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Lifestyle | 28.09.2021

Darum sollte jeder mit dem Beckenbodentraining anfangen!

Der Beckenboden ist sicherlich einer der am stärksten vernachlässigten Muskeln des Körpers –eigentlich handelt es sich jedoch eher um eine Muskelplatte aus insgesamt drei Schichten. Während es für viele Menschen selbstverständlich ist, regelmäßig im Fitnessstudio die Bauch-, Rücken-, Arm- und Beinmuskeln zu trainieren, kommt der Beckenboden oft zu kurz.

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Photo on Pixabay

Vor allem Männern ist oft nicht einmal bewusst, dass sie überhaupt einen Beckenboden besitzen. Und das, obwohl er so viele wichtige Funktionen erfüllt. Schon ein regelmäßig durchgeführtes Training von wenigen Minuten pro Tag kann das ganze Körperempfinden verändern.

 

Beckenboden in Schwangerschaft und Menopause

Männer und Frauen profitieren gleichermaßen von einem starken Beckenboden. Dennoch ist es häufig so, dass sich vor allem Frauen im Laufe ihres Lebens mit diesem Teil ihres Körpers ganz besonders auseinandersetzen müssen. Das liegt zum einen daran, dass der Beckenboden durch ein grundsätzlich schwächeres Bindegewebe schneller nachgibt. Vor allem nach einer Schwangerschaft, durch die der Beckenboden besonders belastet wird, kommt es dann zu leichter Blasenschwäche.

 

Wenn nicht in der Schwangerschaft, dann erhält das Thema spätestens in den Wechseljahren Relevanz. In dieser turbulenten Zeit, in der sich der Hormonhaushalt grundlegend umstellt, ist es wichtig, dass Frauen besonders gut für sich sorgen. Durch den Östrogenmangel treten beispielsweise vermehrt Harnwegsinfektionen bei Frauen auf, die sich durch Erkennen der Symptome jedoch häufig noch abmildern lassen.

 

Da regelmäßiges Beckenbodentraining dabei hilft, Blasenschwäche zu verhindern, die wiederum Harnwegsinfektionen begünstigen kann, ist es eine überaus sinnvolle Maßnahme. Weiterhin wird im Alter grundsätzlich die Muskulatur des gesamten Körpers etwas schwächer und schlaffer – umso wichtiger, zeitnah mit dem Beckenbodentraining zu beginnen.

 

Vorteile eines gesunden Beckenbodens

Viele Frauen berichten, dass das Beckenbodentraining ihnen ein ganz neues Lebensgefühl beschert hat – und das mit nur wenigen Übungen täglich. Ist der Beckenboden tragfähig und stark, treten weniger Rückenschmerzen auf. Sie können problemlos schwerere Dinge heben, Ihre Kinder umhertragen und grundsätzlich leichtfüßiger und kraftvoller durchs Leben gehen. Der Beckenboden hilft dabei, die Körperhaltung zu verbessern und sich von innen heraus aufzurichten. Frauen mit starkem Beckenboden gehen anders, stehen anders und wirken anders.

 

Außerdem sagt man, ein gestärkter Beckenboden könne dabei helfen, das Lustempfinden beim Sex zu erhöhen. Dies liegt zum einen darin, dass die Muskeln besser durchblutet werden – inklusive des gesamten Genitalbereichs. Die Geschlechtsorgane werden dadurch grundsätzlich empfindsamer und sensibler. Außerdem hilft das Training dabei, den eigenen Körper kennenzulernen. Frauen wird es möglich, bestimmte Bereiche gezielt anzuspannen und wieder zu entspannen. Das neu erlangte Gefühl für den eigenen Unterleib hilft so dabei, das Lustempfinden gezielt zu steuern und zu lenken. Dies betrifft insbesondere die Kontraktionen, die ohnehin beim Geschlechtsverkehr stattfinden. Ist der Beckenboden stärker, werden nämlich auch diese deutlicher spürbar und können sogar ganz bewusst ausgelöst werden.

 

Wie wird der Beckenboden trainiert?

Selbst wenn Sie unter keinerlei Beschwerden leiden, kann es hilfreich sein, den Beckenboden zu stärken. Im schlechtesten Fall hat dies keinerlei spürbare Folgen und Sie hören einfach wieder auf. Im besten Fall verändert sich dadurch Ihr gesamtes Leben. Beckenbodenübungen können grundsätzlich immer und überall durchgeführt werden. Anfangs ist es hilfreich, überhaupt zu lernen, wie man den Beckenboden wahrnimmt. Das funktioniert besonders einfach, indem Sie beim Toilettengang versuchen, den Urinstrahl zu unterbrechen. Die Muskeln, die dies ermöglichen, gehören zum Beckenboden. Gewöhnen Sie sich fortan an, in alltäglichen Situationen – zum Beispiel beim Anstehen an der Supermarktkasse oder beim Zähneputzen – den Beckenboden anzuspannen.

 

Für Frauen sind auch sogenannte „Liebeskugeln“ oder „Yoni-Eier“ ein wertvolles Hilfsmittel. Dabei werden kleine Gewichte in die Vagina eingeführt. Die innere Muskulatur muss nun arbeiten und so dafür sorgen, dass diese nicht von selbst wieder herausrutschen. Um schnell spürbare Erfolge zu erzielen, sollten Sie sich allerdings regelmäßig mit Ihrem Beckenboden verbinden und Ihre Muskeln spüren. Versuchen Sie, mindestens einmal am Tag zu üben – und wenn es nur für fünf Minuten ist.