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Lifestyle | 28.11.2022

3. Teil der Beziehungsserie

Sorry seems to be the hardest word. Warum fällt Entschuldigen so schwer?

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Sich entschuldigen ist etwas, das vielen Menschen sehr schwerfällt. Ganz egal ob es dabei um Entschuldigungen im Freundeskreis, im Job, in der Familie, bei den eigenen Kindern oder bei der Partnerin oder dem Partner geht. Warum ist das so? © Shutterstock

Sich zu entschuldigen lernt man vor allem durch Vorbilder, daher ist es umso wichtiger, dass Eltern sich bereits bei ihren Kindern aufrichtig und häufig entschuldigen. Viele Menschen haben das in ihren Familien aber nie gelernt und tun sich daher schwer damit, Stolz, Ego, Angst oder Verunsicherung beiseite zu schieben und ein aufrichtiges „Es tut mir leid“ zu formulieren.

 

Sich beim Gegenüber zu entschuldigen, bedeutet die Verantwortung für das Gesagte bzw. Getane zu übernehmen. Unabhängig davon, ob etwas absichtlich oder unabsichtlich passiert ist.

Dabei ist es aber keinesfalls egal, wie man sich entschuldigt. Geschieht es nicht (auf)richtig, eskaliert die Situation meistens noch weiter, anstatt sich zu beruhigen.

 

So entschuldigen Sie sich richtig:

 

  1. Übernehmen Sie die Verantwortung
  2. Und statt Aber: Bringen Sie Veränderung statt Verteidigung
  3. Drücken Sie Bedauern, Verständnis und Mitgefühl aus

 

1: Übernehmen Sie die Verantwortung

„Es tut mir leid, dass ich so unhöflich, respektlos, grob, egoistisch (…) zu dir war“. 

Dabei ist das „Ich… war“ der Schlüsselfaktor, denn nur damit übernehmen Sie die Verantwortung für das Geschehene. Auch bei Entschuldigungen sind „Ich Botschaften“ von enormer Bedeutung.

Ein „Es tut mir leid, dass du enttäuscht/verletzt bist“ ist keine Entschuldigung. Es kann sogar am Ziel vorbei gehen, weil es den Fokus nur auf die Gefühle bzw. die Reaktion der Verletzen oder des Verletzten legt, dabei aber die Aktion selbst auslässt und die Verursacherin oder der Verursacher sich so sehr leicht schuldfrei halten kann.

Wenn die Verantwortung nicht übernommen wird, kann die verletzte Partnerin oder der Partner die Entschuldigung nicht annehmen, bzw. will es auch gar nicht, weil dann der so wichtige Ausgleich zur Verletzung fehlt.

 

2: Veränderung statt Verteidigung - „Und statt Aber“

In einer richtigen Entschuldigung taucht das Wort „aber“ niemals auf. Ein „aber“ ist eine Verteidigung und kann daher niemals eine Entschuldigung sein. Anstelle der Verteidigung sollte vielmehr die notwendige Veränderung kommuniziert werden: „Es tut mir leid, aber ich… “ muss ersetzt werden durch „Es tut mir leid und ich werde das nächste Mal anders/ besser … “

 

3: Bedauern, Verständnis und Mitgefühl ausdrücken

Das bedeutet, dass sie deutlich zeigen und aussprechen, dass Ihnen der Schmerz Ihrer Partnerin oder Ihres Partners zu Herzen geht. „Ich habe dich enttäuscht, ich war nicht für dich da, ich habe dich mit deinen Sorgen allein gelassen… du hast jedes Recht und allen Grund wütend zu sein… mir fällt es nicht leicht das zu sagen, aber ich weiß, wie sehr ich dich verletzt habe… es tut mir wirklich leid.“

Je mehr aufrichtige Reue Sie Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner zeigen, desto leichter kann er Ihre Entschuldigung annehmen.

 

Und dann ist alles gleich wieder gut?

Nein - denn Verzeihen ist ein Prozess, der von beiden Parteien etwas abverlangt.

Wie das geht? Lesen Sie mehr dazu im nächsten Teil dieser Serie.

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Mag. Anna Thaler Paarberaterin, Systemischer Coach, Psychologische Beraterin, Aufstellungsleiterin, Yogalehrerin © privat

Mag. Anna Thaler
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