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Lifestyle | 06.04.2022

Welche Sportarten eignen sich nach der Schwangerschaft am besten?

Die Schwangerschaft ist für die meisten Frauen eine herausfordernde Lebensphase, in der sich Glücksgefühle mit Ängsten und Freude mit Sorgen mischen. Auch wenn diese neun Monate meist als eine wunderschöne Zeit erlebt werden, hinterlassen sie körperlich Spuren. Umso wichtiger ist es, dass sich frischgebackene Mütter nach der Entbindung genügend Zeit nehmen, um sich zu regenerieren.

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Bildnachweis: val_th / clipdealer.de

Erst wenn der Beckenboden wieder voll belastbar ist, sollten sie sich sportlich fordern. Dann jedoch kann ein moderates Training einen großen Teil dazu beitragen, sich im eigenen Körper wohlzufühlen und im neuen Leben anzukommen. Doch welche Sportarten eignen sich am besten, um nach der Schwangerschaft wieder in Form zu kommen? Und wann ist es Zeit, wieder aktiv zu werden?

 

Das Wochenbett

Das Wochenbett dauert etwa vier bis acht Wochen und trägt seinen Namen nicht umsonst. Diese Phase ist dazu da, sich auszuruhen und dem Körper wichtige Regenerationsprozesse zu ermöglichen. Dazu gehört die Rückbildung der Gebärmutter und die Heilung von möglichen Verletzungen, die während der Geburt passieren können. Während des Wochenbettes ist Sport tabu! Beginnen Sie höchstens mit sehr sanfter Rückbildungsgymnastik oder Beckenbodentraining aus dem Bett. Auch Spaziergänge sind eine gute Idee, um den Kreislauf in Schwung zu bringen.

 

Rückbildung und Einstieg

Die ersten Monate nach der Entbindung werden weiterhin der Rückbildung gewidmet. Insbesondere die Beckenbodenmuskulatur wird durch die Schwangerschaft stark belastet. So kommt es auch, dass viele Frauen nach der Entbindung leichte Blasenschwäche haben. Dementsprechend gilt es, mit sanften Übungen den Beckenboden wieder zu stärken. Hierfür eignen sich Sportarten wie Yoga Pilates gut. Die entsprechenden Übungen kann man hier lernen, zudem ist es möglich, spezielle Rückbildungskurse zu besuchen, die zum Beispiel in Hebammenpraxen angeboten werden. Idealerweise beginnen Sie mit dem Beckenbodentraining nicht erst mit der Schwangerschaft, sondern machen es schon vorher zu einem festen Bestandteil ihres Alltags. Frauen, die bereits vorher einen starken Beckenboden haben, bekommen meist weniger Probleme und erleben mitunter auch die Geburt als angenehmer und unproblematischer.

 

In dieser Phase ist es außerdem möglich, durch beckenbodenschonendes Training die Kondition zu stärken. Dafür eignen sich Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Walking besonders gut. Hüpfen und Springen sollten allerdings bis zu einem halben Jahr nach der Geburt vermieden werden. Besprechen Sie sich diesbezüglich am besten mit Ihrer Hebamme oder Ihrem behandelnden Arzt beziehungsweise Ihrer behandelnden Ärztin.

 

Erst wenn der Beckenboden wieder vollständig geheilt ist, sollten Sie richtig ins Training einsteigen. Dies ist in der Regel etwa ein halbes Jahr nach der Entbindung der Fall. Dennoch ergibt es Sinn, das Beckenbodentraining begleitend noch ein paar Monate lang fortzusetzen. Versuchen Sie, sich mit dem Sport nicht zu stressen. Manche körperlichen Veränderungen gehen nach der Schwangerschaft von selbst wieder zurück, andere bleiben für immer. Erwarten Sie nicht, dass nach zwei Wochen wieder alles wie vorher ist, sondern schätzen Sie Ihren Körper für das, was er ist: ein echtes Wunder.

 

Nehmen Sie Ihr Baby mit zum Sport

Die Bindung zwischen Mutter und Kind, die sich in den ersten Lebensmonaten formt, ist eine ganz besondere. Um diese Bindung zusätzlich zu stärken, ist eine schöne Idee, das Baby einfach als Trainingspartner mitzunehmen. Nicht nur hilft es Ihnen als Mutter, wieder fit zu werden, es ist auch für das Baby eine wertvolle Frühförderung. So gibt es ein großes Angebot an Mutter-Kind-Kursen: Babyschwimmen, Babyturnen und auch Yoga mit Baby werden in vielen Hebammenpraxen, Sportvereinen und Yogastudios angeboten. Nebenbei lernen Sie andere Eltern kennen, mit denen Sie sich austauschen können. Manchmal entstehen dabei sogar Freundschaften – sowohl zwischen den Eltern als auch zwischen den Kindern.