten bei einer patagonischen Siedlerfamilie. 

 

Das Besondere: Auf der „schönsten Fernstraße der Welt“ geht es von Chile über die Grenze nach Argentinien bis zu den Granitnadeln des Nationalparks Los Glaciares. Nach dem blutroten Sonnenaufgang am Fitz-Roy-Massiv wandert die Gruppe zum Cerro Torre. Krönender Abschluss der Patagonien-Reise ist die Umrundung des Torres-del-Paine-Massivs, seit 1978 UNESCO-Weltnaturerbe. 22 Tage kosten 6.195 Euro/Person inkl. allen Flügen, Übernachtungen, Verpflegung und deutschsprachiger Reiseleitung.

 

Weitere Informationen gibt es unter www.hauser-exkursionen.de

 

Dauer: 3- bis 6-tägige Trekkingabschnitte 

(ca. 4 – 8 Std. täglich)

Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwer

 

Meraner Waalrunde (Südtirol)

Bild 5301_schenna_waalrunde.jpg
Zwei Stunden dauert die Runde auf dem Schenner Waalweg, für die gesamte Meraner Waalrunde sollte man acht Tage einplanen. © Tourismusverein Schenna/Dietmar Denger

Nah am Wasser gebaut: Das ganze Jahr über führt die Meraner Waalrunde Wanderer um den Talkessel. Die 80 Kilometer lange Strecke verläuft auf großteils flachen Pfaden entlang der typischen Wasserläufe. In acht Tagen kann man die Südtiroler Region ganz entspannt entdecken und sich von atemberaubenden Kulissen berauschen lassen. 

 

Das Besondere: Die Route verbindet die elf Waalwege von Algund, Kuens, Riffian, Lana, Tscherms, Marling, Partschins, Rabland, Naturns und Schenna – dort befinden sich übrigens gleich zwei der historischen Bewässerungskanäle. Wahlweise können Schenner und Maiser Waalweg in einer Tagestour erwandert werden. 

 

Wegbeschreibung unter www.merano-suedtirol.it

Unterkünfte und Einkehrmöglichkeiten unter www.schenna.com

 

Dauer: 8 Tage

Länge: 80 km

Schwierigkeitsgrad: leicht

Arlberg Trail (Tirol & Vorarlberg)

Bild Arlberg Trail_CR_Arlberg_Marketing_GmbH.jpg
Die Valluga oberhalb von St. Anton am Arlberg ist höchster Punkt des Arlberg Trails und Teil des neuen Weitwanderweges in Tirol und Vorarlberg. © Arlberg Marketing GmbH

Fünf Orte, drei Etappen, eine Challenge:
Der Arlberg Trail in St. Anton am Arlberg ist eine sportliche Herausforderung für Alpinisten. Der grenzüberschreitende Trail in der Pass-
region zwischen St. Anton am Arlberg in Tirol und Lech/Stuben in Vorarlberg hat eine Gesamtlänge von 52 Kilometern, wovon knapp ein Fünftel per Seilbahn zurückgelegt wird. 

 

Das Besondere: Mit dem neuen Weitwanderweg „wachsen“ die Orte der österreichischen Ski-Arlberg-Region nun auch im Sommer zusammen. Und so erlaufen sich Outdoor-Fans an je einem Tag bei spektakulärer Aussicht die durchgängig beschilderten Strecken von St. Anton nach Stuben, von Stuben nach Lech sowie von Lech nach St. Anton. 

 

Gestartet werden kann die mittelschwere Wanderung von allen drei Talorten aus, Alternativrouten sind vorhanden. Die reine Gehzeit beläuft sich auf 18 Stunden bei 6.038 Höhenmetern (9.550 inkl. Bergbahn). Buchbar ist das Angebot mit eigenem Arlberg-Trail-Ticket, Drei- oder Vier-Sterne-Hotels nach Wahl sowie weiteren Zusatzleistungen wie Gepäcktransport unter arlbergtrail.com. 

 

Weitere Informationen gibt es unter www.stantonamarlberg.com.

 

Dauer: 18 Std. Netto-Gehzeit

Länge: 52 km

Schwierigkeitsgrad: mittel

La strada alta della leventina (Tessin, Schweiz)

Bild Schweizer_Höhenweg_CR_swiss-image.ch:Remy Steinegger.jpg
Auf der „Strada Alta della Leventina”, einer der bekanntesten Schweizer Höhenwege, begegnen Outdoor-Fans vielen der für die Tessiner Passregion typischen Steinhäusern. © swiss-image.ch/Remy Steinegger

Der Klassiker unter den Schweizer Höhenwegen: Das Herz der Alpen schlägt am Gotthardpass und gleich dahinter beginnt mit dem Tessin der Süden Europas, der die Urlauber mit einem der berühmtesten Höhenwege der Schweiz empfängt. Die „Strada Alta della Leventina“ beginnt in Airolo auf 1.140 Metern am Fuß des Gotthard und führt in drei Tages-
etappen auf der sonnigen, linken Seite des Tals über den Ritomsee sowie den Passo Forca in Richtung Osco bis nach Biasca. 

 

Das Besondere: Unterwegs auf dem rund 48 Kilometer langen Wanderweg verändert sich die Landschaft sichtbar. Die archaische Bergwelt mit harzduftenden Wäldern geht über in mediterranes Flair mit Föhren-, Birken- und Kastanienbäumen, deren Farben im Herbst um die Wette leuchten. Die Strecke führt zudem vorbei an antiken Leventina-Holzhäusern, typischen Tessiner Steingebäuden sowie idyllisch gelegenen Kirchen und Dörfern, welche Einblicke in die alpine Kultur der Region gewähren. Unterwegs findet man kleine, sympathische Hotels zum Übernachten und feine Restaurants, die Besucher mit einheimischen Gerichten verwöhnen.

 

Weitere Informationen gibt es unter ticino.ch/hike102.

 

Dauer: 14 Stunden (drei Tagesetappen)

Länge: 48 km

Schwierigkeitsgrad: leicht

Salzalpensteig und -touren (Oberbayern, Salzkammergut)

Bild Salzalpensteig_CR_Bad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketing.jpg
Der grenzüberschreitende Salzalpensteig passiert auch Bad Reichenhall mit Panoramablicken über die oberbayerische Kurstadt. Von dort starten zudem zwei Salzalpentouren. © Bad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketing

Wandern auf den Spuren des Salzes: Der Salzalpensteig verbindet auf 230 Kilometern das süddeutsche Chiemgau mit dem Hallstätter See im Salzkammergut. Dabei gehen die Wanderer in 18 Etappen auf geschichtsträchtigen Pfaden, die sich zu einem grenzüberschreitenden Weg vereinen. Verbindendes Element ist das „weiße Gold“, das der Region ihren Wohlstand bescherte. Entsprechend führt die Strecke vorbei an den wichtigsten Stationen des Alpensalzes, allen voran die oberbayerische Kurstadt Bad Reichenhall (Etappe sechs und sieben). 

 

Das Besondere: Neben dem zertifizierten Premiumweitwanderweg sind auch 25 Salzalpentouren entstanden, die ebenfalls vom Deutschen Wanderinstitut mit dem Gütesiegel Premiumweg ausgezeichnet wurden. Zwei davon lassen sich im Rahmen einer zweitägigen Runde miteinander verbinden, nämlich die stellenweise anspruchsvolle Bad Reichenhaller Panoramatour unter den Hausbergen Hochstaufen, Zwiesel und Zenokopf sowie die ebenso knackige Salzalpentour Bayerisch Gmain entlang der Bergbäche Wappbach und Weißbach. 

 

Übernachtet wird zwischendurch in Bad Reichenhall, freie Unterkünfte finden Interessierte auf www.bad-reichenhall.de

 

Dauer: 18 Tage 

(Bad Reichenhaller Panoramatour: 5,5 Std., 

Salzalpentour Bayerisch Gmain 3,5 Std.)

Länge: 230 km

Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwer