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Lifestyle | 22.10.2022

Matratzenwechsel: Informatives zu Nutzungsdauer und Kaufkriterien

Die Qualität einer Matratze nimmt direkten Einfluss auf den Schlaf. Passt die Schlafunterlage nicht zu den Schlafgewohnheiten, ist sie zu hart, zu weich oder gar durchgelegen, kann die Schlafqualität erheblich leiden. Doch wann sollte eine Matratze ausgetauscht werden und worauf kommt es beim Kauf einer neuen an? Antworten wurden hier zusammengefasst.

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Bildquelle pixabay.com: tianya1223

Wechselintervall für Matratzen

 

Rund 500 Milliliter Flüssigkeit verliert ein schlafender Mensch pro Nacht. Bei einer Erkrankung oder in den Sommermonaten bei Höchsttemperaturen kann die Menge sogar höher liegen. Dementsprechend wird das Matratzenmaterial stark mit Feuchtigkeit belastet. Hinzu kommen die Hautschuppen, die täglich vom Körper abgesondert werden und zum Teil durch die Bezüge hindurch in die Matratze vordringen.

 

Dementsprechend ist der regelmäßige Wechsel einer Matratze allein schon aus hygienischen Gründen wichtig. Nach spätestens zehn Jahren sollte eine Matratze von einem neuen Modell abgelöst werden. Abhängig von der Matratzenqualität und der Matratzenpflege kann der Austausch bereits früher erforderlich sein. Kommt es beispielsweise zum sogenannten Hängematten-Effekt und die Matratze hängt beim Liegen durch, mangelt es ihr an Stützkraft und das kann auf Dauer negative Folgen für Rücken und Bewegungsapparat haben. Um gesundheitlichen Nachteilen vorzubeugen, sollte eine solche Matratze umgehend ausgetauscht werden – auch dann, wenn sie weit unter zehn Jahren alt ist.

 

Wichtige Kaufkriterien für Matratzen

 

Die Kriterien für die Auswahl einer bedarfsgerechten Matratze sind vielfältig. Zum einen spielt der Härtegrad eine Rolle. Jedoch sollte der Fokus hierbei nicht zu stark auf die Angaben der Hersteller gerichtet werden. Härtegrade sind nicht genormt und fallen auch bei identischer Angabe bei mehreren Herstellern unterschiedlich aus. Deshalb ist das Probeliegen von Matratzen und der damit verbundene persönliche Eindruck des Liegekomforts unverzichtbar für die Kaufentscheidung. Generell ist der Matratzenkauf bei Anbietern ratsam, die das Probeschlafen konkret empfehlen und die unkomplizierte Abwicklung ermöglichen. Darunter die AM Quality GmbH, die für ihre in Deutschland hergestellten und auch für den Markt in Österreich verfügbaren AM Qualitätsmatratzen 100 Nächte Probeschlafen ermöglicht. Mit einem Härtegradrechner unterstützt das Unternehmen ergänzend die Auswahl einer möglichst idealen Matratze passend zu Körpergröße, Körpergewicht sowie der bevorzugten Schlafposition und dem gewünschten Liegegefühl.

 

  • Zum anderen ist die Punktelastizität von Matratzen ein elementares Kaufkriterium.
  • Mangelt es einer Schlafunterlage an dieser Eigenschaft, kann es zu unangenehmen Belastungen der Wirbelsäule kommen.
  • Eine punktelastische Matratze gibt dort punktuell nach, wo erhöhter Druck auf das Material ausgeübt wird.
  • In Seitenlage ist dies beispielsweise im Schulter- und Beckenbereich der Fall.
  • Bei einer hohen Punktelastizität gibt die Matratze in der Seitenlage an den richtigen Stellen nach, sodass der Körper dort einsinkt und die Wirbelsäule aus der seitlichen Perspektive eine Gerade ergibt.
  • Auch in Rückenlage bietet eine punktelastische Matratze optimale Unterstützung zur Entlastung der Bandscheiben.

 

Federkern, Kaltschaum oder Latex – was ist das richtige Material?

 

Auch das Schlafklima muss stimmen, um eine bestmögliche Schlafqualität zu erzielen. Neben dem Härtegrad und der Punktelastizität ist deshalb das Material der Matratzen ein weiteres entscheidendes Kriterium. Während sich viele kälteempfindliche Menschen auf den gut isolierenden Kaltschaummatratzen wohl fühlen, profitieren eher zum Schwitzen neigende Personen von Federkernmatratzen, weil diese durch die integrieren Federn eine bessere Belüftung bieten.

 

Hausstauballergikerinnen greifen wiederum oft zu Naturlatexmatratzen, weil sie durch das Material milbenabweisend wirken und die Belastung mit Allergenen mindern. Hier können sich Allergikerinnen am Siegel des Qualitätsverbands Umweltverträgliche Latexmatratzen e.V. orientieren. „Das QUL-Zertifikat für Naturlatexprodukte und Produkte mit Naturlatexbestandteil bestätigt, dass die darauf genannten Produkte oder Modelle des QUL-Mitgliedsunternehmens einer umfangreichen chemischen Laboranalyse und einer mechanischen Prüfung auf Elastizität und Haltbarkeit unterzogen wurden“, erklärt der QUL online zum Zertifikat. Da Latexmatratzen zum Teil Pestizide und flüchtige organische Verbindungen (VOC) enthalten, ist hier beim Kauf Vorsicht geboten.

 

Tipps zur Matratzenpflege

 

Um die Haltbarkeit von Matratzen zu erhöhen und auch die hygienischen Bedingungen zu verbessern, sollten sie täglich gründlich gelüftet werden. Die Schlafunterlage sollte tagsüber weder von einer Tagesdecke noch von der gewöhnlichen Bettdecke komplett verdeckt sein, damit die Feuchtigkeit von der Nachtruhe entweichen kann. Mehrmals täglich Stoßlüften ist ebenfalls ein Muss, damit die Feuchte in der Raumluft nach draußen abtransportiert wird. Das beugt Schimmelpilzbildung vor und fördert ein gesundes Schlafklima.

 

Darüber hinaus sollte die Luft auch unterhalb der Matratze ungehindert zirkulieren können. Dafür braucht es einen Lattenrost und freie Fläche unterhalb des Bettes. Betten ohne Bettkasten sind generell vorteilhaft. Zudem ist es empfehlenswert, unterhalb von Betten nichts zu lagern – so werden Matratzen auch von unten belüftet und die Feuchtigkeit entweicht schneller.

 

Weitere Empfehlungen für die Matratzenpflege:

 

  • Werden waschbare Matratzenbezüge spätestens nach zwölf Wochen gewaschen, trägt dies ergänzend zu hygienischen Bedingungen bei.
  • Matratzen lassen sich drehen – sowohl hinsichtlich Vorder- und Rückseite als auch in Bezug auf Kopf- und Fußende.
  • Das regelmäßige Wenden bei jedem Beziehen der Betten trägt zur Matratzenpflege bei. Lediglich bei Matratzen mit konkreten Liegezonen sind diese zu berücksichtigen.

 

Weiterführende Informationen zur Schlafqualität und wie sich diese verbessern lässt, erklärt Primar Gerhard Ransmayr vom Kepler Uniklinikum Linz hier im Interview.